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Müller: Bobby Fischer 60 best Games
There is probably no other player who has changed the chess world in so many areas and so radically – like Robert James Fischer, for whom the name Bobby Fischer has become common among chess players worldwide. Of his spectacular successes, his downright declassifying victories against three Soviet grandmasters in the early 1970s are particularly noteworthy – a kind of changing of the guard in the fight for the world title, to which the Soviets had subscribed, so to speak, for more than two decades. This triggered a worldwide chess boom, or more precisely: it triggered a chess boom especially in the western world, because in the Soviet Union with millions of club players such a boom was apparently hardly necessary. Many players of all levels were drawn to the royal game specifically because of the events of that time. Fischer's games are legendary, and since they have of course already been extensively analyzed and commented on in a number of works, the question arises: What is another book supposed to achieve anyway? German grandmaster Karsten Müller has selected what he considers to be Fischer's 60 most instructive games and checked them with various newer engines. Although he noticed numerous errors in the old analyses, Bobby's games still shine in their former glory or even brighter. Since even top programs rarely find errors, every reader can learn more than ever from these games in order to improve their own playing strength in a success-oriented manner. In addition to the numerous photos, it's above all the quotations contained in many games that take the reader back to the 'old days of chess'. Therefore, even younger players can get a good impression of what the chess world was like when, for example, there were still 'adjourned games' and 'sealed moves' – and when no player could dodge the hard analysis work by simply delegating this tedious task to his computer.   222 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag  

29,80 €*
Geilmann: The Indian Chessmaster Malik Mir Sultan Khan
In 1929, Malik Mir Sultan Khan (born in 'British India' in 1905) came to England. There, the young man who belonged to the entourage of an Indian diplomat, soon entered the world stage of chess. He earned remarkable tournament successes, and was temporarily one of the ten best players in the world. However, the amazing career ended abruptly in 1933 when Khan returned to his home country. He never played chess on an international level again, and died in 1966. This book traces the exceptional life of this chess master, as far as the narrow sources allow.   Ulrich Geilmann (born in 1963) has already published two chess novels in German. He graduated as an urban planner and works in the public sector. He is an amateur chess player and a member of the Emanuel Lasker Gesellschaft (Emanuel Lasker Society). For a certain period he was the manager of a team which competed in the highest German league (Bundesliga). On the Internet he reports regularly and in a witty narrative style about his various experiences at chess tournaments. 220 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag

19,80 €*
Tipp
Ehn, Jungwirth & Ragger: Eva Moser - Phantasie und Präzision auf dem Schachbrett
Eva Moser war ein Jahrhunderttalent des österreichischen Schachs. Schon wenige Monate, nachdem sie das Spiel im Alter von zehn Jahren kennengelernt hatte, gewann sie bereits die österreichische Jugendstaatsmeisterschaft. Das wiederholte sie in den folgenden Jahren sieben Mal. 1998 konnte sich die junge Kärntnerin mit der Silbermedaille bei der Europameisterschaft der Mädchen unter 16 Jahren im steirischen Mureck erstmals international in Szene setzen. Ihre Begeisterung für Schach war grenzenlos und so stürzte sie sich mit großem Erfolg in die internationale Turnier- und Open-Szene. Als erster Österreicherin wurde ihr im Jahr 2003 der Frauen-Großmeistertitel verliehen und 2004 folgte der internationale Meistertitel bei den Männern. Im selben Jahr wurde sie Zweite bei der österreichischen Staatsmeisterschaft der Männer, die in „allgemeine Klasse" umbenannt werden musste, und rückte auf Platz 22 der Weltrangliste der Frauen vor. Zwei Jahre später war ihr erneuter Anlauf zum Staatsmeistertitel von Erfolg gekrönt. Trotz stärkster Konkurrenz kürte sie sich bei der Staatsmeisterschaft 2006 als erste Frau in Österreich zur Staatsmeisterin der allgemeinen Klasse. Bei der Europameisterschaft der Frauen in Dresden 2007 gelang ihr die Qualifikation zur K.O.-Weltmeisterschaft der Frauen, bei der sie 2008 in der ersten Runde gegen Lilit Mkrtchian denkbar knapp ausschied. Von ihren zahlreichen Turniererfolgen ragt besonders der im Großmeisterturnier von Augsburg 2013/14 heraus, bei dem sie eine erste „männliche" Großmeisternorm erzielte und ihr eine unsterbliche Partie mit fünf Damen am Brett gelang. Bei all diesen Erfolgen beeindruckte die Art, wie sie sie erreichte. Trotz ihrer freundlichen kollegialen Art war sie am Schachbrett eine „Löwin", die kompromissloses, kämpferisches Schach mit ausgezeichneten Endspielkenntnissen zu verbinden wusste; die Zahl ihrer Remispartien ist sehr gering. Das Studium der Eröffnungstheorie reichte ihr bald nicht mehr, sie begann früh, eigene Wege zu gehen und setzte auf ihre Kreativität. „Phantasie statt Theorie" lautete ihr Motto. Neben ihrer Schachkarriere schloss Eva Moser das Studium der Betriebswirtschaft ab und arbeitete bis zu ihrem allzu frühen Tod in der Redaktion des österreichischen Schachmagazins „Schach Aktiv".   200 Seiten, 53 Farbfotos, gebunden, Grossformat, Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im Juni 2021 Auf die Frage, welche Pläne sie für die Zukunft habe, antwortete Eva Moser dem Autor und Schachjournalisten Michael Ehn in einem Interview, sie wolle nach dem Gymnasium auf alle Fälle beruflich etwas mit Schach machen, zuerst müsse sie aber ihre Spielstärke erhöhen. Dieses Gespräch fand 1998 im südoststeierischen Mureck statt, wo die europäischen Jugendmeisterschaften ausgetragen wurden. Die junge Schachspielerin, die Ehn eine „Löwin“ nennt, errang bei diesem Turnier die Silbermedaille. Welchen grandiosen Erfolgsweg die 1982 geborene Eva Moser zurücklegte, beschreiben die Autoren Michael Ehn, Kurt Jungwirth und Markus Ragger eindringlich und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln (Joachim Beyer Verlag, 200 Seiten, 53 Farbfotos, gebunden, Grossformat, Leseband, 38 Euro). So führt Ehn in fünf Kapiteln in das Thema 100 Jahre Frauenschach in Österreich ein und steckt damit den geschichtlichen Rahmen ab. Sein Interview und die Gespräche, die er mit Moser führte, zeigen – wie die Erinnerungen des Präsidenten des österreichischen Schachbundes und langjährigen Vizepräsident der FIDE Kurt Jungwirth – mit welcher Kraft und Ausdauer es die brillante Schachspielerin aus dem Kärtnerland schaffte, sich den Ruf eines Jahrhunderttalents zu erarbeiten. „Es gibt kreative Geister, Ausnahmetalente, die ihre Genialität jung ausspielen“, so Jungwirth. Sie verlassen die Bühne des Lebens zu früh, als Frühvollendete. Und Ehn ergänzt: „Sie nutze ihre Bedenkzeit oft bis zur Neige, spielte kompromissloses, kämpferisches Schach und erreichte viele komplexe Stellungen. Schnelle, billige Remisen gab es bei ihr nicht.“ Vertieft wird diese Spielweise in vier Kapiteln, die Schachgroßmeister Markus Ragger beigetragen hat. Er nimmt die Lieblingseröffnungen von Eva Moser unter die Lupe, erläutert auf 80 Seiten ihr spannendsten Partie-Momente und Endspiele. Dieser genaue Blick wird erweitert durch die 15 besten Partien, die Ragger zusammen mit Moser kommentiert hat. Ergänzend dazu gibt es einen 16-seitigen Farbteil, der mit über 50 Fotos mit dem Tag der Taufe beginnt und bis ins Jahr 2013 reicht. Fazit: Eva Moser starb Ende März 2019 mit 36 Jahren an den Folgen von Leukämie. Das Buch über sie ist ein Denkmal an eine bis heute inspirierende Schachspielerin.    

38,00 €*
Dietze: Chess Phenomenon Paul Morphy
Paul Charles Morphy – compared with famous contemporaries like Adolf Anderssen or Howard Staunton – belongs to the ʻenigmaticʼ personalities of chess history. Such a fate remains mostly reserved to those great players whose biography states, sooner or later: showed psychological abnormalities, isolated himself, became moody, a weirdo, a loner ...   In short – he was one of those who nourish and thus keep alive the folklore maintaining thereʼs a fine line between genius and insanity. However, itʼs not the aim of this book to illuminate the more or less obscure areas of Morphyʼs life, as itʼs not a psychological study, but a chess book. Thus, instead of a research of the soul, a search is to be conducted, a search for a reliable answer to the question as to what sort of chess player Morphy was. The author is a chess historian whose main interest has always been this American ʻsuperstarʼ of the 19th century – rightly regarded as one of the ʻuncrowned world championsʼ. He has selected and annotated 100 of Morphyʼs most instructive games and traced his lifeʼs journey in detail – from the discovery of the child prodigy to his early death.  The result is a very vivid insight into a highly interesting part of chess history, which has certainly not deserved to fall into oblivion.   148 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag

