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Bargsten: Italienische Eröffnung für Weiß
Die Italienische Eröffnung ist eine der ältesten Eröffnungen der Schachgeschichte, die bereits im 15ten Jahrhundert erwähnt wurde, aber auch heute noch selbst auf höchster Ebene ein oft gesehener Gast ist, wie zuletzt beim WM-Kampf 2021 zwischen Magnus Carlsen und Jan Nepomnjaschtschi. Zwar hat der Herausforderer diese Partie verloren, aber allein die Anwendung der Italienischen Eröffnung zeigt, dass diese auch auf aller- höchstem Niveau eine ernstzunehmende Waffe ist. Die Italienische Eröffnung wird von vielen Weißspielern gewählt, um eine gehaltvolle Partie zu bekommen. Die Stellungen sind oft weniger konkret und taktisch als in anderen Eröffnungen, und da sie auch weniger weit ausanalysiert sind, bietet das moderne Italienisch eine gute Mischung aus unerforschten Gebieten und positionellem Verständnis. Mit diesem Buch verfolgt der Autor das Ziel, Spielern mittlerer Spielstärke die modernen Ideen der Italienischen Eröffnung zu veranschaulichen. Dabei werden solche Stellungen behandelt, die auf dem „langsamen" Plan von Weiß beruhen, wenn er also einen ruhigen und von positionellen Ideen geprägten Ansatz wählt. Es wird nicht etwa versucht, dem Leser ein vollständiges Repertoire zu bieten, sondern vielmehr, ihm die Ideen der entstehenden Mittelspielstellungen zu erläutern. Das Material umfasst vor allem die Systeme 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.d3 Lc5 5.c3 h6 6.0–0 d6 7.Te1 a6 8.a4 La7 9.Sbd2 0–0 10.h3 und 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.d3 Lc5 5.c3 d6 6.0–0 0–0 7.h3 h6 8.Te1 a5, von denen besonders letzteres in der aktuellen Praxis enorm an Popularität gewonnen hat. 73 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Christian Hoethe im September 2022 Das neue Buch „Italienische Eröffnung für Weiß - Planfindung und strategisches Verständnis“ hinterlässt auf den ersten Blick einen recht indifferenten Eindruck. Zuerst einmal erfährt man in der Einleitung leider nichts über den Autor und seinen schachlichen Werdegang, was immer schade ist. Ein Vorwort, das den Autor persönlich greifbarer macht, tut eigentlich jedem Buch gut. Das Eingangs-Zitat von Bernd Laubsch zu Italienisch-Strukturen mit d3 ist meiner Ansicht nach unglücklich verallgemeinernd und umgangssprachlich gewählt. Welche Struktur ist schon wirklich leicht zu spielen? Isolierte Damenbauern, hängende oder rückständige Bauern sehen auch unscheinbar aus, sind es aber keinesfalls. Auch seine Aussage „Vereinsspieler wissen nicht, was sie tun“ erscheint fragwürdig. – Ich kenne Vereinsspieler mit IM- oder sogar GM-Titel, die sehr wohl wissen, was sie tun. Die Frage, warum ausgerechnet Bernd Laubsch zitiert wird, bleibt genauso unbeantwortet wie diejenige, wer das eigentlich ist und warum er sich zu schachlichen Belangen äußert. Nun, ich selbst habe dreimal gegen FM Laubsch gespielt und daher sagt mir sein Name natürlich etwas, aber das geht sicher nicht vielen Lesern seines Zitats so und sollte daher erklärt werden. Obwohl es im Klappentext des Buches heißt, es richte sich an Spieler mittlerer Spielstärke, werden inhaltlich jedoch nur zwei spezifische Italienisch-Varianten thematisiert, die meiner Erfahrung nach so gut wie nie bei Spielern mittlerer Spielstärke aufs Brett kommen: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4. d3 Lc5 5. c3 h6 6. 0-0 d6 7. Te1 a6 8. a4 La7 9. Sbd2 0-0 10. h3 und 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4. d3 Lc5 5. c3 d6 6. 0-0 0-0 7. h3 h6 8. Te1 a5 Mir stellt sich die Frage, warum sich der Autor auf die genannten Varianten beschränkt und nicht lieber ein reines Mittelspielbuch zu Italienisch-Strukturen mit c3 und d3 herausgebracht hat. Meiner Meinung nach hätte das durchaus Sinn ergeben. Letztlich ist Justus Bargsten ungeachtet der obigen Kritikpunkte tatsächlich ein ziemlich gutes Mittelspielbuch zu Italienisch gelungen. Die Beschreibung der unterschiedlichen Pläne ist didaktisch gut gemeistert, die Partiekommentierung ist wunderbar ausführlich und geizt nicht mit guten Erklärungen und Zusammenfassungen. Auch wird man nicht etwa von alternativen Varianten erschlagen. Am Ende jedes Kapitels gibt es zudem jeweils ein Fazit, in dem das zuvor Thematisierte prägnant resümiert wird. Justus Bargsten hat recht gut gezeigt, welches Potenzial als Autor in ihm steckt.   Rezension von Jörg Palitzsch im August 2022 Eine der ältesten und beliebtesten Eröffnungen, die es im Schach gibt, ist die „Italienische Eröffnung“, benannt nach dem Herkunftsland des Schachmeisters Gioachino Greco, dem bedeutendsten Schachspieler und -theoretiker des 17. Jahrhunderts. Sie beginnt mit den Zügen 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4. Die Eröffnung wird von vielen Spielern mit den weißen Figuren gespielt, um im weiteren Verlauf eine gehaltvolle Partie zu erreichen. Autor Justus Bargsten (Jahrgang 2001) richtet sein Buch „Italienische Eröffnung für Weiß“ (Joachim Beyer Verlag, 73 Seiten, kartoniert, zahlreiche Diagramme, 14,80 Euro) an Spieler mit einer DWZ von 1800 bis 2000, er selbst hat ein Rating von über 2100. Behandelt werden Stellungen, die auf einem „langsamen“ Plan von Weiß beruhen und sich nicht an einem der vielen Gambits wie etwa dem Evans-Gambit nach 3… Lc5 4. b4 versuchen. Gewählt wurden ein von positionellen Ideen geprägter Ansatz, auch soll nicht versucht werden, dem Leser ein vollständiges Repertoire an die Hand zu geben. Er soll vielmehr in die entstehenden Mittelspielstellungen geführt werden. Dabei ist die einfache und klare Figurenentwicklung von Italienisch eine gut brauchbare Eröffnung für Einsteiger. An diesem Punkt setzt Justus Bargsten an, er bietet Pläne an, etwa, wenn der schwarze Bauer auf a6 und der Läufer früh auf e6 gezogen wird. Um das strategische Verständnis zu schärfen, sind entsprechende Partien und Aufgaben aufgeführt. Hilfreich ist immer ein Fazit des Autors, das sich jeder Partie anschließt. Dabei werden im Prinzip drei Schwerpunktthemen abgebildet: Das Spiel am Damenflügel, das Spiel im Zentrum und das Spiel am Königsflügel. Anhand der schwarzen Systeme legt der Autor fest, unter welchen Bedingungen Weiß sein Spiel in die eine oder andere Richtung lenken kann. Dies ist ein echter Mehrwert. Nicht nur für Spieler, die die Italienische Eröffnung bevorzugen, sondern auch für Spieler, die diese Eröffnung in ihr Repertoire aufnehmen wollen. Justus Bargsten hat sich in seinem Buch in ein Eröffnung-Thema vertieft, ohne es zu überladen. Er zeigt, wie kleine Veränderungen sehr schnell zu Veränderungen eines ganzen Stellungsbildes führen können und bietet zum Gegensteuern Lösungen an. Und bei allem zeigt er, dass die Italienische Eröffnung eine ernstzunehmende Waffe ist. Es bleibt abzuwarten, wie er das nächste Schachthema angeht.    

14,80 €*
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Müller & Souleidis: Italienisch mit c3 und d3 - solide und giftig
Ein Hauptproblem jedes 1.e4–Spielers ist das grundsolide 1...e5. Dagegen gilt Spanisch als Hauptantwort, aber ein Nachteil ist, dass Schwarz viele verschiedene Konzepte zur Verfügung stehen, was zu einem großen Theorieberg führt, der ständig weiter wächst.Die Autoren Karsten Müller und Georgios Souleidis schlagen mit der Italienischen Eröffnung mit c3 und d3 einen alternativen Weg ein, der eine ähnlich Grundstrategie verfolgt, aber weniger Gegenoptionen zulässt und daher bei vielen Clubspielern sehr beliebt ist. Das ist allerdings keine Überraschung, denn es handelt sich um eine sehr natürliche Eröffnung mit viel Tradition. Weiß entwickelt auf sehr natürliche Weise seine Figuren, bringt schnell seinen König in Sicherheit und kämpft von Beginn an um das Zentrum. Das sind die basalen Regeln fast jeder Eröffnung und das sind die Regeln, die Schachtrainer ihren Schützlingen beibringen sollten. Doch die weiße Strategie ist sogar so nachhaltig, dass immer mehr starke Spieler zu ihr greifen. Selbst Weltmeister Magnus Carlsen hat sie in sein Repertoire aufgenommen.Neben dem theoretischen Teil, der ein weißes Komplettrepertoire nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 bietet, haben die Autoren noch viele lehrreiche Musterpartien analysiert, taktische und strategische Aufgaben eingebaut, typische Endspiele unter die Lupe genommen und explizite Antworten auf die Vorschläge in aktuellen Schwarzrepertoirebüchern ausgearbeitet. AutorenGroßmeister Dr. Karsten Müller wurde 1970 in Hamburg geboren. Er studierte Mathematik und promovierte 2002. Seit 1988 spielt Karsten Müller für den Hamburger SK in der Bundesliga und errang den Großmeister-Titel 1998. Der weltweit anerkannte Endspiel-Experte wurde 2007 als „Trainer des Jahres“ vom Deutschen Schachbund ausgezeichnet. Georgios Souleidis (1972) ist ein Internationaler Meister aus Hamburg, der als Schachtrainer und Autor arbeitet und schon lange erfolgreich Italienisch spielt. 280 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im August 2019 Die Stellung auf dem Buch-Cover „Italienisch mit c3 und d3“ (Joachim Beyer Verlag, 280 Seiten, gebunden, Lesebändchen, 27,80 Euro) zeigt auf einen Blick, worum es geht. Nach 1. e2-e4 e7-e5 2. Sg1-f3 Sb8-c6 und 3. Lf1-c4 ist die Startstellung erreicht, wobei die Italienische Partie durch den Zug Lf8-c5 vervollständigt wird. Von dieser Stellung aus, so die Autoren, Großmeister Karsten Müller und Internationaler Meister Georgios Souleidis, wird alles weitere entwickelt – im Mittelpunkt stehen die weißen Folgezüge c3 und d3. „Solide und giftig“ heißt es im Untertitel des Buches. Solide, weil immer mehr Spieler erkannt hätten, dass sie mit Weiß eine Eröffnung finden müssen, wo die Pläne einfach und trotzdem harmonisch sind, schreibt der 25-jährige Schachgroßmeister Anish Giri im Vorwort. Giftig, weil der weiße Läufer anstatt 3. c4 auf b5 zwar direkt mehr Druck ausübt, Schwarz in dieser Eröffnungsphase aber deutlich mehr Auswahl hat, so die Autoren. Die Italienische Partie mit c3 und d3, um später d4 folgen zu lassen, bewahre dagegen für Weiß die Initiative und sei für Schwarz nicht einfach zu handhaben. Über c3 und d3 gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während Paul Keres, einer der stärksten Spieler des 20. Jahrhunderts, d2-d3 als ruhigste Forstsetzung (giuoco pianissimo) bezeichnete, die Schwarz vor die wenigsten Problem stellt, sah Schachtheoretiker Siegbert Tarrasch c2-c3 als starke Drohung für das Zentrum. Ein Sieg-Garant ist c3 und d3 nicht, wie die Partie zwischen dem damals amtierenden Weltmeister Garri Kasparow und dem französischen Schachgroßmeister Joël Lautier 1994 beim Turnier von Linares zeigt. Kasparow (Weiß) verlor die Partie in 29 Zügen und hatte 1. e2–e4 e7–e5 2. Sg1–f3 Sb8–c6 3. Lf1–c4 Lf8–c5 4. c2–c3 Sg8–f6 5. d2–d3 gespielt. Gleichwohl eine Ausnahme, weil sich die Grundzüge der Italienischen Partie seit den späten 1970er Jahren rapide entwickelt haben, so die Autoren. Das Buch bietet dann auch zahlreiche Nebenvariante, Alternativen, Springertransfers sowie strategische Aufgaben und Taktikaufgaben an, die sich aus c3 und d3 ergeben. Fazit: Von wegen giuoco pianissimo. Italienisch mit c3 und d3 kann sich zu einem scharfen Schwert entwickeln, weil es Schwarz von Beginn an weniger Gegenoptionen zulässt. Das Buch zeigt die Wege dahin.   Rezension von Heinz Däubler im September 2017 Hochaktuell Italienisch mit c3 und d3 Eine beachtliche Renaissance erlebt die Italienische Eröffnung in der jüngsten Großmeisterpraxis. So bekommt das vor kurzem im Joachim-Beyer-Verlag erschienene hochaktuelle Eröffnungsbuch Karsten Müller/Georgios Souleidis „Italienisch mit c3 und d3 – solide und giftig!“ (gebunden mit Lesebändchen, 277 Seiten, 27,80 Euro) eine besondere Bedeutung, nicht nur deshalb, weil Weltmeister Magnus Carlsen diese Eröffnung in sein Repertoire aufgenommen hat. Die Autoren – GM Karsten Müller, der bereits mit einer ganzen Reihe erstklassiger Schachbücher in Erscheinung getreten ist und IM Georgios Souleidis, Schachtrainer, Autor und schon lange erfolgreich Italienisch spielend – bieten ein weißes Komplett-Repertoire für die Eröffnungszüge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 an, wobei sie die Variante 3…Sf6 4.Sg5 des Zweispringerspiels ausklammern. Ausgehend von der Stammvariante 3…Lc5 4.c3 Sf6 5.d3 d6 6.0-0 0-0 7.Sbd2 a6 8.Lb3 La7 9.h3 h6 10.Te1 Te8 11.Sf1 Le6 12.Sg3 Dd7 13.Lc2 d5 werden Zug für Zug Abweichungen unter die Lupe genommen. So werden in Kapitel 1 und 2 Nebenvarianten im 3. und 4. Zug untersucht. Kapitel 3 befasst sich mit dem Zweispringerspiel ohne 4.Sg5. Frühes …d5 wird in Kapitel 4 behandelt. Kapitel 5 hat die Alternativen …Lg4, …f5 und …a5 zum Gegenstand. Der Springerentwicklung nach g6 und h5 gehen Kapitel 6 und 7 nach. Größeren Raum nimmt …Le6 in Kapitel 8 ein. Kapitel 9 zeigt weiße Alternativen wie 2.Lc4, verzögerte Rochade und frühes a4 auf. In Kapitel 10 gehen die Autoren kurz auf das Schwarz-Repertoire verschiedener Autoren ein. 26 strategische Partien und 59 strategische und taktische Aufgaben und deren Lösung beschließen das hochinteressante Werk, zu dessen besserer Übersichtlichkeit aber Gliederungshinweise in den Kopfzeilen nützlich gewesen wären. Kritikpunkt: Strategische Partien und Aufgaben zeigen fast ausschließlich Weißsiege, obwohl Datenbanken eine weiße Italienisch-Erfolgsquote von nur etwa 60 Prozent zeigen. Fazit: Ein „Must-have“ für den ambitionierten Klubspieler.