19,80 €*
Kohlmeyer: Magnus Carlsen - kam, zog und siegte
Kohlmeyer: Magnus Carlsen - kam, zog und siegte Magnus Carlsen ist stärkster Schachspieler der Gegenwart. In überlegener Manier gewann der Norweger Ende 2013 das WM-Match gegen Viswanathan Anand und läutete damit eine neue Ära ein. Carlsens Spiel zeichnet sich durch Originalität und Gedankentiefe, große Dynamik und Präzision aus. Noch ehe der Großmeister mit 22 Jahren die Schachkrone eroberte, zählte ihn das US-Magazin „Time“ zu den hundert berühmtesten Menschen der Erde. Garri Kasparow schrieb: „Ich hatte Gelegenheit, Carlsen zu trainieren. Sein intuitiver Stil bewahrt das Geheimnisvolle des Schachs. Er ist ebenso charismatisch und unabhängig wie talentiert. Wenn er die Faszination für das Schach wiedererweckt, werden wir bald in der Carlsen-Epoche leben.“ Diese Worte sind nun Realität. Der bekannte Berliner Schachpublizist Dagobert Kohlmeyer beschreibt in diesem Buch Magnus Carlsens Weg vom Wunderkind bis zum Weltmeister. Dabei zeichnet er den kometenhaften Aufstieg eines jungen Schachspielers nach, der am Brett gnadenlos, aber im normalen Leben durchaus freundlich sein kann. Fünfzig ausgewählte Partiebeispiele belegen Carlsens meisterhaftes Können und sein einmaliges Schachverständnis. Sie sind chronologisch geordnet: von den Frühwerken bis zu allen WM-Begegnungen mit Anand sowie dem ersten Turnier nach dem Titelgewinn. Etliche Spiele hat der Figurenkünstler selbst erklärt, interessante Kommentare speziell für das Buch steuerte Großmeister Artur Jussupow bei.   Diesem Buch wurde eine große Ehrung zuteil. Denn das Werk wurde auf der Webseite die-besten-aller-zeiten.de in der Rubrik Bücher > Hobby & Freizeit > Schachbücher in die Liste der 35 besten Schachbücher aller Zeiten aufgenommen. Eine hohe Auszeichnung, neben den Büchern von Nimzowitsch „Mein System“ oder Tarrasch „Das Schachspiel“ genannt zu werden. Grundlagen für diese Liste sind Expertenempfehlungen, Verkaufszahlen und Lesermeinungen. „Diese Lehrbücher und Bestseller besitzen teilweise Kult-Charakter gehören nach Ansicht vieler Schachprofis einfach in das Regal jedes wirklich ambitionierten Turnier- bzw. Hobbyspielers“ – so ein Zitat, der Webseite entnommen. 240 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezensionen: „Magnus Carlsen … kam, zog und siegte“ ist der Titel eines druckfrischen Werkes, über dessen zu erwartenden Inhalt man beim ersten Kontakt nicht lange grübeln muss. Es widmet sich dem Aufstieg des neuen Weltmeisters bis hin zum Match um die Krone und sein erstes Auftreten als Champion. Der Autor Dagobert Kohlmeyer aus Berlin, einer der bekanntesten deutschen Schachjournalisten, hat die Karriere Carlsens chronologisch nachgezeichnet. Anhand von 50 Partien, die größtenteils vollständig abgebildet sind, und vielen sehr interessanten Textpassagen gelingt es ihm, Carlsen auf dem Brett und auch daneben sehr aufschlussreich vorzustellen. Die kurze Phase von dessen Kindesbeinen bis jetzt zu einem der jüngsten Weltmeister aller Zeiten lässt den Leser fühlen, dass das berühmte Zitat „veni, vidi, vici“, „ich kam, sah, siegte“, des römischen Feldherrn und Kaisers Gaius Julius Caesar sehr treffend und pointiert gesetzt ist. „Magnus Carlsen … kam, zog und siegte“ ist kein Werk, das schulen, Trainingsgrundlage sein oder sonst etwas in dieser Richtung sein will. Es will einfach unterhalten und dabei der Schachwelt ein Bild von Magnus Carlsen als Spieler und Mensch vermitteln. Damit ist das Buch etwas für jeden Schachfreund, unabhängig von dessen Spielstärke. Diese Aussage findet ihre Bestätigung auch in der Kommentierung der einzelnen Partien. Diese ist deskriptiv orientiert, sie setzt vor allem auf textliche Erläuterungen und reduziert die Abbildung von Varianten auf ein zurückhaltendes Maß. Nur das, was neben dem jeweils tatsächlichen Spielverlauf quasi einer „ersten Ordnung der Möglichkeiten eines Verlaufs“ zuzurechnen ist, wird dem Leser präsentiert. Leichte Unterschiede in der Kommentierung lassen sich im Vergleich der Partien untereinander feststellen. Diese begründen sich auch damit, dass unterschiedliche Kommentatoren zu Wort kommen. Nicht wenige Passagen stammen vom neuen Meister aus Norwegen selbst. Artur Jussupow hat mit eigenen Anmerkungen, die er speziell für das vorliegende Buch geschaffen hat, ebenso beigetragen wie Jerzy Konikowski und andere namhafte Spieler und Autoren. Der Leser erfährt viel vom Turniergeschehen allgemein, auch etliches über andere Spieler, deren Weg jenen von Magnus Carlsen gekreuzt haben. Auch aus dem privaten Bereich stammende Belange sind im Werk zu finden. Zahlreiche Fotos der Besten im Schach lockern dessen Inhalte weiter auf. „Magnus Carlsen … kam, zog und siegte“ ist im Verlag Joachim Beyer als Imprint des Schachverlags Ullrich erschienen. Die äußere Qualität der Bücher aus diesem Haus ist in der Schachwelt bestens bekannt. Sie bestätigt sich auch hier wieder neu. Der Käufer erhält ein in Hardcover gebundenes Werk mit einem 1a-Druck auf hochwertigem Papier. Das Werk wird er Hunderte von Malen in die Hand nehmen können, ohne dass es äußere Verschleißerscheinungen zeigen wird. Ein Lesebändchen ist der zusätzliche Service am Leser, der damit immer ohne ein separates Lesezeichen markieren kann, wo er zuletzt bei seinem Streifzug durch Magnus Carlsens Spiel und Leben aufgehört hat. Ein Partienverzeichnis und die obligatorische Bibliografie schließen das Werk ab. Fazit: „Magnus Carlsen … kam, zog und siegte“ ist ein gelungenes Werk im Sektor der Unterhaltungsliteratur zum Schachspiel. Es ist erfrischend, spannend und leicht verständlich geschrieben und breitet die ausgewählten Partien höchst unterhaltsam als bestes Schachkino vor dem Leser aus. Für mich ist das Werk unabhängig von dessen Spielstärke eine Kaufempfehlung für jeden Schachfreund, der Entspannung durch Unterhaltung im Schach sucht. Uwe Bekemann für Fernschachpost 3/2014   Rezensionen: Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft Ende letzten Jahres brachte der bayerische Joachim-Beyer-Verlag als einer der Ersten mit Dagobert Kohlmeyer „Magnus Carlsen…kam, zog und siegte“ (gebunden, 239 Seiten, Euro 24,80) ein Porträt des 23 Jahre jungen norwegischen Weltmeisters auf den Markt.  Der bekannte Berliner Schachjournalist beschreibt sachlich und dennoch einfühlsam den rasanten Aufstieg des Schachgenies vom Wunderkind zum Weltmeister. Dass dem Autor dies auf so großartige Weise gelingt, ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass er den neuen Weltmeister sehr häufig bei Schacholympiaden, Weltklasseturnieren und bei Bundesligakämpfen treffen konnte. So erlebte er hautnah den kometenhaften Aufstieg des jungen Norwegers. Kernstück des Werkes sind 50 ausgewählte, chronologisch geordnete Partien Magnus Carlsens, teilweise von ihm selbst kommentiert. Sie zeigen schon den Zehnjährigen in Aktion und enden nach dem Titelgewinn mit dem stärksten Turnier aller Zeiten, Zürich 2014. Alle Partien belegen Carlsens meisterhaftes Können und sein einmaliges Schachverständnis. Was sonst noch gefällt :■ Hervorragende Buchqualität mit Lesebändchen ■ Aufschlussreiche Partiekommentierung  ■ Übersichtliches Inhalts- und Partienverzeichnis ■ Abrundende Glossen der Großmeister Jussupow, Wasjukow, Gelfand und Schippow. Fazit: Das Porträt des derzeit besten Schachspielers der Gegenwart kann jedem interessierten Schachfreund  zur Information und Inspiration nur empfohlen werden. Heinz Däubler für "Der neue Tag", Weiden

24,80 €*
Kohlmeyer: Bobby Fischer Genie zwischen Ruhm und Wahn
Er hatte einen höheren Intelligenzquotienten als Albert Einstein und war die schillerndste Figur des Schachs. Kein Weltmeister beeinflusste das Spiel so wie Bobby Fischer. Gleichwohl war der Amerikaner auch umstritten wie kein anderer Schachspieler. Der Berliner Schachpublizist Dagobert Kohlmeyer beschreibt in diesem Buch die Glanzleistungen und verschiedenen Facetten des Genies. Er zeigt das Profil eines Menschen, der auf seinem Spezialgebiet Außergewöhnliches leistete und die größten Triumphe feierte, aber im normalen Leben nicht zurechtfand. In der Schacharena wurde Bobby Fischer bewundert, für sein eigensinniges Verhalten erntete er Kopfschütteln.Nach dem WM-Sieg 1972 tauchte Fischer unter, hatte Psychosen und schockierte die Welt mit bizarren politischen Äußerungen. Zeit seines Lebens war er auf der Flucht vor der Wirklichkeit. Eine Heimat hatte der Ruhelose nicht. Das bestätigten dem Autor viele Persönlichkeiten, die Fischers Weg kreuzten. Sein Zuhause war allein das Schach. Bobby Fischers wahres Testament sind seine genialen Partien. 190 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension: Nicht nur Schachspieler halten Bobby Fischer (1943-2008) für die fähigste und zugleich kontroverseste Figur der jüngsten Schachgeschichte. Er gehört für immer zu den größten Stars des Sports wie Muhammad Ali, Björn Borg oder Mark Spitz. Genie und Wahnsinn zeichnen ihn aus und wie kaum ein anderer polarisiert er über seinen Tod hinaus bis heute die öffentliche Meinung. Der Autor legt eine fesselnd geschriebene Biografie vor, die die wichtigsten Stationen des Weltmeisters von 1972 von vielen Seiten beleuchtet. Ergänzt durch Erinnerungen einiger Zeitgenossen Fischers, z.B. von Boris Spasski. Der Autor webt hier wichtige Partien Fischers in seinen Ausführungen mit ein, die insbesondere aktiven Spielern einen Einblick in Fischers Virtuosität gewähren. Carl Münzel , im Juni 2013   Rezension: Dagobert Kohlmeyer  ist der bekannteste Schachjournalist im deutschsprachigen Raum und einer der fleißigsten.  Jetzt hat er ein Buch über Bobby Fischer vorgelegt.  Um es gleich vorweg zu sagen: Es ist ein großartiges Buch:  facettenreich, spannend, teils tiefschürfend – teils locker erzählend, fehlerkorrigierend, klischeeabbauend und im unnachahmlichen Stil des Autors  so geschrieben, dass das Lesen zum Genuss wird. Mit diesem Buch wird das Leben des vielleicht größten, sicherlich aber faszinierendsten Schachspielers aller Zeiten durchmessen. Fischer war eine schillernde  Figur mit großartigen Licht- aber auch gravierenden Schattenseiten.  Beides, das Positive und das Negative seiner Persönlichkeit, wird im Buch herausgearbeitet. Fischer war einerseits auf geniale Weise extrem im Schach und andererseits auf erschreckende Weise extrem außerhalb des Schachs. Experten haben ihn als schizoid bezeichnet, ausgestattet  mit übergroßer Ich-Bezogenheit und ausgeprägtem Verfolgungswahn. Manche seiner Meinungen konnte man nicht nur nicht teilen, sondern musste sie verabscheuen. So leugnete er etwa den Holocaust und applaudierte den Terroristen des 11. September. Mit dieser ihm eigenen Mischung aus Fähigkeit und Exzentrizität schaffte es Fischer, Schach immer zu etwas Besonderem zu machen, er musste sich nur ans Brett  setzen. Seiner Aura konnten sich auch jene nicht entziehen, die einen etwas entfernteren Bezug zum Spiel hatten. Das Buch geht auch der Frage nach, warum das so war. Für mich war es Fischers 1972er Wettkampf gegen Spasski in Reykjavik, der die Grundlage für mein bis heute anhaltendes Interesse für das Schach in zahlreichen seiner Facetten  legte, von Kunst und Wissenschaft bis Sport, Spiel und Spannung . Weltweit nahmen viele Menschen, und nicht nur Schachfans, an diesem Ereignis Anteil. Ein solches Echo fand dieser Zweikampf, dass die Berichterstattung über die Geschehnisse  auf einer  kleinen europäischen Insel in der New York Times zeitweise die Meldungen über den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf auf Seite 2 verwies. Es war die Goldene Ära des Schachs. Es war das, was Bobby Fischer mitnahm, als er ging. Vorausgegangen war die aus heutiger Sicht nur als monumentaler Fehler zu bezeichnende Entscheidung der FIDE, Fischer 1975 den Weltmeistertitel abzuerkennen. Natürlich war die Entscheidung formal korrekt, bewirkte aber, dass die Schachwelt auf Jahrzehnte dem ausgefallenen Match zwischen Fischer und Karpow nachtrauerte. Ein Match, das laut Anatoli Karpow nicht normal hätte enden können  „Entweder sie schleppen mich ins Krankenhaus oder ihn ins Irrenhaus.“ Das ist sicher übertrieben, zeigt aber doch, welch epische Titanenschlacht auch er erwartete. Viele Weggefährten Bobby Fischers und andere, am Schachgeschehen Beteiligte kommen im Buch zu Wort und liefern  auch bisher noch unbekannte Details, interessante Einschätzungen, unterhaltsame Episoden aus dem Leben Fischers  im und außerhalb des Schachs. Das Buch profitiert hier enorm  davon, ja es gibt ihm ein Alleinstellungsmerkmal, dass sein Autor mit den meisten herausragenden Persönlichkeiten des Schachs der letzten Jahrzehnte bekannt ist oder war, mit vielen  sogar befreundet.  So hat er auf dem kurzen Dienstweg  oft leichten, jedenfalls aber überhaupt Zugang zu Personen, die über Bobby Fischer Lesenswertes beizutragen vermögen. Zudem scheut  sich D. Kohlmeyer  bei Interviews  nicht, fernab ausgetretener Pfade, unkonventionelle Fragen zu stellen. All  das macht das Buch zu einem echten Kohlmeyer. Die Persönlichkeit des Autors schimmert an vielen Stellen erfreulich durch, da auch einige seiner Erlebnisse zur Sprache kommen. Nach dieser Einschätzung, hier noch ein paar Fakten zum Buch im Kurzdurchlauf: Es enthält 48 Kapitel auf 190 Seiten, 51 Abbildungen in Schwarz/Weiß, 8 vollständige Partieanalysen von Fischers Partien gegen Byrne, Tal, Benkö. Petrosjan und Spasski, teils mit den immer lehrreichen Anmerkungen von Artur Jussupow. Ferner gibt es ausführliche Interviews mit Fischer Biograph Frank Brady, dem kürzlich verstorbenen Fischer-Freund und Schachschiedsrichter des Jahrhunderts Lothar Schmid, dem Matchdirektor  beim Fischer-Comeback Janos Kubat, Ex-FIDE-Präsident Fridrik Olafsson, sowie  weitere  Gespräche mit zahlreichen Zeitzeugen wie Jewgeni Wasjukow, Vlastimil Hort, Juri Awerbach, Anatoli Karpov  nebst einschlägiger  O-Töne von Viswanathan Anand, Peter Leko, Boris Spasski u.a. Obwohl ich bereits viel über Fischer gelesen habe, konnte ich dennoch manches hinzulernen und fand insbesondere die Darstellung von Fischers Jahren im Untergrund, die Informationen über seine Mutter und Herbert Bastians  erstaunliche Funde über Fischers berühmten und bisher als Patzer in die Schachgeschichte eingegangenen Läuferzug gegen Spasski faszinierend, um nur einmal drei Aspekte zu benennen. Letztlich gilt gerade auch bei Bobby Fischer der Satz des Autors in seinen Danksagungen am Ende des Buches: „Selbst wenn man sich viele Jahre mit Bobby Fischer beschäftigt hat, überrascht er einen immer wieder aufs Neue. Ganz ergründen wird man das Wirken des 11. Weltmeisters der Schachgeschichte wohl nie.“ Diese Sätze münden in die letzten Worte des Autors im Buch: „Bobby, see you later.“ Sie sind berührend und sagen viel auf einmal. Professor Christian Hesse, Im Mai 2013

19,80 €*
Daniel: Alexander Aljechin - Biografie des 4. Schachweltmeisters
Wolfgang Daniel: Alexander Aljechin - Biografie des 4. Schachweltmeisters Alexander Aljechin (1892–1946), der 4. Schachweltmeister, hat ein Leben voller Höhen und Tiefen durchlebt. Geboren als wohlhabender russischer Aristokrat, verlor er durch die Oktoberrevolution Hab und Gut und suchte – von brennendem Ehrgeiz getrieben – sein Heil auf den 64 Feldern des Schachbretts, wo er schon früh eine außergewöhnliche Begabung zeigte. Seine Genialität entlud sich in zahllosen brillanten Partien und glanzvollen – aber positionell untermauerten – Kombinationen, bis heute zählt er zu den überragenden Angriffsspielern der Schachgeschichte. Aber auch durch seine Kommentierungskunst hat er nachhaltige Zeichen gesetzt, seine Partiesammlungen und Turnierbücher bieten eine zu seiner Zeit erstaunliche Fülle an Analysen, die selbst heutige Leser noch zu faszinieren vermögen. Seinem schachlichen Genie stehen die menschlichen Schwächen gegenüber, er galt als egozentrisch und jähzornig, entwickelte eine verhängnisvolle Neigung zu Alkohol und Nikotin, und er kollaborierte mit den Nazis. Von der Schachwelt geächtet, starb er krank, verarmt und einsam in einem portugiesischen Seebad. Der Autor skizziert in diesem Buch die Vita dieser widersprüchlichen und schillernden Persönlichkeit, deren schachliche Leistungen die Zeiten zweifellos überdauern werden. 1. Auflage 2012, 128 Seiten, gebunden