27,80 €*
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Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Halboffene Spiele
Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren das Material für dieses Buch zusammengestellt und ihre Arbeit begonnen haben. Herausgekommen ist ein Buch, das für den Bereich der Halboffenen Spiele wie beispielsweise die Französische Verteidigung und die Caro-Kann-Verteidigung Erklärungen und Anleitungen gibt und nicht auf ein Studium von Varianten setzt. Mit diesem Buch erhält der Schachfreund ein Werk, das einen auf ihn zugeschnittenen leichten Einstieg in das schwierige und umfassende Umfeld der Eröffnungstheorie ermöglicht. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob er sich wenig oder noch gar nicht mit der Eröffnungstheorie des Schachspiels befasst hat. Die hinter den einzelnen Eröffnungen und Spielweisen stehenden Ideen und Pläne werden ausführlich erklärt. Der Leser soll die Chance erhalten, die jeweilige Eröffnung richtig zu verstehen und diese nicht nur mit auswendig gelernten Zugfolgen abzuspulen. Selbst der einzelne Zug wird nach Sinn und Zweck erläutert, soweit er für das Verständnis wichtig ist. Mit den Kenntnissen, die sich der Leser mit diesem Buch verschafft, wird es ihm ein Leichtes sein, gut in seine praktische Partie zu kommen und ein interessantes, unterhaltsames wie auch den Erfolg versprechendes Schach spielen zu können. Das zugleich vorgestellte Repertoire deckt die anerkannten bzw. als spielbar geltenden Eröffnungen im Bereich der „Halboffenen Spiele" (ohne die Sizilianische Verteidigung, die in einem eigenen Band behandelt wird) ab und bietet zugleich die eine oder andere neue Idee an, die auch einen erfahrenen Spielpartner überraschen kann. 256 Seiten, gebunden, Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Heinz Däubler im August 2018 Halboffenes Lesen und verstehen In diesem Jahr ist im Joachim-Beyer-Verlag mit Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann „Eröffnungen, Halboffene Spiele“ (gebunden mit Lesebändchen, 256 Seiten, Euro 19,80) ein weiteres Werk aus der Serie „Lesen, Verstehen, Spielen“ erschienen. Das Buch richtet sich an erfahrenere Spieler mit Defiziten in der Eröffnung sowie an Freizeitspieler, die einfach besser Schach spielen wollen. Gegenstand des Werkes sind diejenigen Eröffnungen, bei denen Weiß mit 1.e4 beginnt und Schwarz nicht mit e5 oder c5 antwortet. Eine einleitende Einführung lenkt didaktisch vorteilhaft auf die Eröffnungen hin. Sie dient auch nützlich als Orientierungshilfe, die aufzeigt, in welchen Kapiteln die Eröffnungen zu finden sind. Eine gute Übersichtlichkeit des Werkes wird durch Balkenüberschriften auf jeder Seite erreicht. Die versierten Autoren handeln die halboffenen Spiele in sieben Kapiteln ab. So werden der Reihe nach auf 55 Seiten die Französische Verteidigung (1.e4 e6 2.d4 d5), hier besonders die Abspiele 3.e5, 3.Sc3, 3.Sd2, auf 75 Seiten die Caro-Kann-Verteidigung (1.e4 c6) mit den Abspielen 2.Sc3, 3.e5, 3.exd5, 3.f3, 4…Lf5, 4…Sd7 und 4…Sf6, auf 29 Seiten die Pirc-Verteidigung (1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 g6) mit den Abspielen 4.f4 und 4.Le3, auf 10 Seiten die Moderne Verteidigung (1.e4 g6), auf 35 Seiten die Skandinavische Verteidigung (1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3) mit den Abspielen 3…Dd8 und 3…Dd6, auf 22 Seiten die Aljechin-Verteidigung (1.e4 Sf6 mit den Abspielen 4.Sf3 und 4.exd6 und auf 18 Seiten die Nimzowitsch-Verteidigung (1.e4 Sc6 2.d4) mit den Abspielen 2…d5 und 2…e5 behandelt. Bei dem breit aufgestellten Werk versteht es sich von selbst, dass sich die Autoren imWesentlichen auf Hauptvarianten beschränken. Der Leser erhält ein reines Eröffnungsbuch, das durchgängig auf Unterlegung durch Turnierpartien verzichtet. Sehr nützlich erscheint die wertende Zusammenfassung an jedem Abspielende. Fazit: Ein guter Überblick über die halboffenen Spiele und nützlich für ungeübte Fortgeschrittene und für Hobbyspieler.   Rezension von Jörg Palitzsch im Juli 2018 Jerzy Konikowski, Uwe Bekemann, Eröffnungen - Halboffene Spiele Jeder Schachspieler ist schon einmal an den Punkt gekommen, wo ihn sein Eröffnungsvokabular verlassen hat, er in eine unübersichtliche Stellung geraten ist und die Partie letztendlich verloren ging. Jeder Schachspieler weiß auch, welche Gefahren die Eröffnungszüge des Gegners in sich bergen, wenn man nicht die richtige Antwort parat hat und damit die Partie im Grunde verloren gibt. Um sich vor solchen Überraschungen zu schützen, kann man sich bei der Eröffnung auf die Halboffenen Spiele stützen. In einer Neuerscheinung des Joachim Beyer Verlages vermitteln die Autoren Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann viel Wissen über diese Eröffnungen, die dem Schachspieler einen leichten Einstieg in die Materie bieten, ohne ihn mit trockener Theorie zu überfrachten. (Halboffene Spiele, lesen-verstehen-spielen, 260 Seiten, gebundene Ausgabe mit Lesebändchen, 19,80 Euro). Das Buch selbst fügt sich als dritter Teil in zwei bereits erschienene Schachbücher ein, in dem das Autorenduo die Sizilianische Verteidigung und die Offenen Spiele bei den Eröffnungen beleuchtet hat. Beide Bücher kommen ebenfalls aus dem Joachim Beyer Verlag. Die aufgeführten Beispiele geben dem Nachspielenden einen tiefen Einblick in die zahlreichen Möglichkeiten der Halboffenen Spiele, die ein Merkmal prägt. Sie alle beginnen mit dem Zug e2-e4, Schwarz antwortet aber nicht mit e7-e5. Der Grund: Schon immer galt im modernen Schach der rasche Angriff auf den König als Leitmotiv. Hauptziel eines Angriffs war und ist der schwächste Punkt in der unmittelbaren Nähe des Königs, das Feld f7. Mit e4 sind alle Angriffsbemühungen von Weiß von Anfang an auf diesen Schwachpunkt ausgerichtet. Folgt dann 1...e5, sorgt der weiße Königsläufer, gezogen von f1 auf c4, für eine erste Unruhe. Die Verbreitung und Hinwendung zu den Halboffenen Eröffnungen ist im Vergleich, etwa zu den Offenen Spielen, damit begründet, dass Schwarz mehr Möglichkeiten hat eine frühe Überrumpelung abzuweisen. Das Autorenduo Konikowski und Bekemann führt den Schachspieler dann auch bedarfsorientiert an diese Eröffnungsvarianten heran. Das Buch richtet sich an Anfänger, die die Grundzüge einer geordneten Spielführung kennen und eine erste Basis-Ausstattung für Eröffnungen benötigen. Ein weiteres Ziel sind Spieler mit etwas Erfahrung, die aber Defizite in der Eröffnung haben und dieses Manko schnell ausgleichen möchten. Und schließlich richtet sich das Buch „Eröffnungen, Halboffene Spiele, lesen-verstehen-spielen“ an Freizeitspieler, die über praktikable Eröffnungen hinaus Stellungen erreichen wollen, aus denen heraus sie ein interessantes Mittelspiel anschließen können. Nachvollziehen kann man dies anhand von sieben Kapiteln, die sich mit den Eröffnungen der Halboffenen Spiele befassen: Die Französische Verteidigung, eine Antwort auf den ungezähmten Angriffsstil der letzten Jahrhunderte und deren Ziel darin besteht, dass weiße Zentrum zu einem günstigen Zeitpunkt zu sprengen. Die Caro-Kann-Verteidigung, die Weltmeister Michail Botwinnik wahrlich weltmeisterlich beherrschte, sowie die Pirc-Verteidigung, die Schwarz in dem im Buch dargestellten Abspiel gute Konterchancen bietet. Ein weiteres Kapitel ist dem Königsfianchetto gewidmet, das von den Autoren als eine „elastische Spielweise“ beschrieben wird. Hinzu kommt die Skandinavische Verteidigung, die am Damenflügel – mit Plan – für Schwarz gute Perspektiven ermöglicht. Ebenso die schwarze Aljechin-Verteidigung, die nach dem Aufbau eines weißen Bauernzentrum beginnt, genau dieses anzugreifen, und die Nimzowitsch-Verteidigung, in der sich Schwarz einmauert und den Gegner trotzdem noch überraschen kann. „Lesen-verstehen-spielen“ lautet der Untertitel des Buches – und genau an diese drei Steps sollte man sich halten. Die Landschaft der Eröffnungen zeigt sich auf dem Schachbrett als weites Feld, in dem die Halboffenen Spiele neben den Offenen Spielen, den Geschlossenen Spielen, den Indischen Verteidigungen sowie den weniger bekannten Flankenspielen in Konkurrenz stehen. Deshalb wird in dem Buch größter Wert auf die Darstellung von Ideen und Pläne gelegt, die sich mit einer Eröffnung verbinden. In den Hauptvarianten wird im Grundsatz jeder Zug erklärt, der für das Verständnis der jeweiligen Eröffnung nötig ist. „Unsere Leser sollen wissen, warum sie einen Zug spielen und warum gerade dieser gerade jetzt angezeigt ist“, heißt es im Vorwort. Nur so könne der Schachspieler eine Eröffnung mit Sinn und Verstand spielen. Fazit: Was auf den ersten Blick wie ein Lehrbuch für Schach-Meister aussieht, entpuppt sich beim zweiten Blick auch als Handlungsanweisung für Schach-Novizen. Dabei sind die Halboffenen Spiele nicht Jedermanns Sache, zumal sie in ihren Hauptvarianten nur durch Übung zum Erfolg führen. Das Buch von Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann, beide erfahrene Schachspieler und -autoren, öffnet vor allem in den dargestellten Abspielen den Blick für Neues. Dem Meister und dem Novizen.

19,80 €*
Tipp
Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Damengambit
Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren dieses Buch über das Damengambit geschrieben haben.Herausgekommen ist ein Werk, das nach 1.d4 d5 2.c4 ein facettenreiches System sehr unterschiedlicher Spielweisen, die teilweise zu den beliebtesten im Turniergeschehen zählen, von Grund auf erklärt. Selbst der einzelne Zug wird nach Sinn und Zweck erläutert, soweit dies nicht ganz offensichtlich ist. Der Leser erhält die Chance, die Theorie des Damengambits ohne besondere Vorkenntnisse richtig zu verstehen, um so gut in seine praktische Partie zu kommen und erfolgreich ein interessantes und unterhaltsames Schach zu spielen.Zugleich geben unsere Autoren dem Leser ein Grundrepertoire für Weiß und für Schwarz an die Hand, das die wichtigsten Linien des Damengambits inklusive der Slawischen Verteidigung enthält.Sie haben dieses Buch mit dem Ehrgeiz geschrieben, Ratgeber für beide Seiten zu sein. Auf ihre Empfehlungen gestützt finden deshalb Weiß und Schwarz in gleicher Qualität ihre Wege ins Mittelspiel.Jerzy Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher bekannt.Uwe Bekemann ist Nationaler Fernschachmeister (Bronze), Correspondence Chess Master (ICCF) und ebenfalls mehrfacher Buchautor.320 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Gerd Schowalter im Oktober 2020 Das Damengambit, eine der häufigsten Schacheröffnungen, ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Es fand bereits in der Göttinger Handschrift Erwähnung und wurde auch von den Meistern G. C. Polerio und A. Salvio (Italien) und dem Syrer Ph. Stamma schon früh praktiziert. Es gibt eine Fülle von theoretischem Material darüber. Jetzt haben sich die beiden bekannten Autoren Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann in diesem Jahr damit befasst. In aller Bescheidenheit wollen sie sich an „den unerfahrenen und noch weniger spielstarken Schachfreund“ wenden. Damit meinen sie auch den Anfänger, der gerade die Schachregeln gelernt hat und den Spieler mit etwas Erfahrung, der mit geringem Aufwand seine Eröffnungskenntnisse verbessern möchte. Sie erwähnen auch den Freizeitspieler, der mit einer ordentlich gespielten Eröffnung einfache Stellungen erreichen und schlichtweg unterhaltsame Partien spielen könnte. Vor einer umfassenden Einführung (S. 14- 41) findet man die obligatorische Zeichenerklärung und ein professionelles Vorwort. Ebenso werden diverse Bauernstrukturen vorgestellt, wie sie im Damengambit vorkommen. Dann erst folgen 18 gut strukturierte Kapitel. Ich nenne explizit das erste und längste mit folgenden Abspielen der Slawischen Verteidigung: Winawer- Gambit, Slawisches Gambit, Abtauschvariante, die Fortsetzung 4...) dxc4 und das Botwinnik- System. Die folgenden 17 Kapitel sind nicht so umfangreich, weisen aber jeweils eine gekonnte Zusammenfassung für den Leser auf. Erklärt werden auch die Namen anderer Erfinder und Orte, wie beispielsweise Albins Gegengambit, Tarrasch-Verteidigung, Ragosin- Verteidigung, Moskauer Variante, Cambridge- Springs-Verteidigung usw. Das Bemühen, an manchen Orten die Lage für Schwarz und Weiß zu erörtern, kann gefallen. Da aber keine kompletten Partien aufgenommen wurden, entfällt leider auch das Personenverzeichnis. Fazit: „Eröffnungen Damengambit lesen – verstehen -spielen“ ist ein umfassendes Werk über eine der häufigsten Eröffnungen. Am Ende gibt es ein Quellenverzeichnis, aber leider keine Zuordnung zu den praktizierenden Meistern. Somit gibt es auch kein wünschenswertes Personenverzeichnis. Ansonsten kann man sich über die kompakte und solide Aufmachung des stabilen Buches erfreuen.    Rezension von Jörg Palitzsch im September 2020  Die Grundidee des Damengambits ist es, nach der Hauptzugfolge 1. d2–d4 d7–d5  2. c2–c4, den weißen c-Bauern gegen den etwas stärkeren schwarzen d-Bauern zu tauschen und sich mit nachfolgendem e2–e4 eine Bauernmajorität im Zentrum zu verschaffen. Der Bauer c4 ist ungedeckt und kann geschlagen werden. Diese Vorgehensweise ist bei vielen Schachspielern beliebt, wobei das kenntnisreiche Autorenduo Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann in ihrem Buch „Eröffnungen Damengambit“ (Joachim Beyer Verlag, 320 Seiten, gebunden, Lesebändchen, 19,80 Euro) die Möglichkeiten des Gambits in seiner großen Bandbreite auffächert. Dabei richtet sich das Buch ausdrücklich nicht an den Schachprofi. Sondern gezielt an Anfänger, die die Regeln sicher beherrschen, an Spieler mit etwas Erfahrung, die mit einem begrenzten Aufwand ihr Eröffnungsrepertoire verbessern wollen, und schließlich an Freizeitspieler, die über Eröffnungen Stellungen erreichen wollen, aus denen sie heraus interessante und unterhaltsame Partien spielen können. Die Autoren führen zunächst auf 27 Seiten in das Thema ein, behandeln kurz einzelne Varianten – die in weiteren Kapiteln vertieft werden – stellen Zugumstellungen, Zugalternativen und Zugentwicklungen vor. Anschließend gliedert sich das Buch in zwei Schwerpunktkapitel auf: in die Slawische Verteidigung und das Angenommene Damengambit. Mit der Erläuterung weiterer Varianten, einer klassischen und modernen Form der Lasker-Verteidigung, einer verbesserten Tarrasch-Verteidigung und der ungewöhnlichen Westphalia-Variante sind die Autoren durchaus auf Nebenwegen des Damengambits unterwegs, liefern dem Nicht-Profi damit jedoch viele Hinweise für eine alternative Spielführung, die sich nach der Hauptzugfolge ergibt. Hilfreich sind auch die Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels, die historischen Einschübe lesenswert. Für geeignete Situationen habe man nach vielversprechenden Ideen gesucht, die noch nicht so oft in einer praktischen Partie ausgespielt wurden, so das Autorenteam. Ziel: Gut vorbereitete Überraschungen erhöhen die Chancen und steigern den Spielspaß am Schachbrett. Fazit: Wer seinen Gegner nach einer sehr gängigen Eröffnung aus dem Konzept bringen will, bekommt mit diesem Buch, egal ob mit weißen oder schwarzen Figuren, das nötige Werkzeug an die Hand.

19,80 €*
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Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Königsindische Verteidigung
Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren das Material für dieses Buch zusammengestellt und ihre Arbeit begonnen haben. Herausgekommen ist ein Werk, das die Königsindische Verteidigung von Grund auf erklärt. Diese Eröffnung wird von vielen Schachfreunden als „Perle der geschlossenen Spiele" bezeichnet. Unsere Autoren leiten den Leser an, diese anspruchsvolle Verteidigung gut und erfolgreich zu spielen, ohne dass er in ein tiefes Studium der Varianten eintreten müsste. Mit diesem Buch erhält der Schachfreund eine Grundlage, die einen auf ihn zugeschnittenen leichten Einstieg in das schwierige und umfassende Umfeld der Eröffnungstheorie ermöglicht. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob er sich wenig oder noch gar nicht mit der Eröffnungstheorie des Schachspiels befasst hat. Die hinter den einzelnen Systemen der Königsindischen Verteidigung stehenden Ideen und Pläne werden ausführlich erklärt. Der Leser soll die Chance erhalten, die jeweilige Spielweise richtig zu verstehen und diese nicht nur mit auswendig gelernten Zugfolgen abzuspulen. Selbst einzelne Züge werden nach Sinn und Zweck erläutert, soweit diese nicht ganz offensichtlich sind. Mit den Kenntnissen aus diesem Buch wird es dem Leser leicht fallen, gut in seine praktische Partie zu kommen, um auf dieser Grundlage interessantes, unterhaltsames und Erfolg versprechendes Schach zu spielen. Zugleich geben die Autoren dem Leser ein Grundrepertoire für Weiß und für Schwarz an die Hand, das die wichtigsten Systeme und Varianten der Königsindischen Verteidigung enthält.   280 Seiten, gebunden, Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Gerd Schowalter im September 2019 Jerzy Konikowski/ Uwe Bekemann: Eröffnungen. Königsindische Verteidigung, J. Beyer Verlag, 2019. 276 S. Hardcover, Preis: 19,80 Euro Die beiden bekannten Autoren legen erneut ein beachtliches Eröffnungsbuch vor. Es ergänzt ihre Reihe: lesen - verstehen - spielen, in der z. B. auch „Offene Spiele“ erschienen ist, um die „Perle der geschlossenen Spiele“. Das ist die Königsindische Verteidigung. Seit sich der russische Großmeister E. Geller vor fast 40 Jahren mit einem Standardwerk hervortat gab es zahlreiche weitere „Königsindisch-Bücher“, die die Entwicklung in dieser soliden Verteidigung, die dem Nachziehenden späten, aber erfolgreichen Ausgleich und Gegenchancen verspricht, weiter verfolgt haben. Was ist nun neu an diesem Werk? Nun, die Autoren wollen für Schachspieler jeder Leistungsstärke Grundlagen schaffen, um diese geschlossene Eröffnung mit ihren diversen Systemen zu verstehen. Das bewirken sie, wie im Vorwort erläutert, durch „allerhöchsten Wert auf die Darstellung der Ideen und Pläne, die sich mit der Eröffnung verbinden, gelegt“ zu haben. Der Leser soll die einzelnen Spielweisen verstehen lernen, und das sowohl aus Sicht des Schwarz- als auch des Weißspielers. Sie nennen drei Ziele ihrer umfassenden Arbeit: – einen Überblick schaffen über das facettenreiche System, das sich hinter der Eröffnung, die oft als „Königsinder“ bezeichnet wird, – sie wollen zeigen, wie sie ihr Buch auf geschickte Weise strukturiert haben, – sie veranschaulichen, wie sie ihre Ausführungen zu den verwandten vorhandenen Spielweisen dargestellt haben. Dazu dient eine gut 20-seitige Einführung mit sauberen Diagrammen, guten Vorschlägen und Tipps für die Praxis. Die folgenden 20 Kapitel umfassen die verschiedensten Systeme mit klaren Darstellungen und geschickten Erläuterungen. Die leserfreundliche Bearbeitung gipfelt in jeweiligen Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels. So zeigt sich hier natürlich kein Lesebuch, sondern ein anspruchsvolles Lehrbuch, das Schachfreunde jeder Kategorie immer mal wieder zur Hand nehmen werden. Fazit: Der Beyer Verlag hat sich wieder mal um das deutsche Schach verdient gemacht. Die beiden renommierten Autoren haben äußerst gründliche Arbeit geleistet, um dem lernwilligen Schachfreund weiterzuhelfen. Der übersichtlich gestaltete Lehrstoff lädt zum Erfolgversprechenden Studium bei. Kurz: Freundliche Empfehlung!     Rezension von Jörg Palitzsch im August 2019 Die Königsindische Verteidigung wurde schon Ende des Neunzehnten Jahrhunderts gespielt aber erst Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts populär, als man sie in den Komplex der Indischen Verteidigungen einordnete. Dabei besetzt Schwarz das Zentrum nicht mit Bauern, sondern versucht es mit Figuren zu beherrschen. Die Züge 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4. e4 d6 leiten diese Verteidigung ein. Zu den frühesten Verfechtern dieser Verteidigung gehörten Richard Réti und Max Euwe. Nach 1945 erhielt die Königsindische Verteidigung starke Impulse von sowjetischen Meistern wie David Bronstein und Efim Geller. Die Autoren Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann gehen in ihrem Buch „Eröffnungen, Königsindische Verteidigung“ (Joachim Beyer Verlag, gebundene Ausgabe, 280 Seiten, Lesebändchen, 19,80 Euro) weit in die Varianten-Tiefe. In 20. Kapiteln werden Fortsetzungen und Spielweisen abgearbeitet, die die komplexe Wirkung dieser Verteidigung aufzeigen. Die Fülle an Möglichkeiten bedarf eines intensiven Studiums der Eröffnung, wobei das Autorenduo sich davon hat leiten lassen, was ein Einsteiger braucht. So ist das Buch für Anfänger geschrieben, die die Grundzüge einer geordneten Spielführung kennen, für Spieler mit etwas Erfahrung, die mit einem begrenzten Aufwand ihr Eröffnungsrepertoire verbessern wollen und für Freizeitspieler, die über die Eröffnung eine Stellung erreichen wollen, aus der sie heraus ein unterhaltsames Spiel vor sich haben. Dieser Anspruch wird in den einzelnen Kapiteln mit Abspielvarianten erfüllt, hinzu kommen Zusammenfassungen, in denen die erreichten Stellungen bewertet und hilfreiche Tipps für den weiteren Spielverlauf gegeben werden. So ermöglicht das Buch einen leichten Einstieg in eine doch schwierige Materie, deren Reichtum sich allerdings durch die Darstellung und Kommentierung nach und nach zeigt. Ziel ist es auch, den an der Königsindischen Verteidigung interessierten Schachspieler so weit zu bringen, Zugfolgen nicht abzuspulen, sondern diese Eröffnung mit ihrem ganzen Repertoire zu verinnerlichen. Fazit: Dem Autorenteam Konikowski/Bekemann ist es (erneut) gelungen, ein doch etwas schwierigeres Schach-Thema so aufzuarbeiten, dass auch das Interesse eines unbefangenen Spielers geweckt wird, und seine Erkenntnisse in der Praxis verwerten kann.  

19,80 €*
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Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Offene Spiele
Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren das Material für dieses Buch zusammengestellt und ihre Arbeit begonnen haben. Herausgekommen ist ein Buch, das für den Bereich der mit 1.e4 e5 beginnenden Spiele Erklärungen und Anleitungen gibt und nicht auf ein Studium von Varianten setzt. Mit diesem Buch erhält der Schachfreund ein Werk, das einen auf ihn zugeschnittenen leichten Einstieg in das schwierige und umfassende Umfeld der Eröffnungstheorie ermöglicht. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob er sich wenig oder noch gar nicht mit der Eröffnungstheorie des Schachspiels befasst hat. Die hinter den einzelnen Eröffnungen und Spielweisen stehenden Ideen und Pläne werden ausführlich erklärt. Der Leser soll die Chance erhalten, die jeweilige Eröffnung richtig zu verstehen und diese nicht nur mit auswendig gelernten Zugfolgen abzuspulen. Selbst der einzelne Zug wird nach Sinn und Zweck erläutert, wenn diese nicht ganz offensichtlich ist. Mit den Kenntnissen, die sich sicher der Leser mit diesem Buch verschafft, wird es ihm ein Leichtes gut in seine praktische Partie zu kommen und ein interessantes, unterhaltsames wie auch den Erfolg versprechendes Schach spielen zu können. Das zugleich vorgestellte Repertoire deckt die anerkannten bzw. als spielbar geltenden Eröffnungen im Bereich der „Offenen Spiele“ ab.   168 Seiten, gebunden, Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im Mai 2021  „Stückeschreiben ist wie Schach: Bei der Eröffnung ist man frei; dann bekommt die Partie ihre eigene Logik“, so der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt. Ob dies nach einer Eröffnung tatsächlich so ist, kann man bezweifeln, wenn man das Lehrbuch „Eröffnungen – Offene Spiele“ (Joachim Beyer Verlag, 168 Seiten, gebunden, Lesebändchen, 16,80 Euro), jetzt in der zweiten Auflage erschienen, zur Hand nimmt.Das Autorenduo Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann hat sich in insgesamt 19 Kapitel jeweils einer ganz bestimmten Eröffnung gewidmet, was allein schon einen guten Grundstock für den Auftakt einer Partie bedeutet. Im Mittelpunkt stehen die Offenen Spiele, die auf beiden Seiten mit dem e-Bauern beginnen. Dies schränkt das Themenfeld allerdings nicht ein, werden dem Schachspieler doch genügend Spielideen und –pläne an die Hand gegeben, um die richtige Figur in dem frühen Stadium zu ziehen. Das Buch richtet sich ausdrücklich an Anfänger, Spieler mit etwas Erfahrung und Freizeitspieler – und dies ist gut so. Es sind genau jene Schachspieler, die nach einigen Misserfolgen, die ihre Ursachen all zu oft in der Eröffnungsphase haben, sich enttäuscht wieder vom Königlichen Spiel abwenden.Es ist ein Verdienst der Autoren, jenen Spielern zu helfen, die noch auf der Suche sind, die unsicher sind, die sich grundlegende Spielzüge aneignen wollen. Egal, ob es sich um ein Mittelgambit handelt, in dem Weiß zum Auftakt energisch den gegnerischen Bauern auf e5 mit einem schnellen Vorstoß über d4 unter Druck setzt, oder die Spanische Partie, die nach e4 e5, Springer jeweils auf f3 und c6, sowie weißer Läufer auf b 5 aufs Brett kommt. Dazu gibt es sieben Abspielvarianten, die, wie alle Partien, Verteidigungen und Varianten sehr ausführlich dargestellt werden. Die Autoren verweisen ausdrücklich darauf, dass für die Eröffnungen alles aufgenommen wurde, was anerkannt ist und als spielbar gilt. Dabei wurden auch ausgetretene Pfade verlassen, die dem Schachspieler neue Horizonte eröffnen und für Überraschungen am Schachbrett sorgen. Fazit: „Eröffnungen – Offene Spiele“ ist nicht überladen und bleibt mit der Eingrenzung auf die Offenen Spiele konzentriert beim Thema. Eine zielgenau Hilfe für jeden Schachspieler.   Rezension von Heinz Däubler im Oktober 2017 Im Joachim-Beyer-Verlag ist mit Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann „Eröffnungen, Offene Spiele“ (gebunden mit Lesebändchen, 166 Seiten, Euro 14,80) das erste Werk aus der Reihe „Lesen, Verstehen, Spielen“ erschienen. Das Buch richtet sich nicht nur an den die Regeln sicher beherrschenden Anfänger, sondern auch an erfahrenere Spieler mit Defiziten in der Eröffnung und an Freizeitspieler, die einfach besseres Schach spielen wollen. Gegenstand sind diejenigen Eröffnungen, die sich nach dem Zugpaar 1.e4 e5 ergeben können. Eine einleitende Einführung lenkt didaktisch vorteilhaft auf die Eröffnungen hin. Sie dient auch sehr nützlich als Orientierungshilfe, zeigt sie doch auf, in welchen Kapiteln die jeweiligen Eröffnungen zu finden sind. Die Übersichtlichkeit wird durch eine Balkenüberschrift auf jeder Seite verbessert. Die Autoren geben in 19 Kapiteln Einblick in die offenen Spiele. So werden der Reihe nach das Mittelspiel (2.d4), das Nordische Gambit (2.d4 exd4 3.c3), das Läuferspiel (2.Lc4), die Alapin-Eröffnung (2.Se2), das Königsgambit (2.f4), die Wiener Partie (2.Sc3), die PhilidorVerteidigung (2.Sf3 d6), das Lettische Gambit (2.Sf3 f5), das Mittelgambit im Nachzug (2.Sf3 d5), Russisch (2.Sf3 Sf6), das Dreispringerspiel (2.Sf3 Sc6 3.Sc3), das Vierspringerspiel (2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6), die Ponziani-Eröffnung (2.Sf3 Sc6 3.c3), Schottisch (2.Sf3 Sc6 3.d4), das Zweispringerspiel im Nachzug (2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6), Italienisch (2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5), das Evans-Gambit (2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.b4), die Ungarische Partie (2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Le7) und Spanisch (2.Sf3 Sc6 3.Lb5) vorgestellt. Bei einem derart breit aufgestellten Werk versteht es sich von selbst, dass die Autoren auf Tiefgang verzichten und sich im Wesentlichen auf Hauptvarianten beschränken. Sie erhalten ein reines Eröffnungsbuch, das auf praxisorientierte Unterlegung durch Turnierpartien verzichtet. Doch sehr nützlich ist eine wertende Zusammenfassung an jedem Kapitelende. Fazit: Ein Überblick über die offenen Spiele und nützlich für Anfänger und ungeübte Fortgeschrittene.   Rezension von Klaus im August 2016 Kürzlich ist im Joachim Beyer Verlag eine interessante Zusammenfassung zu den Offenen Spielen mit dem Untertitel „lesen-verstehen- spielen“ erschienen. Das eingespielte Autoren Duo Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann hat es sich bei ihrer neuen Publikation zur Aufgabe gemacht, dem interessierten Leser auf wenig Raum möglichst viel Grundlegendes über die offenen Spiele an die Hand zu geben. Als Ziel haben sich die beiden Autoren nach eigener Aussage gesteckt, „eine Basisausstattung zur Welt der Eröffnungen“ für regelfeste Anfänger und Freizeitspieler zu liefern. Und genau diese Intention lösen die beiden sehr überzeugend ein, denn das im Untertitel aufgeführte Wort „Verstehen “ wird in diesem Werk im wahrsten Sinne des Wortes großgeschrieben. Konikowski und Bekemann zeigen nämlich nicht nur Varianten, sondern erklären sehr ausführlich und zudem in gut verständlicher Textform. In insgesamt 19 Kapiteln werden sämtliche offenen Eröffnungen abgehandelt, wobei die spanische Verteidigung mit sieben Abspielen naturgemäß am umfangreichsten vertreten ist. Dass auf gut 160 Seiten nicht jede Variante tief dargelegt werden kann, liegt sicher auf der Hand, aber was die absoluten Grundlagen angeht, so leisten die Autoren Bemerkenswertes. Häufig beginnen nach einem kurzen geschichtlichen Exkurs die ausführlichen Hinweise bereits im zweiten oder dritten Zug und den Abschluss bildet zu jedem Abspiel jeweils eine kurze Zusammenfassung.Trotz der Fülle des Stoffes verliert man nie den Überblick und besonders sympathisch wirken die häufig eingestreuten Tipps, denen man – ganz im Vertrauen auf das erfahrene Autorenduo – gerne folgen wird. Neben all den genannten Vorteilen lädt auch die äußere Aufmachung zur Beschäftigung mit diesem empfehlenswerten Buch ein, denn Aufmachung, Druck, das sehr handliche Format und last not least ein praktisches Lesebändchen lassen auch für den Bücherästheten keine Wünsche offen. Dieses zudem preisgünstige Werk eignet sich ausgezeichnet zum Selbststudium, doch auch für Übungsleiter und Schulschachgruppenleiter kann es ein wertvoller Ideengeber sein.   Rezension von Rolf Raschka im Juli 2016 In den offenen Spielen beginnt die Partie mit den Bauernschritten „e2 - e4“ und „e7 - e5“, woraus sich wichtige Eröffnungen entwickeln. Einige haben die Autoren schon tiefschürfend in „Italienische Partie - richtig gespielt“  und „Königsgambit - richtig gespielt“ behandelt. Jetzt bieten sie Vereinsmitgliedern und lernwilligen Hobbyspielern gut verständliche, besonders auf allgemeine Prinzipien hinweisende Analysen von 19 offenen Eröffnungen. Am meisten Raum nimmt die sehr verbreitete „Spanische Partie“ mit ihren Varianten ein. Das didaktisch gelungene Werk erfreut durch eine für den moderaten Preis, gute Ausstattung mit deutlichen Stellungsdiagrammen, klarer Textgestaltung und Lesefädchen.

16,80 €*
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Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Damenbauernspiele
  Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren das Material für dieses Buch zusammengestellt und ihre Arbeit begonnen haben. Herausgekommen ist ein Buch, das für den Bereich der Damenbauernspiele Erklärungen und Anleitungen gibt und nicht auf ein Studium von Varianten setzt. Mit diesem Werk verschafft sich der Leser den Zugang zu heutzutage sehr populären Systemen wie u.a. dem Trompowsky-Angriff und dem Londoner System, zu Überraschungswaffen wie beispielsweise der Weressow-Eröffnung und auch zu Spielweisen wie dem Blackmar-Diemer-Gambit, die aufgrund einer langjährigen treuen Anhängerschaft eine ganz eigene Aura umgibt. Die Hauptsysteme werden jeweils in einem der 11 Kapitel im Buch vorgestellt, die getreu dem Leitfaden dieser Buchreihe „lesen – verstehen – spielen" gestaltet sind. Die Eröffnungen werden ausführlich erläutert, wobei die Autoren einen besonderen Wert auf die Darstellung der Ideen und Pläne gelegt haben, denen sie folgen. Der Leser soll die Chance erhalten, die jeweilige Eröffnung richtig zu verstehen und diese nicht nur mit auswendig gelernten Zugfolgen in einer eigenen Partie abzuspulen. Selbst der einzelne Zug wird nach Sinn und Zweck erläutert, soweit er für das Verständnis wichtig ist. Mit den Kenntnissen, die sich der Leser mit diesem Buch verschafft, wird es ihm ein Leichtes sein, die behandelten Damenbauernspiele mit den weißen wie mit den schwarzen Steinen sinnvoll anzuwenden. Das Werk bietet zugleich die eine oder andere neue Idee an, die auch einen erfahrenen Spielpartner überraschen kann und interessante, unterhaltsame wie auch spannende Duelle verspricht. 352 Seiten, gebunden, Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im Oktober 2022 Der Trompowsky-Angriff ist eine dynamisch komplexe Eröffnung mit vielen taktischen Möglichkeiten. Durch asymmetrische Bauernstrukturen und Ungleichgewichte stehen beiden Seiten eine Vielzahl von taktischen Ideen zur Verfügung. Es ist vor allem eine perfekte Eröffnung für Spieler, die es vorziehen, strategisch vorzugehen. Der Trompowsky-Angriff ist ein System, das in dem Buch „Eröffnungen Damenbauernspiele, lesen – verstehen – spielen“ (Joachim Beyer Verlag, 352 Seiten, gebunden, Lesebändchen, 24,80 Euro) vorgestellt wird. Darüber hinaus haben die Autoren, der FIDE-Meister Jerzy Konikowski und Schachbuchautor Uwe Bekemann, noch Überraschungswaffen wie die Weressow-Eröffnung im Köcher, die nach den Zügen 1. d2–d4 d7–d5 2. Sb1–c3 Sg8–f6 3. Lc1–g5 entsteht. Außerdem gibt es auf 30 Seiten einen Einblick in das Blackmar-Diemer Gambit mit komplexen Varianten nach 1. d2–d4 d7–d5 2. e2–e4 d5xe4 3. Sb1–c3 Sg8–f6 und 4. f2–f3 e4xf3. Das Buch widmet sich somit allen Eröffnungen, in denen Weiß mit d2-d4 beginnt und damit die Kontrolle über die Felder c5 und e5 übernimmt – ohne bald den Zug c2-c4 folgen zu lassen. Diese „Damenbauernspiele“ sind für Anfänger gedacht, die eine erste Basisausstattung ihrer Eröffnungen brauchen. Das Buch richtet sich ebenso an erfahrene Spieler, die bei den Eröffnungen noch Defizite sehen und diese – mit einem begrenzten Aufwand – schnell aufarbeiten wollen. Uns schließlich zielt das Buch auch auf sogenannte Freizeitspieler ab, die nach der Eröffnung eine Stellung auf dem Brett haben wollen, aus der sich eine spannende Partie ergibt. Die Autoren bringen dies einem mit reichhaltig kommentierten und mit Diagrammen ausgestatteten Partien näher, stellen ebenso ausführlich Abspiel-Varianten vor und bieten immer wieder Zusammenfassungen, die zum Innehalten und Überprüfung der Stellung dienen. Konikowski und Bekemann raten an, die jeweiligen Kapitel von vorne durchzuarbeiten, um so das Wissen stetig zu erweitern. Hinzu kommt: Wenn es sich anbot, gibt es auch Spielmöglichkeiten, die noch nicht so oft auf Turnierbühnen gespielt wurden, ein weiterer Gewinn für Spieler, die damit ihre Gegner in die Ecke zwingen können. Freilich hat dieses Buch seinen Preis – die Zeit. Man kann dieses Buch abarbeiten, noch besser ist es aber, behutsam durchzuarbeiten.    