24,80 €*
Koblenz: Schach lebenslänglich - Erinnerungen eines Erfolgstrainers
Alexander Koblenz stellt in seinem Buch eine Reihe selbstloser Romantiker, ja glühender Fanatiker vor, die trotz der verächtlich herablassenden Haltung ihrer Umgebung, trotz der zermürbenden Kämpfe am Schachbrett und der im Alter drohenden Armut ihrem geliebten Beruf in einem jahrzehntelangen schweren Lebenskampf unverbrüchlich die Treue hielten. Zu diesen Bekennern gehört auch der Autor des vorliegenden Buches. Als junger Mann verzichtete er auf eine ehrenvolle, gesicherte Laufbahn und wandte sich, von der Verständnislosigkeit seiner Umgebung begleitet, einer ungewissen Zukunft entgegen. Auf dem dornigen Lebensweg eines Berufsschachmeisters erfuhr er alle damit verbundene Unbill, zweifelte aber keinen Augenblick an der Richtigkeit seiner Wahl. Vielseitig begabt und kämpferisch von Natur, hat Alexander Koblenz auch als Schachjournalist und Schachtrainer Hervorragendes geleistet. Er war es, der Michail Tal auf dem Weg von der Schulbank zur Weltmeisterschaft als Ratgeber begleitete. Gerade in seiner Eigenschaft als Pädagoge bewährte er sich ganz besonders – dank seiner Herzensgüte, seiner ständigen Hilfsbereitschaft und der seltenen Fähigkeit, ganz im Schüler aufzugehen. 244 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Uwe Bekemann im März 2015   Mit dem Namen Alexander Koblenz verbindet man als erfahrener Schachanhänger drei Dinge: 1.Starker sowjetischer Großmeister. 2.Autor mehrerer ausgezeichneter Schachbücher. 3.Langjähriger Trainer von Michail Tal. In seinem Buch „Schach lebenslänglich“ kommt alles von dem zusammen. Das Werk ist jüngst in seiner 3. Auflage als Imprint des Schachverlags Ullrich im Joachim Beyer Verlag erschienen. Es trägt den Untertitel „Erinnerungen eines Erfolgstrainers“. In seinen Vorauflagen habe ich das Buch nicht gekannt. Für mich waren seine Inhalte somit Neuland, soweit ich im Laufe der Jahrzehnte nicht aus anderen Quellen etwas dazu erfahren habe. Es gehört zu jenen Werken, die ich im Zuge der Vorbereitung dieser Rezension komplett durchgearbeitet habe, wobei aber nicht wirklich von Arbeit zu sprechen ist. „Schach lebenslänglich“ ist ein Lesebuch zum Schach, bereichert um etliche herausragende Beispiele aus der Turnierpraxis (im Wesentlichen Partieauszüge, in denen etwas ganz Besonderes passiert ist). Das Buch ist so interessant und fesselnd geschrieben, dass ich gerne alles daraus erfahren wollte. Koblenz schildert zahlreiche Momente der Schachgeschichte, die er persönlich miterlebt hat. Kurioses, Witziges, Spannendes, Ärgerliches, Erstaunliches – alles findet seine Plätze im Werk. In den meisten Fällen war er Beteiligter oder Zeuge eines Vorgangs, sodass er dem Leser alles quasi aus erster Hand liefern kann. Meine Lieblingsepisode hat er allerdings nicht als Zeitzeuge begleitet, sondern „nur“ selbst erfahren, und zwar von Eduard Lasker. Sie betrifft dessen Namensvetter, Ex-Weltmeister Emanuel Lasker. Ich möchte sie kurz schildern: Während einer Atlantikreise forderte ein Fahrgast ihn (Anmerkung UB: Emanuel Lasker) zu einer Schachpartie auf. Lasker erzählte dem neuen Bekannten, auch er habe seinerzeit gern Schach gespielt. „Dann gebe ich Ihnen eine Dame vor“, sagte der Reisegefährte, der das Interesse des Neulings wecken wollte. Lasker willigte ein und verlor zwei Partien nacheinander. „Das Spiel ohne Dame“, sagte er darauf zu seinem Partner, „scheint gewisse Vorteile zu bieten, vielleicht deshalb, weil der König in der Ausgangsstellung nicht durch die Dame in seiner Bewegungsfreiheit behindert wird. Gestatten Sie, dass jetzt ich ohne Dame spiele!“ „Das ist ja lächerlich!“ antwortete der Passagier. „Ich habe Sie zweimal ohne Dame besiegt, und jetzt wollen Sie mir vorgeben! Das ist absurd!“ Lasker blieb jedoch bei seinem Vorschlag. Schließlich willigte der Partner ein, verlor einige Partien. Diese Zeilen und deren Fortsetzung finden sich im Übergang der Seiten 198, 199. Den klaren Schwerpunkt im Werk bilden die Erzählungen, die das Verhältnis und die Zusammenarbeit Alexander Koblenz / Michail Tal betreffen. Koblenz hat den auch in Deutschland sehr beliebten Ex-Weltmeister von jungen Jahren an betreut und ihm große Dienste geleistet, um Weltmeister zu werden sowie zahlreiche andere große Erfolge zu erzielen. Ein wenig erinnert die Beziehung zwischen beiden an ein Vater-Sohn-Verhältnis, Tal tituliert seinen Trainer respektvoll als „Maestro“. Als Leser spürt man, dass Koblenz emotional gebunden ist, wenn seine Erzählungen Michail Tal betreffen. Es ist wie eine schützende Hand, die er über seinen Schützling hält, selbst beim Schreiben von „Schach lebenslänglich“. Emanuel Lasker, Eduard Lasker, Alexander Aljechin, Efim Bogoljubow, Leonid Bronstein, Juri Awerbach, Michail Botwinnik, Bobby Fischer, Paul Keres, Max Euwe – dies ist nur eine Auswahl der großen Namen der Schachgeschichte, zu denen der Leser viel erfährt, oft auch sehr Menschliches. Die erwähnten Beispiele aus der Turnierpraxis betten sich durchgehend in den Text ein. So entsteht ein symbiotisches, ein inhaltlich sehr harmonisch gestaltetes Werk. Und wenn Sie eine Vermutung haben sollten, wie die Beispiele aus der Praxis Michail Tals überwiegend aussehen: Ja, diese trifft zu! Spektakuläre Opferwendungen und Bewunderung auslösende Kombinationen, das Salz in der Suppe der besonderen Partien und eine Spezialität des Ex-Weltmeisters, in „Schach lebenslänglich“ finden sie eine neue Präsentationsplattform. Fazit: „Schach lebenslänglich“ ist ein Werk, das gleichermaßen unterhält wie informiert. Es widmet sich in erster Linie Personen und Episoden der Schachgeschichte, mit einem besonderen Schwerpunkt zu Michail Tal. Die Gegenstände der Beschreibungen stammen zumeist aus dem persönlichen Erleben des Autors. Auf den Punkt gebracht ist das Werk ein Schach-Lesebuch, in dem sich Beispiele aus der Spielpraxis in die Unterhaltung eingliedern. Ich empfehle dieses Buch demjenigen zum Kauf, der Plaudereien mit historischem Hintergrund mag.

19,80 €*
Geilmann: Der indische Meister Malik Mir Sultan Khan