24,80 €*
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Konikowski & Bekemann: Eröffnungen - Sizilianische Verteidigung
Was braucht der Schachspieler, wenn er die Spielregeln beherrscht, aber in zu vielen Partien bereits in der Eröffnungsphase in Schwierigkeiten gerät? Diese Frage stand im Mittelpunkt, als unsere Autoren das Material für dieses Buch zusammengestellt und ihre Arbeit begonnen haben. Herausgekommen ist ein Buch, das für den Bereich der mit 1.e4 c5 beginnenden Sizilianischen Verteidigung Erklärungen und Anleitungen gibt und nicht auf ein Studium von Varianten setzt. Mit diesem Buch erhält der Schachfreund ein Werk, das einen auf ihn zugeschnittenen leichten Einstieg in das schwierige und umfassende Umfeld der Eröffnungstheorie ermöglicht. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob er sich wenig oder noch gar nicht mit der Eröffnungstheorie des Schachspiels befasst hat. Die hinter den einzelnen Systemen der Sizilianischen Verteidigung stehenden Ideen und Pläne werden ausführlich erklärt. Der Leser soll die Chance erhalten, die jeweilige Spielweise richtig zu verstehen und diese nicht nur mit auswendig gelernten Zugfolgen abzuspulen. Selbst der einzelne Zug wird nach Sinn und Zweck erläutert, soweit dies nicht ganz offensichtlich ist. Mit den Kenntnissen, die sich der Leser mit diesem Buch verschafft, wird es ihm leichtfallen, gut in seine praktische Partie zu kommen und ein interessantes, unterhaltsames wie auch den Erfolg versprechendes Schach zu spielen. Zugleich geben die Autoren dem Leser ein Grundrepertoire für Weiß und für Schwarz an die Hand, das die wichtigsten Linien der Sizilianischen Verteidigung enthält. 160 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Rolf Raschka (für EKZ Bibliotheksservice) im August 2017 Die sizilianische Eröffnung, in der Schwarz auf e2-e4 mit c7-c5 antwortet, ist sowohl bei Vereinsspielern als auch bei Großmeistern sehr beliebt. Deshalb erscheint es für ausgebaute Schachbestände sinnvoll, nach allgemeiner Eröffnungs-Literatur wie Konikowskis "Schnellkurs der Schacheröffnungen"oder auch "Eröffnung offene Spiele" ein Buch über Sizilianisch einzustellen .... Die Zielgruppe sind ehrgeizige Spieler, die ihr Eröffnungs-Repertoire verbessern wollen. Das wie "Eröffnung offene Spiele" solide aufgemachte, mit deutlichen Stellungsdiagrammen und Lesefädchen ausgestattete Buch kann auch ohne den Vorläufer empfohlen werden, das Preis-Leistungsverhältnis ist gut!   Rezension von Heinz Däubler im Juli 2017  Im Joachim-Beyer-Verlag ist mit Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann „Eröffnungen, Sizilianische Verteidigung“ (gebunden mit Lesebändchen, 158 Seiten, Euro 14,80) das zweite Werk aus der Reihe „Lesen, Verstehen, Spielen“ erschienen. Der Ansatz des bewährten Autorenpaares ist gleich geblieben. Adressat ist der die Regeln sicher beherrschende Anfänger, der erfahrenere Spieler mit Defiziten in der Eröffnung sowie Freizeitspieler, die besseres Schach spielen wollen. Gegenstand des Werkes ist die häufig gespielte Eröffnung „Sizilianisch“, die durch das Zugpaar 1.e4 c5 gekennzeichnet ist. Eine einleitende Einführung lenkt didaktisch vorteilhaft nicht nur auf diese Eröffnung hin. Sie dient auch sehr nützlich als Orientierungshilfe. Die Übersichtlichkeit wird noch dadurch gesteigert wird, dass die Balkenüberschrift jeder Seite Kapitel und behandelten Stoff benennt. Die ersten der 31 Kapitel sind den weniger gebräuchlichen Sizilianisch-Abspielen wie Alapin-Variante, Morra-Gambit, Grand-Prix-Angriff und der geschlossenen Variante gewidmet. Mit zunehmender Bedeutung steigt auch die Kapitelzahl. So behandeln die Kapitel 5 bis 14 die Paulsen-Variante, die Kalaschnikow-Variante, die Löwenthal-Variante, die Sweschnikow-Variante, den Richter-Rauser-Angriff, die Sosin-Variante, das Boleslawski-System, den Maroczy-Angriff, das Scheveninger-System und die Drachenvariante. Von Kapitel 15 an werden die verschiedenen Abspiele der Najdorf-Variante untersucht. Bei einem derart breit aufgestellten Werk versteht es sich von selbst, dass die Autoren auf Tiefgang verzichten und sich im Wesentlichen auf Hauptvarianten beschränken. Herausgekommen ist ein reines Eröffnungsbuch, das – der Intention entsprechend – vollständig auf praxisorientierte Unterlegung durch Turnierpartien verzichtet. Immerhin bietet das Buch eine wertende Zusammenfassung an jedem Kapitelende. Fazit: Ein Überblick über „Sizilianisch“ und nützlich für den Anfänger und ungeübten Fortgeschrittenen.

16,80 €*
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Konikowski & Bekemann: 1.e4 siegt!
Überarbeitete und ergänzte Auflage 2020   1. e4 siegt! – ein selbstbewusster und viel versprechender Buchtitel! Er steht konsequent für den Inhalt des Werkes. Weiß beginnt die Partie mit 1. e4 und spielt zielstrebig auf einen Eröffnungsvorteil. Mit 1. e4 wählt Weiß nicht nur den beliebtesten Anfangszug schlechthin, er verschafft sich damit auch beste Aussichten auf den Erhalt der Initiative und auf ein kombinationsreiches Spiel. Auf nahezu allen Wegen, die Schwarz danach einschlägt, liegt eine Fülle an Theorie vor. Einem sehr guten Reiseführer gleich führt „1. e4 siegt!“ den Leser durch das Gelände, stets darauf bedacht, ihn zugleich an die besten Plätze zu geleiten und dabei den Massentourismus zu meiden. Die Vorteile sind vielgestaltig: Dem Leser wird ein sorgfältig ausgewähltes und recherchiertes Komplettrepertoire an die Hand gegeben, aus der Sicht von Weiß geschrieben und auch für Schwarz von Nutzen. Die aufgenommenen Varianten versprechen vollwertiges Spiel und zumeist einen Eröffnungsvorteil. Sie liegen abseits der Modeströmungen, gehen deshalb der Theorieflut aus dem Weg und versprechen einen Überraschungseffekt. Das Repertoire bricht mit herkömmlichen Tabus. Es scheut auch nicht eine Abkehr von „eisernen Regeln“ des Schachs. Wenn beispielsweise ein guter Grund dafür spricht, die Dame frühzeitig in den Kampf zu führen, dann ist genau dies auch die Empfehlung der Autoren. Ein besonderer Hinweis gilt den insgesamt 78 Partien im Buch. Diese sind sehr sorgfältig ausgesucht worden. Entscheidend für die Auswahl war weniger das Jahr, in dem sie gespielt wurden, als der Gewinn, den der Leser aus ihnen ziehen kann. Wenn beispielsweise in einer älteren Partie ein markanter Fehlgriff zum Verlust führte, so wird vor allem dies lehrreich sein für den Leser. Wer „historische“ Fehler kennt, kann gleichartige Fehler in den eigenen Partien vermeiden. Das Werk enthält daher besonders instruktive Partien aus allen Epochen. Jerzy Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher bekannt. Bekemann ist Nationaler Fernschachmeister (Bronze), PR-Manager des Deutschen Fernschachbundes e.V. und Autor von diversen Gambitbüchern.   288 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im November 2020 1.e4 siegt!Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann Neben ihrem Buch über den Eröffnungszug d2-d4 hat sich das Autorenduo Jerzy Konikowski und Uwe Bekemann unter dem Titel „1. e4 siegt!“ mit dem Eröffnungszug des Königsbauern beschäftigt (Joachim Beyer Verlag, 288 Seiten, kartoniert, 24,80 Euro). Die erweiterte und überarbeitete Ausgabe bietet in 13 Kapiteln insgesamt 83 Partien, in denen nach e2-e4 von Schwarz mit einer fast unüberschaubaren Palette von Möglichkeiten ganz unterschiedliche Antworten gegeben werden können. Die Autoren greifen in ihrem Vorwort auf ein sehr bildhaftes Beispiel zurück, warum e2-e4 nicht nur ein guter, sondern der am weitest verbreiteten Eröffnungszug ist. Er sei das passende Teil im Besteck des Spielers, der die Chance auf das offene und kombinationsreiche Spiel sucht. Und es sei der Schuss, der dem Torwart beim Elfmeter eine Parade abverlangt - „den 1. e2-e4 trifft immer“. Bei allem gebührendem Respekt – wenn es nur so einfach wäre wie im Buchtitel versprochen. Der Zug e4, und dies wird bei der Lektüre des Buches sehr deutlich, ist vielmehr wie ein erster Schritt in ein großes Schach-Abenteuer, bei dem man aber auch nicht weiß, wie es endet. Um diese Ungewissheit in allen Varianten auszuräumen, haben die Autoren allen Fleiß an den Tag gelegt, um den passionierten Schachspieler durch das Dickicht zu führen. Dazu gibt es bereits in der Einführung zu allen 13 Kapiteln kurze Erklärungen, die von der Sizilianischen Verteidigung mit c5, über die Aljechin-Verteidigung mit dem Springerzug auf f6 bis zur „Anrempelung“ des weißen Bauern auf e4 durch den Zug von Schwarz mit d7-d5 reichen. Die Skandinavische Verteidigung, die erstmals von dem Spanier Luis Lucena im Jahr 1497 empfohlen wurde. Ergänzend dazu gibt es Erklärungen zu ungewöhnlichen Zügen, die auf e2-e4 folgen. Zum Beispiel a7-a6, der in der frühen Eröffnung bei Weiß zu unüberlegten Handlungen führen kann. Ebenso wie der schwarze Zug b7-b6 (Owen-Eröffnung), der in der Folge den Läufer von c8 auf b7 nach sich zieht und so die Diagonale a8 bis h1 ins Visier nimmt. Die kurzen Erklärungen in der Einführung machen es dem versierten Schachspiel einfach, sich in den längeren Kapitelthemen zu vertiefen, in denen er noch Schwächen hat. Fazit: Mit dem Buch wird dem Leser ein umfangreiches Spektrum an die Hand gegeben, um mit e2-e4 zum Erfolg zu kommen. Und es bietet auch Schwarz viele nützliche Vorschläge.

24,80 €*
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Konikowski & Bekemann: 1.d4 siegt!
Überarbeitete und ergänzte Auflage 2020  „1.d4 siegt!“ stellt ein in sich geschlossenes Repertoire bereit, das den Spieler mit Weiß nach seinem Doppelschritt mit dem Damenbauern auf jede plausible Antwort des Gegners qualifiziert reagieren lässt. Unsere Autoren haben ihre Empfehlungen so ausgesucht, dass der Leser den Weiten der Eröffnungstheorie ausweichen kann. Die im Werk aufgenommenen Linien erlauben Weiß ein initiatives und aktives Spiel. Zumeist versprechen sie zudem einen Eröffnungsvorteil.  „1.d4 siegt!“ bietet:  – Aussichtsreiche Systeme und Varianten abseits der Theoriefülle– Darstellung und Erörterung von Ideen und Plänen– Erkenntnisse aus aktuellen Turnieren, auch im Fernschach– Ausgewählte kommentierte Partien zur Praxisschulung.  Nach „Königsgambit – richtig gespielt“ (2012), „Italienische Partie – richtig gespielt“ (2013) und „1.e4 siegt!“ (2013) ist dies das vierte gemeinsame Werk des Autorenduos Konikowski/Bekemann.     Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher bekannt. Bekemann ist Nationaler Fernschachmeister (Bronze), PR-Manager des Deutschen Fernschachbundes e.V. und Autor von Gambitbüchern.  432 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag     Rezension von Jörg Palitzsch im Mai 2020 Wer den soliden Auftakt einer Partie bevorzugt, der zieht d2-d4, und bewegt sich damit in der Gruppe der Geschlossenen Spiele. Die Öffnung der Linien erfolgt meist später – oder gar nicht. Die zahlreichen Vorteile dieser Eröffnung beschreiben das Autorenduo Jerzy Konikowski, FIDE-Meister, und Uwe Bekemann, Nationaler Fernschachmeister und Autor von Gambitbüchern, in ihrem überarbeiteten und ergänzten Buch „1. d4 siegt!“ (Joachim Beyer Verlag, 432 Seiten, kartoniert, 24,80 Euro). Mit d2-d4 werden aussichtsreiche Varianten abseits der Theoriefülle geboten und sollen den Spieler mit Weiß letztendlich in die Lage versetzen, die heute kaum noch überschaubare Fülle der theoretischen Eröffnungen „links liegen zu lassen“, heißt es im Vorwort. Glaubt man einer Internet-Statistik, ist die Verbreitung der Geschlossenen Spiele mit der Eröffnung d2-d4 und der Antwort d7-d5 Schwankungen unterworfen. Von 1901 bis 1935 wurden 28 Prozent der Partien damit begonnen, von 1935 bis 1998 nur noch 15 Prozent. Der Eröffnungszug d2-d4 bei den Geschlossenen Spielen lag im ersten Zeitraum – ohne die Antwort d7-d5 – bei 16 Prozent, im zweiten Zeitraum bei 23 Prozent. Was dem Inhalt des Buches entgegenkommt. So haben sich die Autoren auf Wege konzentriert, die von Weiß als Anziehenden bestimmt werden und den Gegner überraschen. Dieser wird, so das Ziel, aus seiner Komfortzone gezogen und findet sich in einem ungewöhnlichen Eröffnungsbereich wieder in dem er nicht heimisch ist – d2-d4 dagegen sehr wohl. Konikowski und Bekemann haben dafür insgesamt 51 Partien gesichtet und bewertet, die sich auf 64 Seiten niederschlagen. Darunter auch Fernschachpartien, wo der Erfolg sehr stark von der Wahl einer aussichtsreichen Eröffnung abhängt. Wie schnell man sich mit der Antwort von Schwarz mit d5 auf den ersten weißen Zug d4 Vorteile erspielen kann, zeigen Abspielbeispiele, unter anderem der Slawischen-, als auch der Tschigorin-Verteidigung. Die von den Autoren angesprochenen „Wege“ münden für Weiß in ein aktives und entwicklungsstarkes Spiel. Weitere Beispiele sind unter anderem das Budapester Gambit und Wolga Gambit, bei denen Schwarz auf d4 mit Sf6 antwortet. Fazit: Wer sich auf 1. d4 einlässt, findet in diesem Buch eine Fülle von Anregungen. Man sollte sich allerdings Zeit dafür nehmen. Viel Zeit.

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Konikowski & Ullrich: Königsindischer Angriff – richtig gespielt
Jeder Spieler, der eher den Hauptvarianten vertraut, kennt das damit einhergehende Problem zur Genüge. Die Theorie hört nicht auf zu wachsen, und manchem wächst sie früher oder später über den Kopf. Da ist der Wunsch nach einem einfacheren Ansatz verständlich. Man wünscht sich nicht unbedingt eine Eröffnung, die auf frühestmöglichen Vorteil abzielt. Man möchte Rahmenbedingungen, die es zunächst einmal sicherstellen, den Partiebeginn solide über die Bühne zu bringen. Und die eigentlichen Kampfhandlungen sollten möglichst erst zum Mittelspiel hin einsetzen. Eine solche Eröffnung gibt es, und zwar den sogenannten „Königsindischen Angriff". Dieser bietet ein strategisch höchst interessantes Herangehen an die Eröffnungsbehandlung, mit dem alle weit ausgearbeiteten Varianten vermieden werden können. Bei diesem System (salopp gesagt: einem Deckel, der auf jeden Topf passt) stellt Weiß zunächst nur den Königsbauern ins Zentrum. Dann baut er diesen zu einem äußerst soliden Zentrumsanker aus und entwickelt seine Kräfte im Geiste der Königsindischen Verteidigung. Und die weitere Spielanlage hängt vom gegnerischen Aufbau ab. Und diese Eröffnung ist nicht etwa zweitklassig, sondern durchaus ernst zu nehmen. Dafür bürgt allein schon die Tatsache, dass etliche Spitzenspieler sie in ihrem Repertoire haben bzw. hatten. Genannt seien hier nur (stellvertretend für viele andere) Weltmeister Magnus Carlsen und Ex-Weltmeister Michail Botwinnik.304 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Rolf Raschka für EKZ Bibliotheksservice im August 2018 Königsindischer Angriff - richtig gespielt Der Schachtrainer und produktive Autor stellt mit dem königsindischen Angriff eine Eröffnung vor, die der Spieler mit Weiß gegen viele andere Systeme wie Französisch, Sizilianisch, Caro-Kann und andere einsetzen kann. Weiß beginnt stets mit dem Königsbauern e2-e4 und strebt eine Art universellen Aufbaus an. Die zahlreichen Möglichkeiten des Spiels gegen die erwähnten Eröffnungen werden in 7 Kapiteln zunächst allgemein vorgestellt, und dann durch insgesamt 69 Beispielpartien ausführlich analysiert. Das übersichtlich aufgemachte, durch deutliche Stellungsdiagramme illustrierte Lehrbuch ist zum gründlichen Studium für starke (Vereins-)Spieler ... unbedingt zu empfehlen.   Rezension von Heinz Däubler im August 2018 Im Joachim-Beyer-Verlag ist unlängst mit Jerzy Konikowski/Robert Ullrich „Königsindischer Angriff…richtig gespielt“ (broschürt, 302 Seiten, Euro 24,80) ein Werk erschienen, auf das wohl so mancher Schachfreund schon lange gewartet hat. Aus weißer Sicht geschrieben, sollte es besonders für denjenigen Turnierspieler von besonderem Interesse sein, der als Schwarzspieler die Königsindische Verteidigung zu seiner Hauptwaffe zählt. Die erfahrenen Autoren schlagen vor, den Königsindischen Angriff (KA) mit den Eröffnungszüge 1.e4 2.d3 3.Sd2 4.Sgf3 5.g3 6.Lg2 7.0-0 auf jede schwarze e4-Erwiderung anzuwenden. Dies hat Charme und macht zweifach Sinn. Zum einen braucht sich der Turnierspieler mit nur einem Partieaufbau zu befassen und reduziert den Aufwand für sein Eröffnungsstudium auf ein Minimum. Zum anderen wird er ihm am Brett wertvolle Bedenkzeit sparen. Den KA gegen Französisch (Kapitel 1), gegen Sizilianisch (Kapitel 2), gegen 1…e5 (Kapitel 3) und gegen Caro-Kann (Kapitel 4) handeln die Autoren systematisch ab, während der KA gegen die Pirc-Verteidigung (Kapitel 5), gegen die Nimzowitsch-Verteidigung (Kapitel 6) und gegen die Aljechin-Verteidigung verhältnismäßig kurz gestreift wird. Alle Kapitel bauen die Autoren nach dem gleichen Schema auf. Ein vorangestellter Theorieteil bietet eine Hauptvariante an, deren Abzweigungen als Abspiele besonders behandelt und/oder in Form von Beispielpartien erläutert werden. Der praktischen Bedeutung entsprechend liegt das Schwergewicht mit 130 Seiten und 38 Beispielpartien auf der Französischen Partie (1.e4 e6 2.d3 d5). Fazit: Nicht nur demjenigen Weißspieler zu empfehlen, der als Schwarzspieler Königsindisch zu seiner Hauptwaffe zählt.   Rezension von Jörg Palitzsch im Juni 2018 Die Eröffnungsphase eines Schachspiels bestimmt oft den weiteren Verlauf der Partie. Schwächen am Anfang rächen sich schnell im Mittelspiel, spätestens im Endspiel. Mit dem neu erschienen Buch „Königsindischer Angriff...richtig gespielt“ (Joachim Beyer Verlag, Broschur, 304 Seiten, 24,80 Euro ) geben die Autoren Jerzy Konikowski und Robert Ullrich dem Spieler ein Werkzeug an die Hand, die Eröffnung einer Partie auf ein stabiles Fundament zu stellen. Im Kern stellt Weiß zum Auftakt den Königsbauern ins Zentrum (e4) und verzichtet in der Folge auf den aktiven Zug d2-d4. Ziel ist es, nach der Absicherung des gesamten Flügels, den König schnell hinter einer Festung in Sicherheit zu bringen. In dem Buch entfaltet sich anhand von 69 Beispielpartien sowie Abspielbeispielen eine systematische Herangehensweise an die Eröffnungstheorie des Königsindischen Angriffs. Zusammengefasst wird dies in insgesamt sieben Theorie-Kapitel, die sich ausführlich mit dem Aufbau dieses Angriffs in Weiß und den entsprechenden Antworten von Schwarz beschäftigen. So geht es um den Königsindischen Angriff gegen Französisch, gegen Sizilianisch, gegen den Zug 1... e5, gegen Caro-Kann, die Pirc-Verteidigung, die Nimzowitsch-Verteidigung sowie die Aljechin-Verteidigung, die beispielsweise mit einem sofortigen Angriff auf den Königsbauern auf e4 mit dem schwarzen Springer von g8 auf f6 reagiert. Im Wust der modernen Eröffnungstheorien, deren Beschäftigung einen hohen Zeitaufwand mit sich bringen, kann der Königsindische Angriff als praktische Universal-Waffe eingesetzt werden. Jerzy Konikowski, FIDE-Meister und Autor von mehr als 100 Schachbüchern, warnt im Vorwort allerdings davor, sich die Angriffsform zu schnell zu eigen zu machen. Es sei wichtig, alle Beispiele durchzuspielen, um die Feinheiten der jeweiligen Stellungs-Aufbauten des Königsindischen Angriffs zu verstehen. In einem nächsten Schritt sollte man eigene Ideen entwickeln, um dann das Erlernte zunächst in freien Partien zu erproben. Erst dann sei die Angriffsform reif für Wettkampf-Partien. Fazit: Das Buch „Königsindischer Angriff...“ richtet sich an den erfahren Spieler, der sein Eröffnung-Repertoire erweitern will. Gut aufgebaut geht es auf die einzelnen Varianten ein, die Weiß gute Angriffschancen bieten.