1929 betritt Malik Mir Sultan Khan die Weltbühne und erspielt sich bemerkenswerte Turniererfolge. Der junge Mann, der zu dem Gefolge eines indischen Diplomaten gehört, zählt vorübergehend zu den zehn besten Schachspielern der Welt. Die erstaunliche Karriere endet abrupt im Jahre 1933. Khan kehrt zusammen mit seinem Herrn nach Britisch-Indien zurück. Er verstirbt dort im Jahre 1966, ohne dass er noch einmal international in Erscheinung trat. Dieses Buch zeichnet den außergewöhnlichen Lebensweg dieses Schachmeisters, soweit es die schmale Quellenlage zulässt, nach.   Ulrich Geilmann (Aljechin – Leben und Sterben eines Schachgenies, Aljechins Ring – Operation Botwinnik) wurde 1963 in Essen geboren und wohnt am Niederrhein. Er ist diplomierter Stadtplaner und im öffentlichen Dienst tätig. Geilmann ist Hobbyschachspieler, Vizepräsident des Schachbundesliga e. V. und Mitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft. Er war Teamchef einer Schachbundesligamannschaft und berichtet mit einem launigen Erzählstil regelmäßig im Internet über seine Erlebnisse auf Schachturnieren und abseits der Bretter.224 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitsch im Juni 2018 Es gibt in diesem Buch ein Foto des Schachspielers Malik Mir Sultan Khan, das sich von allen anderen Fotos unterscheidet: Der Inder sitzt lächelnd vor einer Siegertrophäe. Auf den zahlreichen anderen Fotos sieht man ihn hochkonzentriert oder es sieht manchmal auch so aus, als ob er nie richtig dazugehört. Etwa auf einem Foto, das ihn mit Vera Menchik, Géza Maróczy und Alexander Aljechin zeigt, gegen den Sultan Khan mit den schwarzen Figuren spielt. Der Inder schaut etwas abwesend drein. Das Lächeln auf dem Siegerfoto mag dagegen dadurch ausgelöst worden sein, dass Sultan Khan zu diesem Zeitpunkt, August 1932, die Britischen Meisterschaft mit 8,5/11 Punkten in London gewonnen hatte, vielleicht auch, weil er wusste, dass er seinen Zenit erreicht hatte. Tatsächlich war der Inder aber bescheiden, zuvorkommend und spielte nur für den Diplomaten Nawab Malik Sir Umar Hayat Khan Tiwana, zu dessen Gefolge er als Diener gehörte und der ihn mit nach England brachte. Ulrich Geilmann hat nach zwei Büchern, in denen Aljechin im Mittelpunkt stand, ein drittes Buch über Malik Mir Sultan Khan geschrieben (Joachim Beyer Verlag, 224 Seiten, kartoniert, 19,80 Euro, auch in englischer Sprache). Er rückt den Meisterspieler damit wieder in das Licht der Schachöffentlichkeit, die zum größten Teil nichts über den Inder weiß, der vorübergehend aber zu den zehn besten Schachspielern der Welt zählte und die Szene in England mit seinen Erfolgen kräftig durcheinanderbrachte. Der Autor, unter anderem Vizepräsident der Schachbundesliga, greift, wie auch in seinen beiden Büchern zuvor, in „Der indische Meister Malik Mir Sultan Kahn, Leben und Wirken“ zu einem literarischen Trick. Er schlüpft in die Rolle eines Samuel Ian Bradshaw, der in der Ich-Form über eine Schiffsreise berichtet, auf der er Sultan Khan kennenlernt. Dieser befindet sich nach seinen Erfolgen in England auf der Rückreise in seine Heimat und damit sind die Grundlagen für die Geschichte gelegt. Geilmann grenzt die Geschichte zeitlich sehr eng ein und beginnt sie zu erzählen als sie im Grunde schon vorbei ist. In einer Anmerkung zum Auftakt des Buches weist der Autor den Leser auch darauf hin, dass die Handlung frei erfunden ist und es sich bei dem Buch um reine Unterhaltungsliteratur handelt, die sich zwar auf historische Fakten berufen kann, gleichzeitig aber fiktive Elemente enthält. Dieser Kniff macht es einfach, Figuren auftreten zu lassen, die gar nicht existieren und Gespräche wiederzugeben, die gar nicht stattgefunden haben. Der Verlauf der Story erleidet dadurch allerdings keinen Nachteil, ganz im Gegenteil. Es wird ein überaus sympathisches Bild von Sultan Khan gezeichnet, der, geboren 1905, in jungen Jahren zunächst die indische Schachvariante erlernte. Geilmann lässt dies die Hauptfigur geschickt selbst erklären, was durchaus authentisch wirkt. So kennt das indische Schach keinen Doppelschritt des Bauern von der Grundstellung aus. Ebenso kann der Bauer, wenn er die letzte Reihe erreicht hat, nicht beliebig umgewandelt werden, sondern immer nur in die Figur, die zu Partiebeginn auf dieser Linie stand. Sultan Khan musste sich also nicht nur auf das europäische Schach einstellen. Fremd waren ihm auch, so Geilmann in seiner Geschichte, die Notation, die Lehre der Eröffnungen und das Positionsspiel. Der Inder war vielmehr ein Meister des Endspiels, er spielte intuitiv und konnte eine für ihn verloren geglaubte Partie doch noch in einen Sieg wenden. In England explodierte Sultan Khan förmlich. Im Tabellenteil lässt sich nachlesen, wie der Inder ab 1928 an die Spitze rückte und erste Plätze bei der Britischen Meisterschaft in Ramsgate 1929, in Cambridge 1932, in Hastings 1933 und 1935 in Delhi erzielte. So schnell und intensiv der schachspielende Diener auf sich aufmerksam machte, so schnell war er nach der Rückkehr mit seinem Herrn nach Britisch-Indien auch schon wieder vergessen. International trat Sultan Khan nie mehr in Erscheinung, er verstarb 1966. Der Autor lässt den Leser mit der Geschichte nicht allein. Neben Partiefragmenten und Analysen gibt es eine umfangreiche Sammlung von über 180 Partien, die der Inder in der Zeit von 1928 bis 1935 gegen die führenden Schachspieler ausgetragen hat. Spielt man diese Partien nach, spürt man etwas von der Intuition Sultan Khans, der oft mit einem hoch aufgetürmten Turban am Schachbrett saß. Ulrich Geilmann bezieht am Ende auch Stellung. So habe der Weltschachverband 1950 offiziell 27 noch lebenden Weltklassespielern den Titel „Großmeister“ verliehen. „Khan hätte den Ehrentitel ebenfalls verdient“. Fazit: Ulrich Geilmann hat die dürre Quellenlage über Malik Mir Sultan Khan gekonnt ausgeschöpft und daraus eine Geschichte im Plauderton gezimmert, ohne geschwätzig zu wirken. Lobenswert ist die Partien-Sammlung, die einem den vergessenen Schachspieler näherbringen und zeigen, wie schnell sich Khan mit den Spieltechniken auf der europäischen Schachbühne zurechtfand und Erfolg hatte.

19,80 €*
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Sanakojew: Der 3. Versuch - Mein Weg zum Fernschach-Weltmeister
Der XII. Fernschach-Weltmeister schildert hier seinen Weg von den Anfängen bis zum Gipfel. In eindrücklichen Worten läßt er dabei den Leser an Leid wie Freud des Fernschach-Lebens teilhaben. Anhand von 59 ausführlich kommentierten Partien voller Brillanz und Gedankentiefe zelebriert der Autor "seine" höchst persönliche Fernschach- und bisweilen auch Lebensphilosophie. Garniert wird dieser einzigartige Einblick in jene ultimative Variante des Schachs mit unterhaltsam wie lehrreich zugleich verfaßten Leitsätzen zum "Spiel per Postkarte". Grigorij Sanakojew, Jahrgang 1935 und ansässig in Woronesh (Russland), war von Beruf Chemiker, doch der Umbruch in seinem Heimatland zwang auch ihn zu einer Neuorientierung. So war dann als Schachtrainer, Schachorganisator und als Schachpublizist tätig.240 Seiten, gebunden, Verlag Kania

9,95 €* 19,40 €* (48.71% gespart)
Dietze: Schachphänomen Paul Morphy
 Paul Charles Morphy gehört, verglichen mit berühmten Zeitgenossen wie Adolph Anderssen oder Howard Staunton, eher zu den ,rätselhaften’ Spielerpersönlichkeiten der Schachgeschichte. Ein solches Schicksal bleibt zumeist jenen Größen vorbehalten, in deren Lebenslauf es früher oder später heißt: zeigte psychische Auffälligkeiten; kapselte sich zusehends ab; wurde schwermütig, ein Sonderling, ein Einzelgänger …   Kurz – all jenen, die höchst unfreiwillig die Volksweisheit zu nähren und sie somit am Leben zu erhalten haben, gemäß derer Wahnsinn und Genie dicht beieinander liegen. Nun ist es nicht das Ziel dieses Buch, die mehr oder weniger obskuren Bereiche von Morphys Leben auszuleuchten, schließlich ist es keine psychologische Studie, sondern ein Schachbuch. Und in diesem soll keine Seelenforschung betrieben werden, sondern es soll einzig und allein um eine möglichst verlässliche Beantwortung der Frage gehen, was es denn nun mit dem Schachspieler Morphy tatsächlich auf sich hatte. Zu diesem Zweck hat der Autor – ein Schachhistoriker, dessen Interesse schon immer speziell jenem amerikanischen ,Superstar’ des 19. Jahrhunderts galt, der wohl mit Recht als einer der ,ungekrönten Weltmeister’ angesehen werden darf – nicht nur 100 von dessen aussagekräftigsten Partien zusammengetragen, sondern auch sehr detailliert dessen Lebensweg nachgezeichnet – und zwar von der Entdeckung des Wunderkindes bis hin zu seinem frühen Tod. Das Ergebnis ist ein überaus lebendiger Einblick in einen äußerst interessanten Abschnitt der Schachgeschichte, der es sicherlich nicht verdient hat, schlichtweg in Vergessenheit zu geraten.   148 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag    Rezension von Jörg Palitzsch im April 2018  Der 1837 in New Orleans geborene und mit nur 47 Jahren an einem Schlaganfall gestorbene Paul Charles Morphy gilt als einer der größten Schachspieler. Er spielte in der kurzen Zeit seines Wirkens Partien, die zu den schönsten zählen. Der Autor Otto Dietze hat mit „Schachphänomen Paul Morphy“ (Joachim Beyer Verlag, 148 Seiten, 19,80 Euro) ein stimmiges Bild über den Amerikaner geschrieben und einen Einblick in dessen Spielkunst gegeben. Im April 2017 feierte Dietze seinen 90. Geburtstag, er hat sich als Publizist und Übersetzer russischer und englischer Schachliteratur einen Namen gemacht. Im speziellen hat er sich mit Forschungen über Paul Morphy beschäftigt, was in dem Buch kenntnisreich zutage tritt. Zwar ist der Text in verkürzter Form bereits 1996 in der Rochade Europa erschienen, wurde aber für die erste Buchauflage von dem Schachbuchautor Lothar Nikolaiczuk überarbeitet und ergänzt. Herausgekommen ist eine Lebensbeschreibung Morphys, die sich nicht allein an den biografischen Daten abarbeitet. Dietze verknüpft Fakten des Amerikaners mit 100 kommentierten Parteien. Ohne Effekthascherei, der man bei Paul Morphy schnell erliegen könnte, ist es eine spannende Erzählung über einen ungewöhnlichen Schachspieler, der als der „ungekrönte Weltmeister“ gilt. Morphys internationale Schachkarriere währte kaum sechs Monate, als er ab Juni 1858 in England und Frankreich alles besiegte, was Rang und Namen hatte. Darunter Adolf Anderssen, der ebenfalls als „ungekrönter Weltmeister“ galt. Das Ergebnis des Wettkampfes in Paris war deutlich. Morphy gewann mit 7:2 bei zwei Remis. Zu einem Duell mit Howard Staunton, der zwischen 1843 und 1851 als stärkster Schachspieler der Welt galt, kam es unterdessen nicht. Der Engländer ging ihm geschickt aus dem Weg. So kehrte Paul Morphy im Mai 1859 nach New York zurück und ihm wurde einen triumphaler Empfang bereitet. Trotz allen Erfolges nahm er an keinen offiziellen Wettkämpfen mehr teil. Bis zu seinem frühen Tod wurde er schwermütig und litt an Verfolgungswahn. Fazit: Eine von Max Euwe kommentierte Partie Morphys gegen De Riviére, eine von Morphy kommentierte Partie zwischen McDonnell und Labourdonnais sowie 20 Aufgaben über Schlusskombinationen des weltmeisterlich spielenden Amerikaner runden den positiven Eindruck des Buches ab.   Rezension von Heinz Däubler im Juni 2017Paul Morphy – Ein SchachphänomenIm Vorgriff auf die 180. Wiederkehr des Geburtstags des „ungekrönten Weltmeisters“ Paul Charles Morphy ist 2016 im Joachim-Beyer-Verlag Otto Dietze „Schachphänomen Paul Morphy“ (broschürt, 148 Seiten, Euro 19,80) erschienen. Der Verlag kann sich glücklich schätzen, mit dem Schachhistoriker Otto Dietze – ehrenamtlicher Schachtrainer, der schon 20 Schachbücher aus dem Russischen und Englischen übersetzt hat – einen Experten gewinnen zu können, dessen Interesse schon immer dem amerikanischen Schach-Superstar des 19. Jahrhunderts galt und sich als Mitglied des Förderkreises für Schachgeschichtsforschung speziell mit Forschungen über PaulMorphy beschäftigt hat.Das vorliegende Büchlein ist umso wertvoller, als es nur eine bescheidene Anzahl von meist vergriffenen Büchern gibt, die sich mit Leben und Spiel des genialen Amerikaners beschäftigen. Anhand von 100 augewählten Partien, die der bekannte Schachbuchautor Lothar Nikolaiczuk unter Nutzung moderner Schachprogramme kritisch durchleuchtet hat, wird das schachliche Vermächtnis Morphys und sein Leben abgebildet. Zur Klarstellung sei vermerkt, dass es sich hierbei nicht um eine psychologische Studie, sondern in erster Linie um ein Schachbuch handelt.Als Quintessenz der angebotenen Partien lassen sich einige Schlussfolgerungen ziehen, die für den Schachspieler von heute durchaus lehrreich sind. So kann festgestellt werden, dass die wunderbaren Kombinationen Morphys nicht aus dem Nichts kommen, sondern Ergebnis eines gediegenen Positionsverständnisses sind. Was dessen Klarheit anbelangt, war er seinen Zeitgenossen wohl 50 Jahre voraus. Dabei hat er Mittel angewendet, die auch heute zu beachten sind:- Rasche Figurenentwicklung- Eroberung des Zentrums- Einsatz von BauernhebelnFazit: Ein bemerkenswertes Buch über Leben und schachliches Wirken des besten Spielers des 19. Jahrhunderts und unbedingt lesenswert.  Rezension von Uwe Bekemann im Mai 2016 Mit „Schachphänomen Paul Morphy“ hat der Joachim Beyer Verlag als Imprint des Schachverlags Ullrich eine Neuerscheinung mit Alleinstellungspotenzial herausgebracht. Sein Autor ist der Schachhistoriker Otto Dietze, den schachlichen Teil hat der bekannte Autor Lothar Nikolaizcuk überarbeitet – überarbeitet deshalb, weil das Werk auf Material beruht, das die Zeitschrift Rochade bereits im Jahr 1996 veröffentlicht hat. Das Werk ist eine lebendige und unterhaltsame Hommage an Paul Morphy, der vor rund 150 Jahren als weltbester Schachspieler angesehen wurde. Es bildet eine Einheit aus 100 Partien des Meisters, von denen sehr viele kommentiert sind, persönlichen und schachhistorischen Daten, narrativen Elementen und etwas Fotomaterial. Überwiegend sind die Partien mit Textkommentaren versehen, teilweise auch im Informator-Stil, also um Schachsymbole ergänzt, kommentiert worden. Abgerundet wird der Inhalt um 20 an den Leser gerichtete Aufgabenstellungen, die er im „Morphy-Stil“ absolvieren soll. Auch dieses Element erfüllt in meinen Augen einen Auftrag zur Unterhaltung, ein Schulungsanspruch ist damit nicht verbunden. Morphy, der schon in sehr jungen Jahren sein meisterliches Spiel zeigte und dem ein nur kurzes Leben von rund 47 Jahren beschieden war, zeigt sich im Porträt des Werkes als außergewöhnlicher Spieler, der in Sachen des positionellen Verständnisses den Kontrahenten seiner Zeit voraus war, und als angenehmer sowie ehrenhafter Mensch. Seine Sehnsucht nach einem Match gegen Howard Staunton, das ihm die Chance gegeben hätte, in den Augen der Öffentlichkeit als – allerdings inoffizieller, weil es den Titel noch nicht gab – Weltmeister angesehen zu werden, blieb unerfüllt. Auch andere Größen der damaligen Zeit, darunter auch Staunton und Anderssen, werden im Werk charakterlich beschrieben. Staunton kommt dabei nicht allzu gut weg, Anderssen dagegen umso besser. Staunton hat sich wohl auf ein intrigierendes Taktieren verlegt, um einem Wettkampf gegen Morphy auszuweichen, den er offenbar als überlegen fürchtete. Auch „Schachphänomen Paul Morphy“ kann nicht klären, warum Morphy sich nach einer Rückkehr nach einem von Schach geprägten Aufenthalt in Europa und schließlich vollständig vom Schachspiel abgewendet hat, will es aber auch nicht. Vielleicht gab es auch einen Zusammenhang mit der Enttäuschung über Stauntons Verweigerungshaltung, aber dies ist Spekulation. Nur am Rande und damit auf eine sehr verantwortungsvolle Weise erwähnt Dietze, dass Morphy gegen Ende seines Lebens mit geistigen Problemen zu tun hatte. Aus heutiger Sicht sind viele der abgebildeten Partien mit großen Fehlern belastet. Dies mindert ihren Unterhaltungswert in keiner Weise, kann ihn teilweise sogar dadurch steigern. Die Fehler sind im Kontext der Zeit zu würdigen. Erst die nachfolgend eingetretene enorme Entwicklung der Schachtheorie macht es uns möglich, viele der damaligen „Patzer“ so zu abstrahieren, dass wir sie nach positionellen Regeln etc. bewerten können. „Schachphänomen Paul Morphy“ nimmt einen ungefährdeten Platz in der aktuellen Schachliteratur ein, der von keinem anderen Werk berührt wird. Wer, und dies besonders auf Deutsch, von Morphy mehr erfahren und wer von dessen Spiel bestens unterhalten werden möchte, macht mit dieser Neuerscheinung einen sehr guten Griff. Auf ein gleichartiges anderes Werk kann er nicht ausweichen. Fazit: „Schachphänomen Paul Morphy“ ist aus meiner Sicht eine schachhistorisch wertvolle Arbeit mit einem zudem hohen Unterhaltungswert.