24,80 €*
Schmücker: Das Sizilianische Flügelgambit
Schmücker: Das Sizilianische Flügelgambit   In seinem Werk über das Sizilianische Flügelgambit (SFG) 1.e4 c5 2.b4 cxb4 3.a3 thematisiert Marcus Schmücker ein hochinteressantes System, das lange Zeit als abenteuerlich angesehen wurde oder bestenfalls als eine exotische Option galt, um dem gewaltigen Theoriegebäude der Sizilianischen Verteidigung auszuweichen. Dabei ist die Idee dieses Gambits durchaus seriös: Indem er den schwarzen c-Bauern beseitigt und eine schnelle Entwicklung seines Damenflügels anstrebt, will Weiß positionelle Kompensation für den geopferten Bauern erlangen. Mit der besten Antwort 3… d5, die vom Autor schwerpunktmäßig behandelt wird, kann Schwarz seinerseits die Bildung eines starken weißen Bauernzentrums e4/d4 unterbinden. Die sich hiernach häufig ergebenden wilden taktischen Verwicklungen stellen weithin theoretisches Neuland dar und bieten Chancen auf einen schnellen, eventuell Gewinn bringenden Vorteil des Anziehenden, falls dieser auf einen unvorbereiteten Gegner trifft.   Sicherlich ist nicht zu erwarten, dass das SFG nun verstärkt Einzug auf GM-Turnieren halten wird. Aber vielleicht kann das Buch dazu beitragen, dass mehr (Vereins-)Spieler diese bislang wenig erprobte, aber als gesund beurteilte Anti-Sizilianisch-Waffe in ihr Repertoire aufnehmen. Der Erfolg am Brett wird letztlich darüber entscheiden, ob unser Nebenzweig am sizilianischen Mammutbaum künftig eine wachsende Popularität genießen darf.   Alle Alternativen zum „Standardzug“ 3… d5 will der Autor in einem späteren Folgeband abhandeln.       128 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag

19,80 €*
Neu
Konikowski & Bekemann: Königsgambit – richtig gespielt
Das Königsgambit ist eine scharfe Eröffnung, in der Weiß über die Züge 1.e4 e5 2.f4 Material für andere Vorteile opfert. Die Verteidigung gegen das aggressive Vorgehen seines Gegners fällt Schwarz nicht leicht. Deshalb verspricht die Eröffnung Weiß schöne Erfolge, zumal sie auch als Überraschungswaffe eingesetzt werden kann. Weiß verfolgt das strategische Hauptziel, durch das Bauernopfer auf f4 das Zentrum über d2-d4 zu besetzen, um über eine schnelle Figurenentwicklung zügig einen Königsangriff aufziehen zu können. Das Königsgambit wurde bereits in den Werken von Lucena (1497) und Ruy Lopez (1561) erwähnt. Seine höchste Blüte feierte es in der Zeit der Romantik im Schach. Aus dieser stammt auch die „Unsterbliche Partie" zwischen Anderssen und Kieseritzky, die im Buch nicht fehlen durfte. Über die Jahrzehnte hinweg und bis in die Gegenwart haben sich selbst Weltmeister des Königsgambits bedient. Auch aktuell gehört die Eröffnung zum Repertoire einiger Spieler der Weltspitze. Beliebt ist es zudem im Fernschach. Mit diesem Buch legen die Autoren eine vollständig überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Fassung ihrer Erstausgabe aus dem Jahr 2012 vor. Jerzy Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher weltweit bekannt. Uwe Bekemann ist Correspondence Chess Master, (Co-)Autor zahlreicher Eröffnungsbücher und hat viele Jahre dem Vorstand des Deutschen Fernschachbundes angehört. Durch das Königsgambit werden Sie mit einer interessanten Eröffnungswaffe ausgerüstet, die in der Praxis viel Freude bereitet und zudem schöne Erfolge in Aussicht stellt.320 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag

24,80 €*
Karpow: Caro-Kann-Verteidigung - richtig gespielt
Das moderne Schach wird durch beidseitiges Streben nach möglichst kompliziertem und dynamischem Spiel geprägt. Aus dieser Perspektive mag die Caro-Kann-Verteidigung von ihrer Struktur her etwas passiv wirken. Tatsächlich signalisiert sie dem Gegner in etwa folgende Philosophie: „Ich habe kein Interesse daran, bereits in der Eröffnung zu gewinnen – und womöglich auch noch spektakulär. Allerdings habe ich erst recht kein Interesse daran, aus dem Stand über den Haufen gerannt zu werden." Wer einen solchen Spielansatz mit Begriffen wie ''Feigheit' oder gar 'Remisschieberei' in Verbindung bringt, ist womöglich nur deswegen so negativ gestimmt, weil er solche Schwierigkeiten damit hat, gegen diese verflixte Verteidigung zu gewinnen. Und außerdem werden mit der Caro-Kann-Verteidigung sicherlich nicht weniger Glanzpartien gespielt als mit anderen Eröffnungen.   In diesem Sinne lässt der Autor, Anatoli Karpow, im Hintergrund den unausgesprochenen Kommentar anklingen: „Es ist doch völlig unwichtig, was meine Gegner über meine Eröffnung denken, wenn diese in nicht unerheblichem Maße dazu beigetragen hat, dass ich fast zwanzig Jahre lang Weltmeister und einer der erfolgreichsten Turnierspieler aller Zeiten war." 194 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag

19,80 €*
Rasuwajew & Mazukewitsch: Gambits - richtig gespielt
Rasuwajew & Mazukewitsch: Gambits - richtig gespielt   Gambit-Eröffnungen bieten seit Jahrhunderten ein Experimentierfeld für unternehmungslustige und wagemutige Spieler, die bereit sind, in der Anfangsphase der Partie materielle Zugeständnisse zu machen, um dafür einen wie immer gearteten positionellen Vorteil einzutauschen. Auch wenn manche Gambits den Höhepunkt ihrer Popularität lange überschritten haben und die meisten aufgrund verbesserter Verteidigungstechnik keine Schrecken mehr in den Turniersälen verbreiten, so haben doch einige nicht an Aktualität eingebüßt, und erfindungsreiche Meister werden nicht müde, neue Gambits zu kreieren und praktisch zu erproben.Der vorliegende Band des russischen Autorengespanns ist in zwei Teile gegliedert. Der erste gibt in alphabetischer Reihung einen Überblick über nahezu alle bekannten Gambits, jedes wird mit einer knappen Zusammenfassung inklusive ein bis zwei Kurzpartien vorgestellt. Dieser Teil, der lexikalischen Charakter trägt, wird als Nachschlage- und Orientierungswerk nützliche Dienste leisten. Der zweite Teil behandelt eine Reihe von modernen Gambitideen, die in zeitgenössischen Turnieren eingesetzt wurden. Hier wird der Leser auf ausführliche Analysen der Autoren treffen, die ihm eine tiefere Auseinandersetzung mit der Theorie dieser Eröffnungen gestatten. Die aktuelle Zweitauflage des Buchs wurde von Uwe Bekemann überarbeitet und ergänzt.Juri S. Rasuwajew (1945-2012) war ein bekannter russischer Schach-Großmeister (GM seit 1976), Theoretiker, Trainer und Autor. Insbesondere in den 1980er Jahren bestritt er eine Reihe von Turnieren in Deutschland und spielte auch in der Schach-Bundesliga. Er erzielte 4 Remisen gegen Robert Hübner beim Match „UdSSR – Rest der Welt“ in London 1984. Anatoli Mazukewitsch (*1938, Smolensk) ist ein russischer Schachmeister, Journalist und Autor, der mehr als 50 Schachbücher verfasste, wovon etliche auch in deutscher Übersetzung erschienen sind.   160 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag       Rezension:   "Wenn Sie gewinnen wollen, fürchten Sie sich nicht, das Gleichgewicht zu zerstören. Mehr noch, lernen Sie, es zu tun!", Michail Tal.Das Buch des russischen Autorenduos aus dem Beyer-Verlag wurde durch den Nationalen Fernschach-Meister (Bronze) Uwe Bekemann für diese 2. Auflage überarbeitet und aktualisiert und kommt in gewohnt guter Aufmachung und Übersichtlichkeit als Hardcover-Ausgabe daher. Der Textanteil ist in allen Kapiteln recht hoch, sodass man mit den Partien und Analysen nicht allein gelassen wird.Gegliedert ist das Buch in zwei unterschiedliche Teile. Der 1. Teil "Enzyklopädie der Gambits" beinhaltet 57 Gambits, die alphabetisch geordnet sind; von Albins Gegengambit bis zum Wolgagambit. In Wirklichkeit sind es 56, da das Lwow-Gambit auch als Tennison-Gambit ein zusätzliches Kapitel erhielt. Jedes Gambit wird mit 1-2 Kurzpartien und einer knappen historischen Einführung dargestellt; aufgelockert durch ein Bild/Zeichnung des Namensgebers. Kurzschlüsse statt Hauptvarianten kennzeichnen die Partien, von denen viele bereits nach ca. 10 Zügen ihr taktisches Ende finden.Im 2. Teil "Moderne Gambitideen" (Seite 82-159) werden 14 weitere Gambits vorgestellt. Der Aljechin-Chatard-Angriff in der Französischen Verteidigung, das Estrin-Gambit (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.d4), das Rubinstein-Gambit (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Lb5 Sd4), das Marshall-Gambit in der Spanischen Eröffnung und das Rasuwajew-Gambit (hierbei wird der weiße h-Bauer in einer Variante des Damengambits geopfert) werden dabei am ausführlichsten besprochen. Diese sind gut strukturiert aufgemacht und der historische Werdegang wird an Hand von spannenden und hochwertigen Partien und Analysen bis zum aktuellen Theoriestand dargestellt. Der Verlauf einiger Partien gipfelt in überraschenden Damenopfern.Fazit: Bei ca. 160 bekannten Gambits fehlen m.E. doch ein paar, um den 1. Teil als enzyklopädisch zu bezeichnen. Trotzdem kann der Gambit-Neuling einen Einblick und ein Gefühl für die Gefährlichkeit der dargestellten Eröffnungen bekommen.Vor allem die fünf ausführlicher behandelten Gambits aus Teil 2 machen Lust darauf diese Eröffnungen in Turnierpartien auszuprobieren. So macht Schach Spaß und Glanzpartien scheinen in der Luft zu liegen.Weniger ist manchmal mehr. IMHO würde ich lieber auf verschiedene Gambits aus Teil 1 verzichten, zu Gunsten von mehr ausführlicheren in Teil 2.   CM Manfred Herbold, Juni 2015

19,80 €*
Tipp
Konikowski & Bekemann: Reti-Eröffnung - richtig gespielt
Die Réti-Eröffnung wird über die Züge 1. Sg1-f3 d7-d5 2. c2-c4 eingeleitet, soweit sie nicht unter Zugumstellungen auf dem Brett entsteht. Sie führt das Spiel regelmäßig in ruhige und positionell geprägte Stellungen und vermeidet frühe und taktisch dominierte Schlagabtäusche. Damit ist sie eine ideale Wahl für den Spieler, der seine Fähigkeiten besonders im Positionsspiel sieht und vor frühen taktischen Überraschungen geschützt sein möchte. Mit der Réti-Eröffnung geht der Spieler mit Weiß zahlreichen Eröffnungssystemen aus dem Weg, sodass er einen großen Einfluss auf die Partieentwicklung nehmen kann. Über Zugumstellungen können allerdings andere Eröffnungen erreicht werden, die Kenntnis der Übergänge ist – für beide Seiten – wichtig. Dieses Werk richtet sich besonders an den Amateurspieler, dem es ein System mit den folgenden Vorzügen anbietet: - Leicht zu erlernen, indem es sich an zentralen Ideen und allgemeinen Aufbauplänen orientiert und lange Variantenketten nicht auswendig gelernt werden müssen. - Aufbau eines Spezialwissens durch Konzentration auf bestimmte Fortsetzungen. - Solides Stellungsspiel ab der Mittelspielphase und Schutz vor den schon erwähnten scharfen taktischen Überraschungen. - Nach Möglichkeit neue und noch nicht ausgetretene Zugpfade, die dem Spieler im Wissen auch einem erfahrenen Gegner gegenüber Chancengleichheit gewähren und Raum für die Erprobung neuer Ideen geben. Unsere Autoren haben dieses Buch unter dem Anspruch geschrieben, gleichermaßen für den Spieler mit Weiß wie mit Schwarz die besten Varianten zu finden, die den beschriebenen Kriterien entsprechen. Auf dieses Buch gestützt finden deshalb beide Seiten in gleicher Qualität ihre Wege ins Mittelspiel. Alle Empfehlungen und im Werk aufgezeigten Pläne basieren auf sorgfältigen Erwägungen, die sich auch den Erkenntnissen aus der Praxis bedienen, nicht nur in den Duellen am Brett, sondern auch auf der Bühne des Fernschachspiels. Analysen, die zumeist durch den Einsatz moderner Spitzen-Engines überprüft worden sind, ergänzen die Beispiele aus dem praktischen Spiel.   316 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Christian Hoethe im September 2022Wirkliche Eröffnungsbücher sind heutzutage leider eine Rarität geworden. Und damit meine ich keine Repertoire-Bücher, sondern  old-school -Eröffnungsbücher, die dem Leser eine Komplett-Übersicht über eine bestimmte Eröffnung geben,. Warum ist das so? Weil das Eröffnungsstudium in digitaler Form heute womöglich einfacher ist? Aber trifft das wirklich zu?  Wenn ich mich durch den gesamten Eröffnungsbaum eines Computerprogramms quälen muss, macht das nicht unbedingt Spaß und ist an Trockenheit kaum zu überbieten. Dagegen ist für mich das Lernen mit einem  greifbaren Eröffnungsbuch gar nicht mal so unspannend. Wenn es gut ist, erklärt es, warum welche Variante gut oder schlecht ist. Und wenn man sogar seltene Nebenvarianten findet, die den Gegner womöglich überraschen könnten, der Hauptvariante aber nur in puncto Popularität nachstehen, ist es richtig gut! Mehr oder weniger gute Repertoire-Bücher gibt es dagegen wie Sand am Meer. Deshalb verdient jeder Autor, der sich an eine Eröffnungs-Monographie wagt, heutzutage schon einmal per se meinen Respekt! Eine tolle Aufgabe, eine schwierige, ja, manchmal ziemlich undankbare Aufgabe, die sich gut und gern schon einmal über Jahre hinziehen kann. Alle Achtung, wenn dann noch etwas von Wert dabei herauskommt! Besonders eine Variante, die jahrzehntelang als gut für Weiß galt und die in diversen Eröffnungs-Monographien (u.a. von Marin, Davies, Kosten) empfohlen wurde, wird hier einer dringend nötigen Aktualisierung unterzogen:1.Sf3 d5 2.c4 c6 3.g3 Sf6 4.Lg2 Lf5 5.cxd5 cxd5 6.Db3 stöt auf die moderne Engine-Erwiderung 6...Sc6! 7.Dxb7 Ld7 8.Db3 e5! und Schwarz steht dank des Bauernopfers besser entwickelt und zum Angriff bereit. In meiner Datenbank holt Schwarz nach 6...Sc6 satte 60 Prozent, Remispartien nicht eingerechnet. Weiß mag dem kritischen Test mit 7.d3 ausweichen, aber wozu dann überhaupt inkonsequent auf b7 losgehen?IM Breutigam schlägt auf seiner Réti-DVD als Alternative 7.0-0 vor, findet aber nach 7...e5 für Weiß auch nur Ausgleich. Großmeister Bologan weicht dem Abspiel auf seiner DVD gänzlich und offenbar wohlwissend aus und empfiehlt stattdessen 5.0-0, um erst auf d5 zu tauschen, wenn Schwarz e7-e6 gezogen hat. Dies wiederum kann jedoch mit einem erneut kritischen Bauernopfer auf c4 verbunden sein, etwas, das nicht jedem Anziehenden zu solch frühem Zeitpunkt passen wird. Es verwundert, dass so viele zeitgenössische Eröffnungsautoren dieses Abspiel für Weiß auch noch nach 2015 empfohlen haben, als bereits mehr als deutlich wurde  Black is okay , wie Adorjan es auszudrücken pflegte. Aus der Perspektive des Jahres 2022 ist es einfach, Folgendes festzustellen: Meines Wissens nach nicht enthalten ist die Spielweise 1.Sf3 d5 2.c4 d4 3.b4 g5!?, die gemä meiner Datenbank unter Großmeistern 2015 erstmals gehäuft (nämlich 7 mal) gespielt wurde und die damit in die Finalisierungsphase des Buches fiel. Neue Engine-Entdeckungen prasseln seit geraumer Zeit und regelmäig auf uns ein, kaum ein Superturnier, das nicht die neuesten Computerzüge thematisiert. Jedes Buch kann nur den bis dato aktuellen Stand widerspiegeln. Insofern hat  Réti-Eröffnung - richtig gespielt den Stand der Zeit gut zusammengefasst. Schussfolgerungen zu jeder Variante erleichtern es dem Leser, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Besonders gefallen hat mir zudem, dass die Autoren aktuelle mit historischen Partien zum Réti-System kombinieren. So finden sich sowohl Partien von Kramnik, Rapport und Carlsen als auch von Capablanca, Botwinnik und natürlich von Réti selbst in dem Buch. Ausführliche 315 Seiten und das angenehme Hardcover aus dem Joachim Beyer-Verlag machen diesen Titel abrundend zu einem sehr guten Referenzwerk zur Réti-Eröffnung.   Rezension von Heinz Däubler im Januar 2018 Im Joachim-Beyer-Verlag ist mit Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann „Reti-Eröffnung…richtig gespielt“ (315 Seiten, gebunden mit Lesebändchen, Euro 24,80) ein umfangreiches Werk erschienen. Es hat mit der Réti-Eröffnung – gekennzeichnet durch die Züge 1.Sf3 d5 2.c4 – eine auch heute noch sehr populäre Eröffnung zum Gegenstand, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von den jungen Wilden um Richard Réti und Aaron Nimzowitsch eingeführt wurde. Profitieren wird von diesem Werk in erster Linie derjenige Partiespieler, der einen ruhigen, positionellen Spielaufbau liebt und gerne taktische Überraschungen meidet. Es richtet sich an Weiß- und Schwarzspieler. Absicht der Autoren ist es, dem Amateurspieler den Aufbau eines Spezialwissens durch Konzentration auf bestimmte Fortsetzungen anzubieten, der sich an zentralen Ideen und allgemeinen Aufbauplänen orientiert. Es kann konstatiert werden, dass dies den Autoren gut gelungen ist. Die vorangestellte Einführung dient der Orientierung und bietet bereits einen Streifzug durch die behandelte Materie. Bevor die Autoren wesentliche Abspiele der Réti-Eröffnung untersuchen, machen sie in den beiden ersten Kapiteln einen Abstecher in die Abweichungen 2.g3 und 2.b3, bevor sie sich von Kapitel 3 an die sich nach 1.Sf3 d5 2.c4 ergebenden Varianten vornehmen. Kapitel 3 bis 5 haben die Entgegnungen 2…d4, 2…e6 und 2…dxc4 zum Gegenstand, wobei Kapitel 3 (1.Sf3 d5 2.c4 d4) wegen seiner praktischen Bedeutung und der relativ hohen schwarzen Erfolgsquote mit 48 Seiten besonders viel Raum einnimmt. Die Kapitel 6 bis 11 nehmen sich den nach 2…c6 ergebenden Abspielen an. Was sonst noch gefällt: - Hinweise auf Turnierpartien in allen Abspielen. - fleißige und gründliche Partierecherche. - Variantenkontrolle durch Spitzen-Engines. - Wertende Zusammenfassung nach jedem Abspiel. - 28 kommentierte Partiebeispiele aus der Turnierpraxis 1923 - 2015.

24,80 €*
Uhlmann: Französisch - richtig gespielt
Die Französische Verteidigung (1.e4 e6), die erstmals in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts merklich ins Blickfeld der Schachgemeinde geriet, zählt bis heute zu den wichtigsten und populärsten Eröffnungen im Schach. Der Autor des vorliegenden Buchs, der deutsche Großmeister Wolfgang Uhlmann, ist ein weltweit angesehener Französisch-Experte, der diese Eröffnung über seine gesamte Schachkarriere praktisch erprobt und ihre Theorie bereichert hat. Eine Auswahl von 76 überwiegend eigenen Partien dokumentiert die beachtlichen Erfolge, die er als Schwarzspieler mit seiner Lieblingseröffnung erzielt hat, häufig gegen stärkste Gegnerschaft. Dabei erhält der Leser mit den eröffnungstheoretischen Ausführungen, die in die Partiekommentare integriert sind, eine fundierte Anleitung zur Behandlung dieser Eröffnung. Es ist nicht Uhlmanns Anliegen, eine lückenlose Darstellung von Systemen und Varianten zu liefern, vielmehr stehen Stellungsbeurteilung und Planfindung im Vordergrund. Zugleich wird in dieser Zusammenstellung der Werdegang nachvollziehbar, den der Autor mit seinen bevorzugten Französisch-Varianten genommen hat. Uhlmanns Werk liegt nun in der 4. aktualisierten und ergänzten Auflage vor. Insbesondere hat der Autor fünf neue Partien von anderen Französisch-Spezialisten aus jüngerer Zeit aufgenommen. Der Dresdner IGM Wolfgang Uhlmann (geb. 1935) war von 1958 bis 1989 der stärkste Spieler der DDR und nahm an 11 Schacholympiaden teil (10-mal am Spitzenbrett). Zu seiner besten Zeit gehörte er zur erweiterten Weltspitze und feierte herausragende Erfolge in vielen nationalen und internationalen Turnieren. Nicht zuletzt war er auch als Bundesligaspieler aktiv und ist als Autor zahlreicher Veröffentlichungen hervorgetreten.   198 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag 

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Konikowski: Damengambit - richtig gespielt
Konikowski: Damengambit - richtig gespielt Das Damengambit (1. d4 d5 2. c4) ist eine sehr alte Eröffnung, die bereits in Handschriften des späten 15. Jahrhunderts erwähnt wird, allerdings erst mit dem Aufkommen des Positionsspiels nach Steinitz erheblich an Beliebtheit gewann und in den 1920er und 30er Jahren einen Höhepunkt der Popularität erlebte. Auch wenn später andere Systeme die führende Rolle übernommen haben, ist das Damengambit immer noch sehr häufig in Turnieren aller Klassen anzutreffen. Es gilt als gesunde und zuverlässige Eröffnung für Spieler, die eine solide Partieanlage anstreben. Dabei erscheint die Einstufung als Gambit kaum gerechtfertigt, denn Weiß geht kein wirkliches Wagnis ein: Bei Annahme des Gambits kann der Mehrbauer von Schwarz nicht ohne ernsthafte Nachteile behauptet werden. Mit 2. c4 beginnt Weiß den Kampf um die Zentralfelder d5 und e4, bedingt durch die schwarzen Antwortzüge haben sich verschiedene Eröffnungssysteme herausgebildet: Die drei wichtigsten sind 2... dxc4 (angenommenes Damengambit), 2... e6 (abgelehntes Damengambit) und 2... c6 (Slawisch). Sie stehen naturgemäß im Mittelpunkt dieses Buchs, aber auch andere schwarze Fortsetzungen im zweiten Zug, wie Albins Gegengambit (2... e5) oder die Tschigorin-Verteidigung (2... Sc6), wurden aufgenommen. Gleichfalls berücksichtigt sind Abweichungen im zweiten weißen Zug, die zur Gruppe der Damenbauernspiele führen, wie das Colle-System oder das abenteuerliche Blackmar-Diemer-Gambit (2. e4). Ein so ausgedehntes Eröffnungssystem wie das Damengambit kann in einem Buch dieses Umfangs natürlich nicht erschöpfend behandelt werden. Der Autor musste sich darauf beschränken, die wichtigsten Abspiele und die mit diesen verknüpften Besonderheiten darzulegen. Dies geschieht in einer ausführlichen Einleitung sowie in 21 Kapiteln, die noch um eine Auswahl von 60 kommentierten Partien aus der Turnierpraxis ergänzt wurden. Die vorliegende überarbeitete Neuauflage richtet sich vornehmlich an Vereinsspieler und Amateure, die sich einen fundierten Überblick zu diesem Eröffnungskomplex verschaffen möchten, ohne auf die vielfach vorhandenen Monografien einzelner Untersysteme zurückgreifen zu müssen. 248 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Heinz Däubler, November 2016Im Joachim-Beyer-Verlag ist in diesem Jahr in 3. überarbeiteter und ergänzter Auflage Jerzy Konikowski „Damengambit…richtig gespielt“ (gebunden mit Lesebändchen, 247 Seiten, 22,80 Euro) erschienen. Das schon im 15. Jahrhundert gespielte solide und gesunde Damengambit ist ein sehr häufiger Gast bei Schachturnieren und wird von Spielern aller Spielstärken sehr gerne angewandt.Die Theorie des Damengambits ist mittlerweile derart umfangreich, dass es in einem Buch nicht darzustellen ist. Deshalb kann das Werk nur einen Einblick über die vielfältigen Varianten des Damengambits geben. Es richtet sich deshalb in erster Linie an den Vereins- und Amateurspieler, der sich einen Überblick über die strategischen und taktischen Merkmale dieser Eröffnung verschaffen will.Nachdem in der Praxis weit überwiegend das orthodoxe Damengambit (2…e6), das angenommene Damengambit (2…dxc4) und Slawisch (2…c6) anzutreffen sind, stehen diese in der Einleitung sowie den Kapiteln 4 und 5 abgehandelten Eröffnungssysteme im Mittelpunkt der Untersuchung.Zuvor geht der Autor in den Kapiteln 1 bis 3 auf die absoluten Nebenabspiele Colle-System, die Richter-Weressow-Eröffnung und das Blackmar-Diemer-Gambit ein. In den Kapiteln 7 bis 21 gibt der Autor einen Einblick in eine ganze Reihe von Abspielen, aus der vom Umfang her dieWiener Variante, die Tarrasch-Variante, die Abtauschvariante und die Variante mit 5.Lf4 herausragen.Es gefällt, dass der Autor jedes Kapitel per Notation und Diagramm einleitet und das Ergebnis seiner Untersuchung am Ende eines jeden Kapitels zusammenfasst.Sehr nützlich für den Lernenden ist die Darstellung der im Damengambit entstehenden Bauernstrukturen, die dem Lernenden hilft, die strategischen und taktischen Nuancen dieser Eröffnung aufzunehmen. Den Abschluss bilden 60 instruktiv erläuterte Partien aus der Großmeisterpraxis der Jahre 1983 bis 2015.  Rezension von Uwe Bekemann im Dezember 2015 Mit seiner 3. überarbeiteten und ergänzten Auflage ist das Werk "Damengambit … richtig gespielt" von Jerzy Konikowski ganz frisch wieder in den Markt gekommen. Erschienen ist es als Imprint des Schachverlags Ullrich im Joachim Beyer Verlag. Auch wenn der Buchtitel ausschließlich das Damengambit als Inhalt benennt, erhält der Leser auch Stoff außerhalb dessen in die Hand, was gemeinhin unter dieser Bezeichnung läuft. Zu den weiteren Inhalten zählen beispielsweise die Slawische Verteidigung, das Colle-System, das Blackmar-Diemer-Gambit, die Tschigorin Verteidigung und mehr. Ein so weiter Streifzug durch die Systeme kann diese natürlich nicht erschöpfend darstellen, was auch der Rückentext deutlich herausstellt. Dort steht: "Die vorliegende überarbeitete Neuauflage richtet sich vornehmlich an Vereinsspieler und Amateure, die sich einen fundierten Überblick zu diesem Eröffnungskomplex verschaffen möchten, ohne auf die vielfach vorhandenen Monografien einzelner Untersysteme zurückgreifen zu müssen. Ich denke, dass "Damengambit … richtig gespielt" genau diesen selbst gesetzten Anspruch erfüllt. In einem einleitenden Teil stellt Konikowski zunächst "Bauernstrukturen im Damengambit" vor. Auf rund 20 Seiten wird der Leser mit dem Rüstzeug ausgestattet, die wesentlichen Stellungsmerkmale in den sich anschließenden Theoriekapiteln hinsichtlich der Bauernkonstellationen mit angezeigten Formen einer Behandlung in Verbindung zu bringen. Eine typische Formation kann er wiedererkennen und seine Entscheidung auch auf der Basis seiner Erkenntnisse aus den einleitenden Ausführungen treffen. Diesem allgemeinen Teil folgt eine Einleitung. Diese ähnelt im Erscheinungsbild den nachfolgenden Theoriekapiteln, enthält tatsächlich auch Abweichungen von überwiegend nachrangier Bedeutung, zeigt vor allem aber auf, wie sich das theoretische Material auf die folgenden Kapitel verteilt. Der Einleitung schließen sich 21 Kapitel an, die sich jeweils einem bestimmten Eröffnungssystem widmen. Ein 22. Kapitel folgt mit insgesamt 60 Beispielpartien. Diese beziehen sich inhaltlich auf alle vorhergehenden Kapitel und dienen der ganzheitlichen Betrachtung einer Eröffnung im Partieeinsatz. Die Kommentierung setzt sich aus Textkommentaren und Analysen bzw. als Varianten genutzten Partiefragmenten zusammen. Die jüngsten der abgebildeten Partien stammen aus dem Jahr 2015. Die Aktualisierung des Werkes ist auch an dem Partienteil nicht vorbeigegangen. Die 21 Kapitel "reinen" Theoriekapitel sind inhaltlich identisch aufgebaut. Die Initialzugfolge wird abgebildet, regelmäßig mit einigen erklärenden Worten. Dann geht es sogleich in die Besprechung der Theorie. Diese erfolgt an einem Baum aus Hauptvariante und Abzweigungen. Konikowski erklärt viel, spart aber auch nicht an Varianten. Dieser Aspekt ist für den Fernschachspieler von Bedeutung, der diese Varianten in seiner Partie unmittelbar einsetzen kann. Aufgefallen ist mir an ausgesuchten Beispielen, dass Konikowski gerne auch mal eine weniger gängige Empfehlung "herauskitzelt", die der Gegner in einer fortlaufenden Partie vielleicht nicht erwartet hat, sofern er auf die Hauptvarianten fixiert ist. Statistisch relevantes Material gibt es in diesen Fällen kaum und beruht dann oft nur auf ca. fünf bis sechs Beispielpartien. Der Leser bekommt so durchaus Erfolg versprechendes Material in die Hand, ohne dass der Gegner die Partie darauf hat zusteuern sehen. Er kann es in seiner Partie im Wissen einsetzen, dass es von Konikowski gut geprüft worden ist. Der Käufer erhält "Damengambit … richtig gespielt" in einer gebundenen Fassung und einem festen Einband. Den "besonderen Pfiff" macht dabei auch ein Lesebändchen aus, dass dem im Werk arbeitenden Leser immer anzeigt, wo er sich gerade befindet. Fazit: "Damengambit … richtig gespielt" ist ein sehr guter Allrounder, um das Damengambit, die Slawische Verteidigung und einige weitere weniger breite Systeme für den Einsatz im Klubspiel oder eben auch in der privaten Partie am heimischen Brett zu erlernen. Damit ist das Werk zugleich eine gute Grundausstattung, auf deren Basis der Spieler seine Entscheidungen treffen kann, für welche Systeme er sich bedarfsweise Spezialliteratur beschaffen möchte.   Ich kann den Kauf des Buches bis in den Klubbereich hinein empfehlen.  