19,80 €*
Tipp
Müller: Bobby Fischer 60 beste Partien (gebunden)
Es gibt wohl keinen anderen Spieler, der die Schachwelt in so vielen Bereichen und derart einschneidend verändert hat – wie Robert James Fischer, für den sich unter den Schachspielern der Welt der Name Bobby Fischer eingebürgert hat. Von seinen spektakulären Erfolgen sind besonders seine geradezu deklassierenden Siege gegen gleich drei sowjetische Großmeister Anfang der Siebziger hervorzuheben, eine Art Wachablösung im Kampf um den Weltmeistertitel, den die Sowjets seit mehr als zwei Jahrzehnten quasi abonniert hatten. Dies löste einen weltweiten Schach-Boom aus, obwohl es genauer heißen muss: Es löste einen Schach-Boom speziell in der westlichen Welt aus, denn in der Sowjetunion mit Millionen von Vereinsspielern war ein solcher Boom ja offenbar kaum noch erforderlich. Viele Spieler aller Klassen haben wegen der damaligen Ereignisse rund um Bobby Fischer überhaupt erst mit dem königlichen Spiel begonnen. Seine Partien sind legendär, und da sie natürlich schon in etlichen Werken ausgiebig analysiert und ausführlich kommentiert wurden, liegt die Frage nahe: Was soll ein weiteres Buch da überhaupt noch bringen? Der Hamburger Großmeister Karsten Müller hat die seiner Meinung nach 60 in- struktivsten Partien Bobby Fischers ausgewählt und diese einmal mit verschiedenen neueren Engines geprüft. Dabei sind ihm zwar zahlreiche Fehler in den alten Analysen aufgefallen, aber Bobbys Partien strahlen ungeachtet dessen immer noch im alten Glanz oder sogar noch heller. Denn selbst der strenge Blick von Spitzen-Programmen stößt nur selten auf Fehler, und entsprechend kann jeder Leser mehr denn je aus diesen Partien lernen, um seine eigene Spielstärke erfolgsorientiert zu verbessern. Nicht allein die zahlreichen im Buch gebotenen Fotos von fast allen Gegnern Fischers versetzen den Leser zurück in ‚alte Schachzeiten' sondern auch die in vielen Partien eingefügten Zitate. So erhalten selbst jüngere Spieler einen guten Eindruck davon, wie es in der Schachwelt zuging, als es beispielsweise noch Hängepartien gab und kein Spieler sich vor der Analyse drücken konnte, indem er diesen Job einfach an seinen Computer delegiert.232 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Christian Hoethe im September 2022 Den meisten Schachspielern ist Fischers Klassiker „Meine 60 denkwürdigen Partien“ natürlich ein Begriff. – Wozu braucht es also ein Buch, das auf den ersten flüchtigen Blick nur eine Wiederholung dessen darstellt? Als definitiver Fan von Fischers Spielweise muss ich gestehen, dass ich mich genau das fragte, als mir das Buch vorlag. Fasziniert war ich sogleich, als ich das Vorwort Karsten Müllers las und er dort dieselbe Frage stellte und sie direkt selbst beantwortete. Dabei hat sich der bekannte Hamburger Großmeister und Autor Dr. Karsten Müller nicht nur die Mühe gemacht, das gesamte Schaffen Fischers neu zu beleuchten und die seiner Meinung nach 60 instruktivsten Partien des ehemaligen Weltmeisters einer kritischen Analyse zu unterziehen. Dabei hat er, unterstützt von den modernsten Computer-Engines der Welt, bemerkenswerte Entdeckungen zutage gefördert und interessante Schlussfolgerungen gezogen, die er mit seinen Lesern und allen Fischer-Fans teilen möchte. Vielmehr bestand die erweitere Absicht des Autors auch darin, den Leser - frei nach Vidmar - in „goldene Schachzeiten“ zurückzuversetzen, in eine Zeit, in der Hängepartien üblich waren und sich kein Spieler mit einer Engine bewaffnet vor einer eigenständigen Analyse drücken konnte. All dies gelingt ihm anhand der zahlreichen im Buch enthaltenen Fotos überraschend gut, darunter nicht nur viele unbekannte Aufnahmen von Fischer selbst, sondern auch insbesondere von seinen durchweg namhaften Gegner. Ich muss gestehen, dass mir diese Art der schachhistorischen Nostalgie und persönlichen Note überaus gefallen hat. Dieser Eindruck verstärkte sich zusätzlich beim Lesen des Geleitwortes von Großmeister Dr. Robert Hübner, das sich einerseits kurz mit dem „Mythos Fischer“, aber auch mit der Partienauswahl und -kommentierung durch Karsten Müller befasst. Die Entscheidung Karsten Müllers für ein „reines Schachbuch“ über Fischer wird dabei zu Recht als Kompliment Hübners an den Autor ausgedrückt. Wer sich nun die Frage stellt, wie groß die Anzahl der Partien-Überschneidungen zu Fischers „Meine 60 denkwürdigen Partien“ ist, kann sich entspannt zurücklehnen, denn es gibt nur 16 derartige Fälle. Die übrigen 44 Partien hielt Karsten Müller aus anderen Gründen für instruktiver, zumal Fischers Werk auch im Jahr 1967 endet und Müller somit aus einem anderen Fundus auszuwählen vermochte. Die Partiekommentare bleiben in der überwiegenden Zahl der Fälle angenehm auf das Wesentliche reduziert, so dass der rote Faden des Spielgeschehens nie verlorengeht und der Leser sich hervorragend von Müller durch die Partien geleitet fühlt. Das Buch aus dem renommierten Joachim Beyer Verlag macht dank seiner Übersichtlichkeit und dem Hardcover einen sehr hochwertigen Eindruck. Wer sich einzelne oder gar alle Partien „to go“, sprich unterwegs, ansehen möchte, vermag dies anhand der QR-Codes, die sich über jeder Partie befinden. Etwas schade und damit der einzige Kritikpunkt von mir ist, dass sich aufgrund des Druckbildes vereinzelt leere Seiten im Buch finden. Hier wären ggf. Kurzbiographien ausgewählter Fischer-Gegner möglich gewesen. Vielleicht ist das eine Anregung für die Zweitauflage? Insgesamt ein ebenso gutes wie überraschendes Buch zu Fischer, das mit einer leichten und angenehmen nostalgischen Note daherkommt!   Rezension von Jörg Palitzsch im August 2022 Bobby Fischer war und ist eine Projektionsfläche und regt immer noch dazu an, sich mit ihm zu beschäftigen. 2014 kam der Film „Baueropfer – Spiel der Könige“ in die Kinos, Thema war der Kampf um die Weltmeisterschaft 1972 in Reykjavik, und im Knesebek-Verlag erschien jüngst eine Graphic Novel unter dem Titel „Bobby Fischer, Eine Schachlegende zwischen Genie und Wahnsinn“. Auch in zahlreichen Büchern steht Fischer im Mittelpunkt, er selbst hat unter anderem Lehrbücher veröffentlicht und das Werk „Meine 60 denkwürdigen Partien“ von 1957 bis 1967, noch vor seinem Sturm auf die WM-Krone. Mit seinem Buch „Bobby Fischer, 60 beste Partien“ (Joachim Beyer Verlag, gebundene Ausgabe, 232 Seiten, Lesebändchen, zahlreiche Fotos) hat Schachgroßmeister und Autor Karsten Müller nun ein weiteres Werk dem Fischer-Universum hinzugefügt. Er hat 60 der instruktivsten Partien Fischers ausgewählt und mit verschiedenen neueren Engines geprüft, heißt es im Vorwort. Dabei seien zwar Fehler in alten Analysen aufgefallen, aber Fischers Partien würden ungeachtet dessen immer noch im alten Glanz oder noch heller strahlen. Denn selbst der strenge Blick von Spitzen-Programmen sei nur selten auf Fehler gestoßen, dementsprechend könne jeder Leser aus diesen Partien lernen, um seine eigene Spielstärke zu verbessern. Hilfreich sind QR-Codes, mit denen man jede der Partien, die von 1963 bis 1992 reichen, auf das Handy holen und nachspielen kann. Sieben der Partien sind aus dem Jahre 1972 gegen Boris Spasski in Reykjavik und sechs gegen Spasski von 1992 in Sveti Stefan/Belgrad. Im Geleitwort betont Schachgroßmeister Robert Hübner, Müllers Arbeit sei vorzüglich dazu geeignet, einen ersten Zugang zu Fischers Meisterschaften zu gewinnen. Die Kommentare sind kurz und knapp gehalten, die wichtigsten Angaben der Rechner mitgeteilt und man wird nicht durch eine Unmenge von Varianten abgelenkt. Gleichwohl gibt es an einigen Stellen eine vertiefte Analyse, mit denen man die Gedankengänge hinter der Zügen nachverfolgen kann. Ein zusätzliches Plus sind die im Buch verteilten, rund 50 zum Teil ganzseitigen Fotos von Fischers Gegnern. Dazu kommen Zitate, die Fischers Spiel kommentieren. Dies lässt eine große Schachepoche mehr als erahnen, im Zusammenspiel mit den Partien kann man sich in eine Schachwelt vertiefen, die mit ihren Protagonisten und Bobby Fischer an der Spitze bis heute von ihrer Faszination nichts eingebüßt hat.    

38,00 €*
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Kohlmeyer: Weltmeister lehren Schach
Kohlmeyer, Weltmeister lehren Schach   Weltmeister haben einen reichhaltigen Erfahrungsschatz. Sie beherrschen nicht nur die Theorie, sondern auch auf dem Gebiet der Psychologie können sie jedem Schachfreund eine Menge beibringen. Das fand in der Literatur bisher wenig Aufmerksamkeit.Schachweltmeister berichten in diesem Buch, wie sie sich auf Turniere vorbereiten, was sie während eines Wettkampfes erleben und wie sich ihr Tagesablauf gestaltet. Viele der zahlreichen Glanzpartien werden von den Champions selbst kommentiert.Die Beiträge von Steinitz, Lasker, Capablanca, Aljechin, Euwe, Botwinnik, Smyslow, Tal, Petrosjan, Spasski, Fischer, Karpow, Kasparow, Kramnik, Anand, Khalifman, Ponomarjow, Kasimdschanow und Topalow bieten Schachfreunden jeder Spielstärke viel Erfahrung, Erkenntnisgewinn und praktische Hinweise.   Mit beigelegter CD-ROM und vielen Partien von Steinitz bis Ponomarjow im CBH- CBF- und PGN-Format.   304 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag    

13,95 €* 29,80 €* (53.19% gespart)
Alburt: Three Days with Bobby Fischer & other chess essays
"How to Meet Champions and Choose Your Openings" is a chess book you can sit back comfortably in your armchair and just read. Or, when you feel like getting the pieces out of the box and learning from some great games, tactics and strategies-that's all here as well.Nearly everyone with an interest in chess shares the same two questions:What were the great champions like?How can I choose opening moves that give me a good game?Lev Alburt teams up with Chess Journalist Al Lawrence to answer these questions-and to tell the intriguing, inspiring and sometimes downright bizarre behind-the-scenes stories of the chess greats and near-greats, and how, above all else, they were men of their times.   288 Seiten, kartoniert, Verlag Chess Info & Research

28,50 €*
Benjamin: American Grandmaster
Benjamin: American Grandmaster   Joel Benjamin is one of the most prominent faces in the history of US chess. At thirteen years of age he broke Bobby Fischers record as the youngest ever national master, and this was followed by countless tournament successes. Perhaps most famously, in 1997 he hit the headlines when he became the chess consultant for IBMs Deep Blue computer, which made history by beating World Champion Garry Kasparov in an epic encounter.   In American Grandmaster, Benjamin takes the reader on a journey through chess adventures spanning more than thirty years. Tracing through his own career, from being a prodigy in the Fischer boom era thorough to an experienced Grandmaster with many titles, Benjamin is in a unique position to highlight the major changes that have occurred both in US and international chess throughout the last four decades.   This book includes: Instructive annotations of his favourite games   Anecdotes and reflections from thirty years of US and worldwide chess events   New perspectives on the legendary Kasparov-Deep Blue match   Insights into how Grandmasters earn their living   A deep look into the current major issues of chess 268 Seiten, kartoniert, Verlag Everyman

21,95 €*
Benson: Bobby Fischer
Benson: Bobby Fischer   Harry Benson’s rare, exclusive photos of the elusive and controversial chess genius Bobby Fischer taken during the historic World Chess Championship match in Iceland in 1972 are collected here for the first time, in Bobby Fischer. Benson met Fischer in Argentina, during the qualifiers for the match, and followed him through his training and conditioning in New York, during the many weeks of the match, and was there in the winning moment to document Fischer’s historic victory. Fischer was a known recluse, and Benson was one of the very few people he would talk to throughout these defining moments in his life.The match, known at the time as the “Match of the Century,” is now generally considered a battle in the Cold War between the U.S. and the U.S.S.R. Benson’s intimate access to Fischer was not the easiest of tasks to accomplish. Worried about spies and saboteurs, lacking substantial support from the U.S., and seeking deep mental focus, Fischer prized solitude. In fact, Fischer barred the door even when his mother arrived from America. The intimacy of these photographs is testament to Benson’s photojournalistic prowess. Filled with idiosyncrasies and a complete loner, Fischer is still revered by chess fans around the world and is considered the greatest chess player of all time. Benson’s photos of Fischer give insight into the private world of the man Benson calls “the most complicated and most fascinating person I have ever photographed.” Bobby Fischer is an in-depth look at the champion unlike any the world has ever seen.Scottish born photojournalist Harry Benson was the most published photographer in LIFE magazine before it closed and continues to photograph for many major magazines. In 2009, Queen Elizabeth named Benson a Commander of the Order of the British Empire (CBE). Benson has had 40 one-man exhibitions of his work in the U.S. and Europe and is the author of 14 books. Benson lives in New York and Florida with his wife, Gigi, who works with him on his exhibitions and books. Their two daughters live and work in Los Angeles.   100: Full-color and black-and-white photographs   144 Seiten, gebunden, Verlag Powerhouse

39,95 €*
Donaldson: Bobby Fischer and HIS WORLD
IM Donaldson examines Fischer’s life and career from his days as a child prodigy through the height of his World Championship triumph and into his tumultuous final years. Donaldson’s meticulous research has uncovered previously lost games and a wealth of unknown material about Fischer - ranging from his close friendships with players and supporters to his acrimonious relationships with organizers, journalists, lawyers, and publishers. Bobby Fischer and His World is brought to life through a potpourri of first-hand accounts, interviews, letters, and articles by and about the colorful characters that inhabited Fischer’s world. Unifying this wide-ranging tale are over 100 photos and illustrations and 99 newly annotated games. This is the story of Fischer the man and the player, shedding new light on the riddle of the most famous chessplayer in history. 644 Seiten, kartoniert, Verlag Siles Press

29,95 €*
Donaldson & Minev: The Life & Games of Akiva Rubinstein Volume 2
Akiva Rubinstein occupies a unique position in chess history. One of the greatest artists ever to sit down at a chessboard, Rubinstein was also the strongest player never to get an opportunity to play for the title of World Champion.This greatly enlarged second edition chronicles the second half (1921-1961) of the Polish grandmaster?s life. Dozens of archival photographs, photographs and approximately 40% more material finish off this splendid work, completing the journey begun in volume 1. 440 Seiten, kartoniert, Verlag Russel Enterprises

30,95 €*
Engqvist: Réti - move by move
Richard Réti is one of the most fascinating characters in the history of chess. Réti developed theories that were regarded as little less than revolutionary in his era. He asserted that, contrary to classical principles, the centre need not be occupied by pawns. This must have seemed like heresy to the classically-minded grandmasters of his day. This new approach was dubbed “Hypermodern” and led to the development of the Réti Opening (1 Nf3). Réti’s theories have been proved sound and have stood the test of time. Réti scored many fine wins against the great players of his day. Move by Move provides an ideal platform to study chess. By continually challenging the reader to answer probing questions throughout the book, the Move by Move format greatly encourages the learning and practising of vital skills just as much as the traditional assimilation of knowledge. Carefully selected questions and answers are designed to keep you actively involved and allow you to monitor your progress as you learn. This is an excellent way to improve your chess skills and knowledge. 496 Seiten, kartoniert, Verlag Everyman

24,95 €*
Engqvist: Stein - move by move
Engqvist: Stein - move by move   Leonid Stein was a three-time Soviet Chess Champion and one of the World’s strongest players during his career, which was tragically cut short at its peak by his premature death in 1973. Stein was a fierce competitor who defeated virtually all of his closest rivals and enjoyed excellent results even against World Champions. Stein possessed a unique creative attacking style, and his legacy includes a number of wonderful attacking games. In this book, International Master Thomas Engqvist invites readers to join him in a study of his favourite Stein games, and shows how we can all improve by learning from Stein’s masterpieces.   Move by Move provides an ideal platform to study chess. By continually challenging the reader to answer probing questions throughout the book, the Move by Move format greatly encourages the learning and practising of vital skills just as much as the traditional assimilation of knowledge. Carefully selected questions and answers are designed to keep you actively involved and allow you to monitor your progress as you learn. This is an excellent way to improve your chess skills and knowledge.   496 Seiten, kartoniert, Verlag Everyman

37,50 €*
Engqvist: Petrosian - move by move
Engqvist: Petrosian - move by move   Tigran Petrosian was a World Chess Champion and a true legend of the game. He was nicknamed "Iron Tigran" because of his incredible defensive skills that made him a formidable opponent who was virtually impossible to defeat. Petrosian was the master of restraint, prophylaxis and prevention. He could spot and defuse threats well before they were created, suck the life out an opponents position and then seize a vice-like grip on the game. In this book, International Master Thomas Engqvist selects and examines his favourite Petrosian games, and shows us how we can all learn and improve our chess by studying Petrosians masterpieces.   Move by Move provides an ideal platform to study chess. By continually challenging the reader to answer probing questions throughout the book, the Move by Move format greatly encourages the learning and practising of vital skills just as much as the traditional assimilation of knowledge. Carefully selected questions and answers are designed to keep you actively involved and allow you to monitor your progress as you learn. This is an excellent way to improve your chess skills and knowledge. Learn from the games of a World Champion   Important ideas absorbed by continued practice   Utilizes an ideal approach to chess study 391 Seiten, kartoniert, Verlag Everyman

26,50 €*
Dworetski: Für Freunde und Kollegen - Beruf Trainer
Dworetski: Für Freunde und Kollegen - Beruf Trainer Mark Dvoretski wurde 1947 in Moskau geboren. Er ist Internationaler Meister, Verdienter Trainer der UdSSR, von Russland und Georgien, und FIDE Seniortrainer. Zu Recht gilt er als einer der besten Trainer der Welt. Mehrere seiner Schüler wurden starke Großmeister: u.a. S. Dolmatov, A. Jussupow, A. Dreev, V. Zvjagintsev, E. Inarkiev. Mark Dvoretski ist auch ein außerordentlich erfolgreicher Buchautor. Für seine Bücher "Die Endspieluniversität” und "Tragikomödien im Endspiel” erhielt er 2010 von der FIDE die Boleslavsky Medaille. Dieses neue Buch hat nicht nur seine Lebenserinnerungen zum Inhalt. Die ungewöhnliche Autobiographie zeigt das Schachleben in Russland aus der Sicht des Trainers. Besonders interessant sind die Begegnungen des Autors mit den Titanen des Schachs, wie Botvinnik und Tal. Nicht nur Schachtrainer, sondern alle, die sich im Schach verbessern wollen, finden hier viele wertvolle Tipps. Aber auch weniger ambitionierte Schachfreunde können unterhaltsame Geschichten und amüsante Anekdoten aus dem Leben des berühmten Trainers genießen.   425 Seiten, gebunden, Verlag Jussupow

27,90 €*
Dworetski: Für Freunde und Kollegen - Publikationen
Dworetski: Für Freunde und Kollegen - Publikationen Der zweite Band besteht hauptsächlich aus Artikeln und Interviews, die in den letzten Jahren im Internet und in Schachzeitschriften veröffentlicht wurden. Aber auch frühere Publikationen sind dabei, für sie habe ich manchmal neue Schachbeispiele eingeführt. Einige Teile sind speziell für das Buch geschrieben. Hier finden Sie keine rein analytischen Arbeiten, sondern ich untersuche allgemeine Fragen. Ich sage meine Meinung, wie man unterschiedliche Probleme bei Trainern lösen kann, gebe Ratschläge zur Wahl der Schachliteratur und deren Bearbeitung, analysiere die wichtigsten Faktoren, die die Ergebnisse von einzelnen Spielern und Schachmannschaften beeinflussen. Ein Abschnitt ist dem heutigen tand des Schachs in Russland und in der Welt und deren Entwicklungsperspektiven gewidmet. Unter den Kapitelnamen finden Sie die Quelle, wo sie veröffentlicht wurde. Die meisten meiner Artikel sind in Russisch und Englisch erschienen, in diesen Fällen nenne ich beide "Adressen”. Manchmal sind einige Korrekturen (stilistische oder analytische) dem Text hinzugefügt. Falls diese Veränderungen klein und unwichtig sind, sind sie nicht hervorgehoben. In wichtigen Fällen sind sie dagegen mit einer anderen Schrift geschrieben. Die Zitate sind, wie immer, kursiv dargestellt.   372 Seiten, gebunden, Verlag Jussupow

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Geilmann, Stiefel, Herbold: Boris Spasski - Der Leningrad Cowboy
“Boris Spasski – Der Leningrad Cowboy” ist mehr als nur eine Biografie über den 10. Schachweltmeister. Sein Weg zum Schacholymp wird ebenso nachgezeichnet, wie seine historische Niederlage 1972 gegen Bobby Fischer im Match des Jahrhunderts. Über 50 kommentierte Partien, aufgeteilt in 16 Kapitel, begleiten das Schachleben des genialen Russen von seinen Anfängen in den 40er Jahren in Leningrad bis zu seinem letzten Match gegen Viktor Kortschnoi 2009 in Elista. Fast 60 Illustrationen und Karikaturen des Protagonisten ersetzen in diesem Buch die sonst üblichen Mainstream-Fotos und stehen symbolisch für den ausgewiesenen Humor Spasskis. Auch Weggefährten auf der langen Schachreise kommen zu Wort: Die Internationalen Meister Bernd Schneider und Herbert Bastian, der Fidemeister Dirk Paulsen und der bekannte Schachorganisator Hans-Walter Schmitt geben ebenso launische wie charmante Anekdoten aus ihren Begegnungen mit Spasski preis. Zahlreiche Interviews und Statements des Weltmeisters sowie 64 Schachaufgaben aus seinem langen Schachleben runden das Gesamtbild ab. Eine beigefügte CD mit 2300 zum großen Teil kommentierten Partien bietet der Leserschaft zudem die Möglichkeit, sich mit dem schachlichen Vermächtnis des Weltmeisters auseinanderzusetzen. 348 Seiten, gebunden, mit CD 2300 Partien, Verlag Maya & Paul

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