22,80 €*
Konikowski: Modernes Sizilianisch - richtig gespielt
1...c7-c5 als Antwort auf 1.e2-e4 wird bereits 1594 in einem Buch des Italieners Giulio Cesare Polerio (1548-1612) erwähnt, und im 17. Jahrhundert gab ihr sein Landsmann Gioachino Greco (1600-1634) dieser Eröffnung den Namen „Giuoco Siciliano". Zunächst wurde diese Verteidigung nur selten angewandt, aber im Laufe der Zeit erregte sie immer mehr Aufsehen und speziell seit Mitte des 20. Jahrhunderts nahm ihre Popularität deutlich zu. Heutzutage ist die „Sizilianische Verteidigung" die meistgespielte Eröffnung gegen 1.e2-e4 und ihre Beliebtheit wächst unaufhörlich, weil sie zu scharfen und komplizierten Stellungen führt, in denen Schwarz gute dynamische Gegenchancen erhält. Die „Sizilianische Verteidigung" bietet Spielern jeglicher Spielstärke, vom Amateur bis hin zur Weltspitze, einen breiten Anwendungsbereich. Behandelt werden zunächst alle Abweichungen, bevor die Grundstellung nach 1.e4 c5 2.¤f3 d6 3.d4 usw. überhaupt erreicht wird – wie die „Geschlossene Variante", das „Morra-Gambit", die „Alapin-Variante", der „Grand-Prix-Angriff", die Fortsetzung 3.¥b5+ usw. Da es allerdings aus Platzgründen leider nicht möglich ist, alle Hauptsysteme des Sizilianers in einem einzigen Buch vorzustellen, hat sich der Autor entschieden, Ihnen eine der heute populärsten Spielweisen näherzubringen, welche fast immer zu einem kompromisslosem Kampf führt – und zwar das Najdorf-System. Der bekannte Schachautor, FIDE-Meister Jerzy Konikowski, erläutert in diesem Buch die Geheimnisse der „Sizilianischen Verteidigung". Auf der Basis von 18 theoretischen Kapiteln und einem Schlussteil mit 74 ausführlich kommentierten Partien erklärt er ihre strategischen und taktischen Raffinessen und bietet dem Leser somit ein komplettes Repertoire gegen den Eröffnungszug 1.e2-e4. 336 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag Rezension von Jörg Palitzsch im März 2021 Der Zug 1. … c7-c5 gilt als beste Antwort für Schwarz auf die Königsbauerneröffnung e2-e4. Er verspricht Erfolgsaussichten, wenn man mit Schwarz auf Gewinn setzt. Der Zug wird wegen seines Variantenreichtums gespielt, ist je nach Variante etwas defensiv aber nicht zu passiv – und bei allem flexibel. Giulio Polerio war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts nicht nur der beste Schachspieler Italiens, sondern auch der führende Theoretiker seiner Zeit. Er beschrieb als erster die „Sizilianische Verteidigung“, auch wenn sie damals noch nicht so hieß, im 17. Jahrhundert benannte sein Landsmann Gioachchino Greco sie „Giuoco Siciliano“. In der überarbeiteten und ergänzten vierten Auflage seines Buches „Modernes Sizilianisch...richtig gespielt“ (Joachim Beyer Verlag, 336 Seiten, kartoniert, 24,80 Euro) hat FIDE-Meister Jerzy Konikowski alles aufgeboten, um Schachspielern die heute weltweit verbreitete populäre Verteidigung näherzubringen. Er zeigt dabei ein komplettes Repertoire für Schwarz gegen den Eröffnungszug mit dem Königsbauern auf e4. Neben einzelnen Varianten, wie die Geschlossene -, Alapin-, die Bauernraub – und Polugajewski Variante werden allein zehn Fortsetzungen und drei Möglichkeiten des Angriffs präsentiert. Es gibt also reichlich Spielzüge, die genügend Antworten für eine erfolgreiche Fortsetzung mit den schwarzen Figuren in der Frühphase einer Partie. Der Autor weist dann auch darauf hin, dieser Phase genügend zu beachten. Wenn eine Seite schon am Anfang eines Kampfes materiell und positionell in Nachteil gerate, werde es nicht leicht, dies im weiteren Spielverlauf wieder auszubügeln, so Jerzy Konikowski. Die Sizilianische Verteidigung – speziell das Najdorf-System, das nach 1. e2–e4 c7–c5, 2. Sg1–f3 d7–d6, 3. d2–d4 c5xd4, 4. Sf3xd4 Sg8–f6 und 5. Sb1–c3 a7–a6 entsteht, biete jedem Spieler jeder Spielstärke die Möglichkeit, einen kompromisslosen Kampf mit Schwarz zu führen. Berühmte Spieler wie Michail Tal und Bobby Fischer setzten erfolgreich auf dieses System, zu Beginn 1980er Jahre wählte sie Garri Kasparow zu seiner Hauptwaffe mit den schwarzen Steinen und sorgte für eine weitere Popularität. So finden sich im zweiten Teil des Buches insgesamt 74 Beispielpartien aus dem Jahren 1959 (Keres – Fischer) bis 2020 (Sarana – Vachier-Lagrave), die die große Wirksamkeit der Sizilianischen Verteidigung aufzeigen.   Rezension von Heinz Däubler im August 2016 Im Joachim-Beyer-Verlag ist in 2. überarbeiteter und ergänzter Auflage Jerzy Konikowski „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ (gebunden mit Lesebändchen, 303 Seiten, Euro 22,80) erschienen. Dabei hat der Autor dicht gepackt eine Fülle von Informationen zusammengetragen. Das Werk richtet sich an denjenigen Schachfreund, der als Schwarzspieler die Sizilianische Eröffnung in sein Repertoire einbauen will. Dabei ist der Titel „Modernes Sizilianisch“ zunächst etwas verwirrend. Angeboten wird kein Abriss der gesamten Breite dieser Eröffnung, was bei einem Buchumfang von ca. 300 Seiten den Rahmen sprengen würde. Der Autor geht in 19 Kapiteln lediglich auf die Najdorf-Verteidigung des Sizilianers ein, sieht man einmal von den ersten fünf Kapiteln ab, in denen er die frühen Abweichungen 2.Sc3, 2.c3, 2.d4, 2.f4 und die Fortsetzung 3.Lb5+ abhandelt. Von Kapitel 6 an stellt der Autor die Najdorf-Variante zur Diskussion, die durch die Züge 1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 gekennzeichnet ist. So spürt er in den Kapiteln 6 bis 11 baumartig die Verzweigungen auf, die sich nach den 6. weißen Zügen f3, Le3, f4, g3, Le2 und Lc4 ergeben. In den Kapiteln 12 bis 18 bietet der Autor für Schwarz die Abspiele Db6, b5, Dc7, Sbd7, Sc6 und Le7 zum Studium an, die sich nach der für Weiß wohl chancenreichsten Zugfolge 6.Lg5 e6 7.f4 ergeben. Dem 19. und letzten Kapitel sind 70 gehaltvolle Großmeisterpartien (1959-2014) gewidmet. Was sonst noch gefällt: ■ Vorstellung eines jeden Abspiels per Diagramm. ■ Verknüpfung des behandelten Stoffes mit den Partien. ■ Wertende Zusammenfassung am Ende eines jeden Abspiels. ■ Ausführliches Literaturverzeichnis im Anhang. Rezension von Uwe Bekemann, für BDF-Portal + Fernschachpost Rund acht Jahre nach der Erstauflage ist das Werk „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“, geschrieben von Jerzy Konikowski, mit der 2., überarbeiteten und ergänzten Auflage auf den Markt gekommen. Heutzutage ist das Erscheinen einer Neuauflage eines Eröffnungsbuches längst keine Allerweltssache mehr. Es ist im Reigen der zahlreichen Neuerscheinungen jedes Jahr eher eine Ausnahme und unterstreicht die von der zahlreichen Kundschaft mit dem Kauf bestätigte Qualität. Zunächst zum rein Äußerlichen: „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ erscheint in einem neuen Gewand, aber in der bewährten soliden Aufmachung. Auch als Imprint des Schachverlags Ullrich im Joachim Beyer Verlag sind der Hardcover-Einband, die anspruchsvolle Bindung und das Lesebändchen Merkmale, die der Leser spätestens nach dem fünfzigsten Zugriff zu schätzen wissen wird. Das Buch ist für die häufige Nutzung gemacht, mit seiner Robustheit trotzt es der Abnutzung und einem Zerfleddern. Um es auf den Punkt zu bringen: Mit diesem Werk hat man etwas in der Hand. Und dies gilt auch für den wichtigsten Teil aller Kundenwünsche, den Inhalt. Gegenüber der ersten Auflage ist dieser noch einmal um rund 40 Seiten gewachsen. Nicht nur in den Beispielpartien, von denen es insgesamt 70 im Buch gibt, sondern durchgehend finden sich die Hinweise auf eine vollständige Überarbeitung. Das jüngste Material stammt aus dem laufenden Jahr 2014, aktueller geht nicht. Insgesamt 19 Kapitel verteilen sich über das Werk, die Nr. 19 enthält gesammelt die schon angesprochenen Beispielpartien. Diese beziehen sich auf alle vorhergehenden Kapitel, sind intensiv kommentiert und erfüllen gleich zwei Funktionen. So veranschaulichen sie einerseits die Spielführung und ergänzen andererseits die Ausführungen zur Theorie in den vorangehenden Teilen. Wie Konikowski in seinem Vorwort zurecht bemerkt, kann die Sizilianische Verteidigung nicht hinsichtlich aller ihrer Systeme in einem einzigen Buch dargestellt werden. Er hat sich deshalb auf das Najdorf-System konzentriert, eines der heute beliebtesten Systeme überhaupt. Andere Spielweisen, beispielsweise die Drachenvariante und das Sweschnikow-System, bleiben deshalb außen vor. Dennoch ist es äußerst schwer, auch unter dieser Konzentration ein rundes Repertoire zusammenzustellen, denn auch mit der Najdorf-Variante lassen sich heute mehrbändige Ausarbeitungen füllen. Wer Jerzy Konikowski kennt, der weiß um sein feines Gespür für Varianten, die u.a. die folgenden Qualitäten haben 1.Sie versprechen ein gutes Spiel, wenn auch nicht zwingend einen Vorteil. 2.Sie gehen weiten Gefilden der Theorie aus dem Weg. 3. Sie sind relativ leicht zu verstehen und zu erlernen. Mit diesen Merkmalen sind sie genau das Richtige für den Klubspieler. Das Herzstück von „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ ist somit die Theorie zum Najdorf-System. Mit dem 6. Kapitel geht er konkret darauf ein. Es liegt auch in der Hand von Weiß, ob der Nachziehende sein Ziel, Najdorf auf das Brett zu bekommen, erreicht. Wenn er vorher das Spiel bestimmend abweicht, muss Schwarz mit einem ausreichenden Rüstzeug antworten können. Dies stellt Konikowski in den ersten fünf Kapiteln und in einem ersten Schritt bereits in seiner Einleitung sicher. Das Werk ist wie folgt gegliedert: Einleitung (Darstellung der Abfolge der theoretischen Behandlung und der „exotischen“ Spielweisen) Kapitel 1: Geschlossene Variante (1.e4 c5 2.Sc3) Kapitel 2: Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) Kapitel 3: Morra-Angriff, auch Morra-Gambit genannt (1.e4 c5 2.d4 cxd4 3.c3) Kapitel 4: Grand-Prix-Angriff (1.e4 c5 2.f4) Kapitel 5: Die Fortsetzung 3.Lb5+, üblicherweise als Rossolimo-Angriff bezeichnet (1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+) Kapitel 6 bis 18: Najdorf-Variante in allen wichtigen Variationen Kapitel 19: Beispielpartien. Ein Variantenindex ist nicht enthalten. Dessen Funktion wird aber zumindest grundlegend vom Inhaltsverzeichnis erfüllt, das eben auch die Züge enthält, über die eine Weichenstellung erfolgt. Jerzy Konikowski hat in einer immens hohen Zahl Eröffnungsbücher geschrieben. Seine Art der Darstellung ist deshalb bekannt. Ihr bedient er sich auch in „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“. Dies bedeutet, dass er eine Mischung aus Text und Varianten in seiner Kommentierung anbietet. Es ist schwer, eine Mengenrelation zu geben. Ich kann mich deshalb nur auf einen persönlichen Eindruck zurückziehen. Nach diesem taxiere ich den Textanteil der Analysen auf etwa ein Drittel bis zu einem Viertel und die konkreten Züge auf etwa zwei Drittel bzw. drei Viertel. Mir persönlich sagt dieses Verhältnis sehr zu, da die Textausführungen jenseits von banalen Aussagen, die den Klubspieler nicht mehr schlauer machen können, einsetzen und genügend Variantenmaterial angeboten wird. Dieses ist gesichtet und auf Qualität geprüft. Auch der Fernschachspieler weiß dies zu schätzen, unterstützt ihn das Werk doch auf diese Weise in seiner Arbeit mit der eigenen Partiendatenbank in der Partie. „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ offeriert dem Spieler ein „rundes“ Repertoire. Dies bedeutet, dass er nicht mit „Allerweltszügen“ aus seiner Vorbereitung gedrängt werden kann. Auf jede wichtige Weichenstellung seines Gegners mit den weißen Steinen bekommt man als Schwarzer etwas an die Hand. Das Spannungsfeld zwischen der bestmöglichen Vorbereitung und dem Aufwand, den ein Klubspieler sich leisten kann, ist mit diesem Werk sehr gut aufgelöst. Mit den Anleitungen und Hinweisen Konikowskis zur Strategie und zu Eigenheiten in der Spielweise ist er gut präpariert, wenn ihm sein Gegner einen konkreten Zug serviert, der nicht im Buch zu finden ist. Und dass dies passieren wird, ist systembedingt, denn für mehr müsste der Leser umfangreiche Spezialwerke studieren. Es ist schwer, den Adressatenkreis des Werkes nach der Spielstärke zu definieren. So möchte ich keine Eingrenzungen nach der DWZ geben und mehr beschreibend vorgehen. Der Leser sollte, um mit einem ausreichenden Tiefgang mit dem Werk arbeiten zu können, die Anfangsgründe des Schachspiels schon etwas hinter sich gelassen haben. Sein Schachverständnis sollte so weit entwickelt sein, dass er fundiert eine eigene Stellungseinschätzung vornehmen kann. Er sollte also erkennen können, wenn eine Seite beispielsweise den Vorteil eines Läuferpaares hat, eine bessere Bauernstellung oder vielleicht eine offene Linie. Dann kann er es nachvollziehen, wenn Konikowski zum Urteil von „Weiß steht besser“ oder „Schwarz verfügt über die besseren Angriffschancen“ kommt. Es sollte zum Bestandteil einer intensiven Arbeit des Lesers mit „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ gehören, die Ausführungen des Autors genau zu studieren und nachzuvollziehen. Dann wird er unter dessen Anleitung tatsächlich dem schon im Buchtitel zum Ausdruck kommenden Anliegen nahekommen und die Sizilianisch e Verteidigung auf den ausgesuchten Wegen richtig zu spielen erlernen. Für den Spieler mit Fertigkeiten auf Klubniveau dürfte das Werk den größten Wert haben. Er bekommt ein qualifiziertes und überschaubares Repertoire an die Hand und kann dieses mit einem überschaubaren Aufwand erlernen. Nicht selten sind als Quellen Fernschachpartien im Text genannt. Auch aus dem Reigen der schon erwähnten vollständigen Partien im letzten Kapitel sind zwei im Fernschach gespielt worden. Entwicklungen aus diesem Bereich sind somit erfreulich umfassend aufgenommen. Am Schluss des Werkes ist auch ein Quellenverzeichnis zu finden. Dieses enthält sowohl klassische als auch topaktuelle Werke. Der Leser bekommt neben den altbewährten Linien auch die neuen Ideen aus der Turnierpraxis wie auch der theoretischen Untersuchungen geboten. Dies gilt übrigens auch für den Spieler mit Weiß, aus dessen Perspektive das Repertoire zwar nicht zusammengestellt ist, der die Ausführungen aber ebenfalls gut nutzen kann. Fazit: „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ ist ein Buch, das ich vor allem dem Klubspieler sehr empfehlen kann. Er erhält ein Repertoire, das er sich mit einem überschaubaren Aufwand zu Eigen machen kann und ihn gut präpariert. Es hat sich bewährt, wie die Möglichkeit einer neuen Auflage beweist, und es ist gegenüber der ersten Auflage weiter verbessert und natürlich aktualisiert worden. Und in unserer Zeit, die davon geprägt ist, dass vor allem englischsprachige Schachliteratur auf unseren Markt kommt, gibt es ein weiteres Kaufargument: „Modernes Sizilianisch … richtig gespielt“ ist in Deutsch geschrieben. Sein Preis ist allemal angemessen, auch unter Berücksichtigung der Qualität seiner Beschaffenheit. Mit ihm hat der Klubspieler sein Geld sehr gut angelegt.

24,80 €*
Tipp
Schmücker: Das Londoner System - richtig gespielt
Vor etwa einem Jahrzehnt wurde das Londoner System fast ausschließlich unter Amateuren gespielt. Doch hat sich in den vergangenen Jahren viel ereignet und es hat sogar eine Art Durchbruch auf höchstem Niveau gegeben! Denn immerhin hat kein Geringerer als Weltmeister Magnus Carlsen eine solche Vorliebe für das Londoner System entwickelt, dass er es auch in wichtigen Partien einsetzt und damit eine Reihe schöner Siege erzielen konnte. Und er ist bei Weitem nicht der einzige Top-Spieler, da auch Kramnik, Grischuk und andere es in ihr Repertoire aufgenommen haben. Der absolute Guru des Londoner Systems ist und bleibt jedoch GM Gata Kamsky. Er vertraut ihm und wendet es sozusagen seit seiner Kindheit an, und er sieht keinen Grund, daran etwas zu ändern. Mittlerweile ist das Londoner System aus seinem Schattendasein hervorgetreten, so dass der Überraschungsfaktor etwas an Bedeutung verloren hat. Jedoch hat diese zunehmende Bekanntheit keinen Einfluss auf seineallgemeine Zuverlässigkeit gehabt, denn all seine Vorteile sind erhalten geblieben: – Es ist leicht zu erlernen – Es ist äußerst solide – Es wird oft unterschätzt – Es führt zu interessanten Stellungen – Es lässt Raum für eigene Ideen Vor allem aufgrund der Qualität von Computeranalysen hat sich die Eröffnungstheorie des Londoner Systems enorm weiterentwickelt. So sind in fast jedem Kapitel Verbesserungen zu finden, die nur auf eine Chance warten, in der Praxis ausprobiert zu werden! Buch, 186 Seiten, gebunden mit Leseband, Joachim Beyer Verlag   Rezension von Jörg Palitzsch im Dezember 2019 Marcus Schmücker - Das Londoner System - richtig gespielt Das Londoner System (LS) ist derzeit stark in Mode. Autor Marcus Schmücker verweist in seinem Buch „Das Londoner System...richtig gespielt“ (Joachim Beyer Verlag, 186 Seiten, 22,80 Euro) darauf hin, das es unter anderem Weltmeister Magnus Carlsen anwendet. Er gewann damit bei den Tata-Steel-Schachturnieren Anfang 2016 gegen Jewgeni Tomaschewski und ein Jahr später gegen Wesley So. Allerdings ist in der Einleitung der zweiten Auflage des Buches auch zu lesen, dass sich in den letzten Jahren sehr viel in Bezug auf das LS getan habe, schon allein wegen des Einsatzes von Computern. Schmücker war sehr schnell klar, dass es für die Neuauflage mit der Beseitigung einiger Fehler nicht getan ist. So gibt es um 80 Prozent neues Material, was für den Spieler des Londoner Systems dementsprechend viele Neuheiten mit sich bringt. Das Buch wird diesen Neuheiten durchaus gerecht. Den das LS hat zuverlässige Vorteile, die Schachspieler, die weniger überraschen, aber dafür solide und ruhig gewinnen wollen, sehr schätzen. Das System ist leicht zu erlernen, wird dabei unverständlicherweise oft unterschätzt, es führt zu interessanten Stellungen und lässt Raum, um eigene Ideen am Brett umsetzen zu können. Das Hauptmerkmal des Londoner Systems ist nach dem Aufbau von Weiß mit d4, e3 und Sf3 (mit der Kontrolle des Schlüsselfeldes e5) der Läuferzug f4. Dies ermöglicht eine maximale Kontrolle über die schwarzen Felder. Zudem löst Weiß das Problem des „schlechten“ Läufers, indem er ihn vor die Bauernkette stellt. Dann kann Weiß, wenn Schwarz nichts entgegensetzt, auch seine restlichen Leichtfiguren entwickeln. Nach diesen Grundgerüsten zeigt das Buch in 14 Kapiteln auf, wie das Eröffnungssystem gewinnbringend weitergeführt werden kann. Dazu gibt es viel Text und Diagramme, ergänzt durch fast unzählige Haupt- und Nebenvarianten. Weitere Varianten sind hell- und mittelgrau unterlegt, was eine noch tiefer gehende Analyse ermöglicht. Deutlich wird – das LS kann wie ein Bunker aufgebaut werden, besonders, wenn man sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Schwarz kann dem nur mit einem frühen Vorstoß von c7 nach c5 begegnen. Fazit: Wer dem Londoner System folgt, dem wird in diesem Buch das nötige Handwerksmaterial an die Hand gegeben. Wenn man seine Hausaufgaben auch für das Mittelspiel gemacht hat, kann sich Schwarz nur noch ins Endspiel retten.

22,80 €*
Tipp
Neu
Müller: Typisch Sizilanisch - Effektives Mittelspieltraining
Wer diese oder jene Eröffnung lernen will, kann unter vielen oder gar Dutzenden von Lehrbüchern auswählen. Aber wie sieht es aus, wenn man sich mit der Mittelspielstrategie vertraut machen will, die in Stellungen angewendet werden sollte, die aus genau dieser oder jener Eröffnung hervorgegangen sind? Oder anders ausgedrückt: in Stellungen, die für diese oder jene Eröffnung typisch sind. Natürlich gibt es in jedem Mittelspiel-Lehrbuch die ein oder andere Stellung, die eindeutig dieser oder jener Eröffnung zugeordnet werden kann. Allerdings ist deren Zahl verschwindend gering im Umfeld von Stellungen aus all den anderen Eröffnungen, die dort exemplarisch behandelt werden. Und somit von lauter Stellungen, deren strategische Behandlung der Leser eigentlich gar nicht erlernen will. Ist beispielsweise – so fragt der Autor durchaus begründet – die Behandlung der Themen Hängebauern und Minoritätsangriff für einen e4-Spieler nicht ebenso verzichtbar, wie sie für einen d4-Spieler unerlässlich ist? – Warum sollte ein eingefleischter Anhänger indischer Eröffnungen sich für die strategischen Feinheiten von Stellungen interessieren, die aus all diesen komplizierten Damengambit-Systemen resultieren? Und natürlich auch umgekehrt: Was kann ein Spieler mit all diesen Feinheiten indischer Stellungen anfangen, der um Fianchetto-Eröffnungen prinzipiell einen großen Bogen macht? Und genau dieses ebenso auffällige wie verblüffende Vakuum im Bereich der Mittelspiel-Literatur hat den Autor zu einem Verbesserungsversuch inspiriert: Wer beispielsweise Sizilianische Mittelspielstrategie lernen will, der bekommt ein Lehr- und Übungsbuch, in dem ausschließlich Sizilianer behandelt werden. Dabei geht es allerdings in diesem Buch zunächst nur um Stellungen vom Typ 'offener Sizilianer' – und zwar um solche mit dem aus den Bauern d6 und e6 bestehenden 'kleinen Zentrum', das für die allermeisten sizilianischen Systeme typisch ist.. Besondere Erwähnung verdient noch die Tatsache, dass die über 150 Übungen zwecks abwechslungsreicher und entsprechend unterhaltsamer Darbietung bestimmten Themen zugeordnet wurden – beispielsweise 'Aufstiegskandidat', 'Abstiegskandidat', 'Gewaltmaßnahme oder Druck- steigerung' und dergleichen mehr. 162 Seiten, kartoniert Joachim Beyer Verlag

22,80 €*
Konikowski & Heinzel: Holländisch - richtig gespielt
Konikowski & Heinzel: Holländisch - richtig gespielt   Es waren wohl die Analysen des holländischen Meisters Elias Stein (1748-1812) zur Eröffnung 1.d4 f5, veröffentlicht in seinem Buch „Nouvel essai sur le jeu des échecs, avec des réflections militaires relatives à ce jeu“ (Den Haag 1789), die zur Namensgebung der Holländischen Verteidigung geführt haben. Zwei erste Partien mit der Zugfolge 1.d4 f5 (2.c4 Sf6 3.Sc3 e6, Jaenisch – v.d. Lasa) sind uns aus dem Jahre 1842 überliefert. Im 19. Jahrhundert lange Zeit als einzige ernsthafte Alternative zu 1… d5 gehandelt, war Holländisch verpönt in der von Steinitz und Tarrasch geprägten Ära des soliden Positionsspiels, bis diese Verteidigung bei den Hypermodernen in den 1920er Jahren eine mühsame Wiedergeburt erlebte. Danach hat sich Holländisch trotz wechselhafter Popularität einen festen Platz im Repertoire zahlreicher Meister, bis hin zu Groß- und Weltmeistern, erobert. Auch heute erfreut sich die „holländischen Waffe“ einer steigenden Beliebtheit, die gelegentlich sogar von Magnus Carlsen hervorgeholt wird.Holländisch gilt gemeinhin als scharfe Eröffnung für den kämpferisch eingestellten Spieler, der nicht das positionelle Gleichgewicht wahren will, sondern mit 1... f5 auf die Beherrschung des Königsflügels abzielt und einen eigenen Weg sucht, die der Eröffnung innewohnenden Chancen zu seinen Gunsten zu nutzen.    FIDE-Meister Jerzy Konikowski und der Internationale Meister Olaf Heinzel behandeln in diesem Buch alle aussichtsreichen holländischen Systeme und Varianten, die es dem Leser gestatten, ein schlagkräftiges Repertoire nach eigenen Vorlieben aufzubauen. Der zweite Teil des Buchs präsentiert 50 kommentierte Partien, die die Zusammenhänge zwischen der Eröffnung und den nachfolgenden Partiephasen illustrieren.   183 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag

19,80 €*
Bekemann: Tennison-Gambit (Abonyi-Gambit) und Budapester Gambit
Bekemann: Tennison-Gambit (Abonyi-Gambit) und Budapester Gambit   Das Tennison-Gambit, auch als Abonyi-Gambit bekannt, zählt zu jenen Eröffnungen, an denen die Schachwelt bisher beinahe vollständig vorbeigegangen ist. Nach den einleitenden Zügen 1.Sf3 d5 2.e4 oder 1.e4 d5 2.Sf3 kommen Stellungen auf das Brett, die für die meisten Spieler Neuland sind. Dieses Gambit verspricht Weiß in ausgewählten Linien gute Chancen, es gibt ihm zudem die Aussicht auf einen der Theorie unkundigen Gegner.   Das Tennison-Gambit enthält alles, was der Spieler mit Weiß braucht, um gut vorbereitet mit dieser Spezialwaffe in die eigene Partie zu gehen, und was den Spieler mit Schwarz die besten Antworten wählen lässt. Und ein ganz besonderes Merkmal: Das Werk enthält komplett neu geschriebene Theorie. Es stützt sich auf nichts, was jenseits nackter Partien, die vor allem aus dem Fernschach stammen, früher zur Eröffnung veröffentlicht worden ist.   In einem zweiten und kleineren Teil behandelt das Werk das Budapester Gambit, soweit Schwarz zur Modevariante mit 4…g7-g5 greift. Es stellt die Chancen dar, die Schwarz diese Variante bietet, aber auch die weißen Möglichkeiten zur „Bestrafung“ dieses forschen gegnerischen Bauernzuges.       Der Autor Uwe Bekemann trägt den Titel „Nationaler Fernschachmeister (Bronze)“, ist PR-Manager des Deutschen Fernschachbundes e.V. und Autor sowie Co-Autor einer Reihe von Eröffnungsbüchern.   120 Seiten, gebunden, Leseband       Rezension:   Tennison-Gambit (Abonyi-Gambit) / Budapester Gambit (eine Gastrezension von CM Manfred Herbold)Der Leser dieser Rezension ist bestimmt schon durch den Titel des Buches neugierig geworden. "Tennison-Gambit oder gar Abonyi-Gambit … noch nie davon gehört! Was verbirgt sich denn hinter dieser Eröffnung? Budapester Gambit, ja, das kenne ich, aber was haben denn die beiden Eröffnungen in einem Buch zu suchen?" Auf der anderen Seite könnte die Reaktion bei einem Gambit-Spezialisten auch völlig anders ausfallen. "Hurra, endlich ein deutsches Buch zum Tennison-Gambit plus einer aktuellen Variante aus dem Budapester Gambit! (Meine beiden Geheimwaffen.)"Das Buch beinhaltet ca. 90 Seiten zum Tennison-Gambit, das mit der Zugfolge 1.Sf3 d5 2.e4, bzw. 1.e4 d5 2.Sf3 beginnt und ca. 10 Seiten zu der modernen Variante 1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Sg4 4.Lf4 g5!? des Budapester Gambits.Der Autor schließt mit dieser Veröffentlichung auf alle Fälle eine Lücke der Schachliteratur im deutschsprachigen Raum. Bislang sind m.W. nur Artikel im RANDSPRINGER oder in der GAMBIT-REVUE (vielleicht auch in der ein oder anderen Schachzeitung) erschienen; zudem ein französisches Büchlein mit gerade mal 24 Seiten aus 2014 von Alain Benlolo und dem Buch "The Budapest Defence And The Tennison-Gambit" von W. John Lutes aus 2002.Diese Publikationen sind allerdings nicht in das Werk von Uwe Bekemann in irgendeiner Weise eingeflossen. Ist das gut oder schlecht? Da das Tennison-Gambit vor allem bei Amateuren Beliebtheit gefunden hat, stecken in vielen gespielten Partien zum Teil grobe Fehler, sodass man darauf kein hochwertiges Eröffnungsbuch aufbauen kann, aber genau das war die Intention des Autors; eine objektive Darstellung der weißen und schwarzen Chancen. Deshalb geht er seinen eigenen Weg und benutzt fast ausschließlich Fernschachpartien ab dem Jahr 1991; viele davon ganz aktuell aus dem Jahr 2014. Zudem sind alle Partien von ihm mit den neusten Versionen von Schachprogrammen analysiert. Zum Teil sind Schlüsselstellungen sogar mit der Bewertung mehrerer Engines und der benutzten Rechenzeit angegeben.Insofern ist die Theorie hier wasserdicht und nicht wie man es von anderen (vor allem älteren) Eröffnungsbüchern kennt, dass manchmal Züge empfohlen werden, die mittlerweile als Fehler entlarvt wurden.Die Theorie des Tennison-Gambit ist an Hand von 26 Musterpartien in folgende Kapitel eingeteilt:Kapitel 1: 3...Lf5 4.Sc3 Sf6 5.d3 Lg4 und anderesKapitel 2: Schwarzer Aufbau mit 3...Sf6Kapitel 3: Rückgabe des Gambitbauern mit 3...e5Kapitel 4: Weißer Bauernvorstoß 4.g2-g4Kapitel 5: Entwicklung der Dame mit 5.De2Kapitel 6: Verfolgung des Grundmotivs mit 5.Lc4Kapitel 7: Der Versuch 5.f3Kapitel 8: Seltene AbspieleDie Variante des Budapester Gambits wird in 2 Kapiteln und 6 Musterpartien besprochen. 5 der 6 Turnierpartien stammen aus dem Jahr 2014 und stellen somit den aller-aktuellsten Stand der Theorie dar. Nach 1.d4 Sf6 2.c4 e5 3.dxe5 Sg4 4.Lf4 g5!? 5.Lg3 Lg7Kapitel 1: 6.Sf3Kapitel 2: 6.h4.Alle Partien sind mit viel Text versehen, aber auch mit Analysen und Partiefragmenten, sodass der Leser nicht mit den "nackten" Zügen alleingelassen wird, sondern gediegen, aber auch umfassend in den Varianten begleitet wird.Warum die Variante des Budapester Gambits in das Buch integriert wurde, wird erst bei einem 2. Blick klarer. Das Tennison-Gambit ist der Versuch eines Budapester Gambits im Anzug. Allerdings wird Schwarz diesen Gefallen wohl in den seltensten Fällen erfüllen. Dazu müsste ein baldiges c7-c5 gespielt werden; für den Zug spricht aber nicht viel. Trotzdem ähneln sich die beiden Eröffnungen strukturell; vor allem beim 4. Kapitel mit 4.g4."Wie scharf sind denn diese beiden Gambits? Eignen sie sich meinen Gegner gleich in der Eröffnung umzunieten?"Vor allem die in Kapitel 8 behandelten Erwiderungen 3...Dd5 oder 3...f5 eignen sich hervorragend für einen schnellen, spektakulären Sieg. Oder wie es Lukas Podolski ausdrücken würde: "Rein das Ding - und ab nach Hause!" Leider werden diese Varianten im Buch nur etwas stiefmütterlich abgehandelt. Da wäre m.E. mehr herauszuholen gewesen, was vor allem die Turnierspieler bestimmt interessiert hätte. Anders ausgedrückt, bedeutet das, dass hier noch Platz für eigene Analysen besteht.Aber auch in den anderen Varianten ist Gift enthalten. Zudem stärkt die Theoriekenntnis den Weißen; schließlich werden die wenigsten Schwarzspieler auf das Tennison-Gambit vorbereitet sein. Außerdem entstehen ungewohnte Stellungsbilder, in denen der Schwarzspieler vom 2. Zug an selbst gefordert ist.Im Fernschach ist die Remisrate groß und die Schwarzsiege überwiegen den weißen Erfolg. Bekemann selbst gibt im Buch an, "dass die Eröffnung den Ruf hat, nicht ganz vollwertig zu sein und dieses Buch nicht grundlegend etwas daran ändern wird." Diese Aussage muss man natürlich im Licht des Fernschachspielers und den heutigen Engines betrachten, die kleinste Vorteile erspähen. Insofern würde ich es für FS-Spieler (außer bei enginefreien Turnieren) nur bedingt empfehlen.In der 4...g5-Variante des Budapester-Gambits kommt es sofort zu unorthodoxen und wilden Stellungen in denen alles möglich ist. Eine Partie von Rauf Mamedov (FIDE-ELO: 2651) als Schwarzspieler zeigt, dass diese Variante auch auf hohem GM-Niveau gespielt wird.Im Buch bezeichnet der Autor das Tennison-Gambit als Tennison-Gambit / Abonyi-Gambit und möchte damit auch den ungarischen Schachspieler und Schachfunktionär István Abonyi namentlich mit ins Boot holen, der neben dem "Erfinder" der Eröffnung, Otto Tennison, ebenfalls zur Verbreitung der Eröffnung beitrug. Dies ist soweit ehrenvoll. Nur missglückt ihm dabei m.E. die passende Abkürzung. Es wird im Buch als TeAbG abgekürzt und so wiederholt verwendet. Eine Abkürzung wie TAG (Tennison-Abonyi-Gambit) hielte ich für einprägsamer. Man denke da auch an andere Abkürzungen, wie WRG für Winckelmann-Reimer-Gambit oder BDG für Blackmar-Diemer-Gambit.Diese Kleinigkeit schmälert natürlich nicht die vorbildliche Arbeit des Autors, der mit diesem Buch einen weiteren Beitrag zur Eröffnungstheorie liefert. Die durchweg hochwertige Analyse durch neuste Engines ist lobenswert. Die Publikation stammt aus dem Joachim Beyer Verlag und ist als Hardcover mit Fadenheftung Anfang 2015 erschienen. Es ist sehr übersichtlich geordnet, besitzt eine Einleitung u.a. mit Schlüsselformationen, ein Inhalts-, Varianten- und Partienverzeichnis.(CM Manfred Herbold)    

19,80 €*
Konikowski & Bekemann: Italienische Partie - richtig gespielt
Konikowski & Bekemann: Italienische Partie - richtig gespielt   Die Italienische Partie ist wie eine alte Dame, die fortlaufend zum Tanz gebeten wird. Sie ist so rüstig wie in jungen Jahren und fordert ihrem Partner alles ab. Wohl dem, der auf dem Parkett zu tanzen weiß!   Unsere Autoren haben sich an der Rolle des Spielers mit Schwarz orientiert und ein Repertoire zusammengestellt, mit dem er sich nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 gegen alle wichtigen weißen Varianten rüstet, solange die Partie nicht in eine fremde Eröffnung wechselt. Gesucht und gefunden haben sie Möglichkeiten für Schwarz, schon in der Eröffnung in Vorteil zu kommen, mindestens aber ein ausgeglichenes Spiel zu erreichen.   Auch der Spieler mit Weiß ist gut beraten, die besten Alternativen im Arsenal des Gegners zu kennen, weshalb sich dieses Werk auch an ihn richtet. Soweit sein Spiel zu Weichenstellungen führt, werden ihm ebenso wie seinem Gegenüber Ratschläge zur Zugauswahl gegeben.   Konikowski und Bekemann bereichern den Leser mit Zugempfehlungen, Analysen, Plänen und praktischen Beispielen, von denen eine erhebliche Zahl aus dem Fernschach kommt. Dabei haben sie einen Stil entwickelt, der die notwendige sachliche Nüchternheit mit einer unterhaltsamen Komponente kombiniert.   Nach dem Studium dieses Buches kann die Musik aufspielen, der Leser ist zum Tanz mit der Italienischen Partie bereit!       Dies ist das dritte gemeinsame Werk des Autorenduos Konikowski/Bekemann. Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher bekannt. Bekemann ist Nationaler Fernschachmeister (Bronze), PR-Manager des Deutschen Fernschachbundes e.V. und Autor von Gambitbüchern.       192 Seiten, gebunden, Joachim Beyer Verlag       Rezension:   In bekannt guter Buchqualität ist im Joachim-Beyer-Verlag das Werk Jerzy Konikowski/Uwe Bekemann „Italienische Partie…richtig gespielt erschienen. Wohl die meisten Schachjünger haben sich bei ihren ersten Schritten auf dem Schachbrett -eher unbewusst – der „Italienischen Partie“ bedient, die durch die Züge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 gekennzeichnet ist. Für diese schon sehr alte Eröffnung gibt das bewährte Autoren-Duo ein Repertoire an die Hand, das aus der Sicht des Schwarzen geformt, jedoch auch für den Weißspieler nützlich ist.   Handeln die Autoren in den Kapiteln 1 bis 4 auf 56 Seiten weniger anspruchsvolle 4. Züge ab (4.0-0, 4.d3, 4.Sc3, 4.d4), untersuchen sie in den Kapiteln 5 bis 15 auf 90 Seiten intensiv die oft ein Bauernopfer beinhaltende, aus weißer Sicht ambitionierte Fortsetzung 4.c3. Jedem Kapitel, das sich durch eine die Orientierung  erleichternde Balkenüberschrift auf jeder Buchseite leicht finden lässt, ist die zu untersuchende Zugfolge vorangestellt und per Diagramm illustriert. In einem Vorspann werden jeweils die zu besprechenden Abspiele vorgestellt. Hervorzuheben ist, dass die Verästelungen der Abspiele optisch ansprechend gestaltet sind, so dass die Übersichtlichkeit zu keiner Zeit verloren geht. Jedem Kapitel ist ein Resümee nachgestellt. Im abschließenden 16. Kapitel illustrieren 40 Partiebeispiele, wie der Kampf in der Italienischen Partie geführt werden kann.       Fazit:   Nicht nur dem Schachjünger zum Studium empfohlen, der sich gegen die Tücken der Italienischen Partie wappnen will.   Heinz Däubler für "Der neue Tag", Amberg (August 2014)

19,80 €*